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Provisionsabrechnung erstellen: Anspruch, Berechnung und Rechnungsweg

Eine Provisionsabrechnung zeigt für einen festgelegten Zeitraum, aus welchen Geschäften nach welcher Vereinbarung ein Provisionsanspruch entsteht. Sie trennt Bemessungsgrundlage, Satz, Staffel, Korrekturen und Ergebnis. Erst danach wird entschieden, ob der Vermittler eine Rechnung schreibt oder der Leistungsempfänger nach vorheriger Vereinbarung per umsatzsteuerlicher Gutschrift abrechnet.

Provisionsabrechnung: Kurzantwort und klare Abgrenzung

Kurzantwort: Bestimme zuerst Rolle, Vertrag, Abrechnungszeitraum und den vereinbarten Auslöser. Liste jedes provisionsrelevante Geschäft mit Referenz, Bemessungsgrundlage, Satz, Anspruchsstatus und Korrektur auf. Summiere erst nach dieser Einzelprüfung. Die Berechnung ist vom steuerlichen Dokument zu trennen: Je nach Vereinbarung stellt der Leistende eine Rechnung oder der Leistungsempfänger eine ausdrücklich als Gutschrift bezeichnete Abrechnung aus.

Provision ist eine erfolgs- oder umsatzabhängige Vergütung. Für selbstständige Handelsvertreter enthalten §§ 87 bis 87c HGB besondere Regeln zu Anspruch, Ausführung, Abrechnung und Auskunft. Diese Regeln dürfen nicht ungeprüft auf Beschäftigte, Affiliates, Tippgeber, Makler oder Plattformpartner übertragen werden; dort können Vertrag, Arbeitsrecht und Spezialgesetze zu einem anderen Ergebnis führen.

Die umsatzsteuerliche Gutschrift erklärt Self-Billing und Rollen. Honorarrechnung erstellen besitzt die allgemeine leistungsbezogene Vergütung. Diese Seite besitzt die provisionsabhängige Berechnung, den Anspruchsstatus und die Entscheidung über den anschließenden Abrechnungsweg.

Entscheidungsmatrix für Provisionsabrechnung

SituationPrüffrageEntscheidungNachweis
Selbstständiger HandelsvertreterDie Person vermittelt oder schließt als selbstständiger Handelsvertreter Geschäfte für einen Unternehmer.Vertrag und §§ 87 bis 87c HGB werden gemeinsam auf Anspruch, Ausführung, Abrechnung und Auskunft geprüft.Vertretervertrag, Geschäftsliste, Ausführungs- und Zahlungsstatus.
Angestellter VertriebVariable Vergütung ist Teil eines Arbeitsverhältnisses.Arbeitsvertrag, Zielvereinbarung, Abrechnungszeitraum und arbeitsrechtliche Vorgaben werden herangezogen; die HGB-Regeln werden nicht pauschal übertragen.Arbeitsvertrag, Zieldefinition und Lohnabrechnung.
Affiliate oder TippgeberVergütung entsteht nach Klick, Lead, Kauf oder bestätigtem Umsatz.Trackingereignis, Attributionsfenster, Freigabestatus und Stornoregel werden vor der Summe abgeglichen.Programmvereinbarung, Transaktions-ID und Statushistorie.
Rechnung durch VermittlerDer leistende Partner soll selbst abrechnen.Nach bestätigter Berechnung erstellt er eine Rechnung mit passendem Leistungszeitraum und Steuerfall.Abrechnungsliste, Rechnungsnummer und Versandnachweis.
Gutschrift durch AuftraggeberDer Leistungsempfänger soll für den Partner abrechnen.Self-Billing wird vorher vereinbart; die Abrechnung trägt die Pflichtangabe „Gutschrift“ und die Daten des Leistenden.Gutschriftvereinbarung, Partnerstammdaten und Widerspruchsprozess.

Selbstständiger Handelsvertreter

Die Person vermittelt oder schließt als selbstständiger Handelsvertreter Geschäfte für einen Unternehmer. Für den Themenbereich Provisionsabrechnung folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: Vertrag und §§ 87 bis 87c HGB werden gemeinsam auf Anspruch, Ausführung, Abrechnung und Auskunft geprüft. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen Vertretervertrag, Geschäftsliste, Ausführungs- und Zahlungsstatus. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.

Angestellter Vertrieb

Variable Vergütung ist Teil eines Arbeitsverhältnisses. Für den Themenbereich Provisionsabrechnung folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: Arbeitsvertrag, Zielvereinbarung, Abrechnungszeitraum und arbeitsrechtliche Vorgaben werden herangezogen; die HGB-Regeln werden nicht pauschal übertragen. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen Arbeitsvertrag, Zieldefinition und Lohnabrechnung. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.

Affiliate oder Tippgeber

Vergütung entsteht nach Klick, Lead, Kauf oder bestätigtem Umsatz. Für den Themenbereich Provisionsabrechnung folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: Trackingereignis, Attributionsfenster, Freigabestatus und Stornoregel werden vor der Summe abgeglichen. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen Programmvereinbarung, Transaktions-ID und Statushistorie. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.

Rechnung durch Vermittler

Der leistende Partner soll selbst abrechnen. Für den Themenbereich Provisionsabrechnung folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: Nach bestätigter Berechnung erstellt er eine Rechnung mit passendem Leistungszeitraum und Steuerfall. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen Abrechnungsliste, Rechnungsnummer und Versandnachweis. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.

Gutschrift durch Auftraggeber

Der Leistungsempfänger soll für den Partner abrechnen. Für den Themenbereich Provisionsabrechnung folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: Self-Billing wird vorher vereinbart; die Abrechnung trägt die Pflichtangabe „Gutschrift“ und die Daten des Leistenden. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen Gutschriftvereinbarung, Partnerstammdaten und Widerspruchsprozess. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.

Provisionsabrechnung Schritt für Schritt umsetzen

  1. Rolle bestimmenKläre Handelsvertreter, Beschäftigter, Affiliate, Makler, Tippgeber oder andere Vermittlungsrolle.
  2. Vereinbarung öffnenPrüfe Satz, Staffel, Gebiet, Kundenkreis, Auslöser, Zeitraum, Währung und Korrekturregeln.
  3. Geschäfte sammelnListe jede Transaktion mit stabiler ID, Datum, Kunde, Wert und Status.
  4. Anspruchsstatus prüfenOrdne Abschluss, Ausführung, Zahlung, Nichtleistung und Vertragsende nach der anwendbaren Regel ein.
  5. Bemessungsgrundlage bildenWende die ausdrücklich vereinbarte Netto-, Brutto-, Margen- oder sonstige Basis konsistent an.
  6. Provision berechnenWende Satz oder Staffel zeilenweise an und dokumentiere Rundung und Währungsumrechnung.
  7. Korrekturen ausweisenZeige Storno, Retoure, Nichtzahlung oder Vorperiodenkorrektur mit Ursprungsreferenz separat.
  8. Abrechnungsdokument erstellenEntscheide zwischen Rechnung des Leistenden und vereinbarter umsatzsteuerlicher Gutschrift des Leistungsempfängers.
  9. Freigeben und zahlenÜbermittle Berechnung, Anlagen und Dokument; bearbeite Einwände und ordne die Zahlung zu.

Rolle bestimmen

Kläre Handelsvertreter, Beschäftigter, Affiliate, Makler, Tippgeber oder andere Vermittlungsrolle. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald die anwendbare Vertrags- und Rechtsgrundlage eingegrenzt ist. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Provisionsabrechnung ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Unklare Mischrollen werden fachlich geprüft. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.

Vereinbarung öffnen

Prüfe Satz, Staffel, Gebiet, Kundenkreis, Auslöser, Zeitraum, Währung und Korrekturregeln. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald keine Berechnungsannahme nur aus Vorperioden stammt. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Provisionsabrechnung ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Mündliche Abweichungen werden vor der Abrechnung dokumentiert. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.

Geschäfte sammeln

Liste jede Transaktion mit stabiler ID, Datum, Kunde, Wert und Status. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald Vollständigkeit und Dubletten prüfbar sind. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Provisionsabrechnung ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Sammelsummen ohne Einzelreferenzen bleiben in Klärung. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.

Anspruchsstatus prüfen

Ordne Abschluss, Ausführung, Zahlung, Nichtleistung und Vertragsende nach der anwendbaren Regel ein. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald nur provisionsfähige Geschäfte in die aktuelle Summe eingehen. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Provisionsabrechnung ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Ein technischer Shopstatus ersetzt keine Vertragsprüfung. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.

Bemessungsgrundlage bilden

Wende die ausdrücklich vereinbarte Netto-, Brutto-, Margen- oder sonstige Basis konsistent an. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald jede Zeile denselben nachvollziehbaren Rechenweg nutzt. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Provisionsabrechnung ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Steuer, Versand, Rabatt und Retoure werden nicht ohne Regel ein- oder ausgeschlossen. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.

Provision berechnen

Wende Satz oder Staffel zeilenweise an und dokumentiere Rundung und Währungsumrechnung. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald Einzelwerte und Gesamtsumme reproduzierbar sind. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Provisionsabrechnung ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Staffelgrenzen werden nicht erst auf eine gerundete Gesamtsumme angewendet. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.

Korrekturen ausweisen

Zeige Storno, Retoure, Nichtzahlung oder Vorperiodenkorrektur mit Ursprungsreferenz separat. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald Differenzen nicht im Nettosaldo verschwinden. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Provisionsabrechnung ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Strittige Positionen erhalten Status und Owner statt stiller Kürzung. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.

Abrechnungsdokument erstellen

Entscheide zwischen Rechnung des Leistenden und vereinbarter umsatzsteuerlicher Gutschrift des Leistungsempfängers. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald Berechnung und Pflichtangaben in derselben Rollenlogik stehen. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Provisionsabrechnung ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Ohne Self-Billing-Vereinbarung wird keine Gutschrift als Rechnung ausgegeben. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.

Freigeben und zahlen

Übermittle Berechnung, Anlagen und Dokument; bearbeite Einwände und ordne die Zahlung zu. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald Abrechnung, Differenz und Geldfluss gemeinsam nachvollziehbar sind. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Provisionsabrechnung ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Eine Zahlung schließt offene Berechnungsfragen nicht automatisch. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.

PositionVertragsannahme im BeispielBerechnung
Bestätigte provisionsfähige Nettoerlöse50.000,00 €Ausgangsbasis
vereinbarte Retouren/Stornos− 4.000,00 €mit Ursprungsreferenzen
Provisionsbasis46.000,00 €50.000,00 € − 4.000,00 €
Provision10 %46.000,00 € × 10 % = 4.600,00 €
Steuer und Zahlbetragseparat zu prüfennach Rolle und Steuerfall des Leistenden

Praxisbeispiele für Provisionsabrechnung

Handelsvertreter mit Monatsabrechnung

Der Vertrag sieht zehn Prozent auf bestätigte Geschäfte vor; eine Bestellung wurde ausgeführt, eine weitere vom Kunden nicht erfüllt. Die verantwortliche Person entscheidet deshalb: Geschäfte werden einzeln nach Vertrag und § 87a HGB eingeordnet; der nicht erfüllte Fall wird mit seinem Status ausgewiesen. Im Ergebnis kann der Vertreter die Summe und einen möglichen Wegfall nachvollziehen. Das Beispiel zeigt, dass Provisionsabrechnung nicht durch eine einzelne Checkbox erledigt ist. Erst das Zusammenspiel aus Ausgangsdaten, dokumentierter Prüfung und kontrolliertem Ergebnis macht den Vorgang für Empfänger, Team und spätere Prüfungen nachvollziehbar.

Affiliate mit Retourenfenster

Das Programm vergütet nur Käufe, die nach Ablauf eines definierten Retourenfensters bestätigt sind. Die verantwortliche Person entscheidet deshalb: Vorläufige und freigegebene Transaktionen werden getrennt; nur fällige Positionen gehen in die Abrechnung ein. Im Ergebnis führt ein späterer Statuswechsel nicht zu einer unsichtbaren Pauschalkürzung. Das Beispiel zeigt, dass Provisionsabrechnung nicht durch eine einzelne Checkbox erledigt ist. Erst das Zusammenspiel aus Ausgangsdaten, dokumentierter Prüfung und kontrolliertem Ergebnis macht den Vorgang für Empfänger, Team und spätere Prüfungen nachvollziehbar.

Self-Billing per Gutschrift

Ein Auftraggeber berechnet monatlich die Provision für einen selbstständigen Partner. Die verantwortliche Person entscheidet deshalb: Vorherige Gutschriftvereinbarung, Partner-Steuerdaten, Leistungszeitraum und Einzelanlage werden geprüft. Im Ergebnis entsteht neben der Berechnung ein korrekt bezeichnetes steuerliches Abrechnungsdokument. Das Beispiel zeigt, dass Provisionsabrechnung nicht durch eine einzelne Checkbox erledigt ist. Erst das Zusammenspiel aus Ausgangsdaten, dokumentierter Prüfung und kontrolliertem Ergebnis macht den Vorgang für Empfänger, Team und spätere Prüfungen nachvollziehbar.

Typische Fehler bei Provisionsabrechnung

Nur Gesamtsumme senden

Der Partner kann Geschäfte, Korrekturen und Satz nicht prüfen. Die fachliche Korrektur lautet: Jede Position erhält Transaktionsreferenz, Status, Basis und Rechenweg. Als dauerhafte Kontrolle wird Summen aus der Einzelanlage automatisch abstimmbar sind. Dadurch wird der Fehler nicht nur in einem Einzelfall repariert. Der Ablauf rund um Provisionsabrechnung erhält eine Regel, die denselben Fehler bei der nächsten Rechnung, Datei oder Bestandsbewegung früh sichtbar macht.

HGB auf jede Provision anwenden

Arbeitsverhältnis, Affiliate oder Spezialvermittlung wird wie ein Handelsvertretervertrag behandelt. Die fachliche Korrektur lautet: Rolle und anwendbare Regel werden vor der Berechnung bestimmt. Als dauerhafte Kontrolle wird Vertragsvorlage keine pauschale Rechtswahl vorgibt. Dadurch wird der Fehler nicht nur in einem Einzelfall repariert. Der Ablauf rund um Provisionsabrechnung erhält eine Regel, die denselben Fehler bei der nächsten Rechnung, Datei oder Bestandsbewegung früh sichtbar macht.

Rechnung und Gutschrift vermischen

Beide Seiten erstellen parallel ein steuerliches Dokument oder die Gutschriftvereinbarung fehlt. Die fachliche Korrektur lautet: Ein Abrechnungsweg wird vertraglich festgelegt und pro Periode kontrolliert. Als dauerhafte Kontrolle wird Dublettencheck Rechnungs- und Gutschriftnummer verbindet. Dadurch wird der Fehler nicht nur in einem Einzelfall repariert. Der Ablauf rund um Provisionsabrechnung erhält eine Regel, die denselben Fehler bei der nächsten Rechnung, Datei oder Bestandsbewegung früh sichtbar macht.

Storno ohne Ursprung

Eine negative Korrektur wird nur als Sammelbetrag abgezogen. Die fachliche Korrektur lautet: Jede Korrektur verweist auf Geschäft und Vorabrechnung. Als dauerhafte Kontrolle wird Differenzbericht nicht referenzierte Abzüge blockiert. Dadurch wird der Fehler nicht nur in einem Einzelfall repariert. Der Ablauf rund um Provisionsabrechnung erhält eine Regel, die denselben Fehler bei der nächsten Rechnung, Datei oder Bestandsbewegung früh sichtbar macht.

Freigabe-Checkliste: Provisionsabrechnung

  • Rolle und anwendbarer Vertrag vor der Berechnung bestimmt
  • Provisionsauslöser und Anspruchszeitpunkt schriftlich definiert
  • Bemessungsgrundlage, Satz, Staffel und Währung nachvollziehbar
  • Storno, Retoure, Zahlungsausfall und nachträgliche Änderung einzeln behandelt
  • Abrechnungszeitraum und zugrunde liegende Geschäfte vollständig
  • Berechnungsnachweis und steuerliches Abrechnungsdokument getrennt geprüft
  • Rechnung oder umsatzsteuerliche Gutschrift mit richtiger Rollenverteilung gewählt
  • Differenzen sichtbar geklärt statt still in den Folgemonat verschoben

Die Checkliste wird nicht erst am Ende eines Monats abgearbeitet. Sie gehört an den einzelnen Vorgang, solange Rückfragen noch ohne aufwendige Rekonstruktion beantwortet werden können. Pflichtfelder verhindern einfache Lücken; fachliche Ausnahmen brauchen zusätzlich eine kurze Begründung. So bleibt Provisionsabrechnung auch dann kontrollierbar, wenn mehrere Personen Eingang, Prüfung, Freigabe und Versand übernehmen.

Ein Vier-Augen-Prinzip ist besonders bei neuen Geschäftsfällen, geänderten Stammdaten und rechtlich sensiblen Entscheidungen sinnvoll. Wiederkehrende Standardfälle können nach dokumentierter Freigabe stärker automatisiert werden. Die Automatisierung übernimmt jedoch nur die freigegebene Regel. Sie darf eine fehlende Information nicht still durch einen plausibel wirkenden Standardwert ersetzen.

Dokumentation, Verantwortlichkeit und regelmäßige Pflege

Für Provisionsabrechnung werden Eingangsdaten, Entscheidung, Ergebnis und Nachweis als zusammenhängender Vorgang geführt. Eine reine Dateiablage zeigt zwar das Endprodukt, aber nicht zwingend den Entscheidungsweg. Deshalb erhält jede Ausnahme einen Owner, einen Status und einen nächsten Schritt. Änderungen werden ergänzt oder versioniert; sie werden nicht durch stilles Überschreiben unsichtbar gemacht.

Die zugrunde liegende Arbeitsanweisung nennt außerdem ein Prüfdatum. Rechtliche Schwellen, technische Standards, externe Portale und interne Produktfunktionen können sich ändern. Bei der turnusmäßigen Kontrolle werden Primärquelle, tatsächlicher Prozess und veröffentlichte Aussage miteinander verglichen. Ändert sich nur eine Zahl, wird derselbe Intent-Owner aktualisiert; eine neue Jahres-URL ist dafür nicht erforderlich.

Self-Billing und kaufmännische Korrektur trennt Gutschrift oder Rechnung. Für eine gewöhnliche leistungsbezogene Abrechnung hilft Honorarrechnung erstellen; Pflichtfelder stehen auf Was muss auf eine Rechnung?.

Provisionsabrechnung und die Produktgrenzen von Invoify

Invoify besitzt aktuell keine automatische Provisionsberechnung, keine Übernahme provisionsrelevanter Verkäufe in eine Abrechnung und keinen Self-Billing-Workflow für empfangene Leistungen. Nach eigener fachlicher Berechnung kann ein selbstständiger Leistender eine normale Rechnung mit einer freien Provisionsposition erstellen. Das ist keine automatische Anspruchsprüfung. Der vorhandene Invoify-Gutschriftsbeleg korrigiert eigene Ausgangsrechnungen und ist keine umsatzsteuerliche Abrechnungsgutschrift für fremde Leistungen.

Eine Funktion wird in diesem Leitfaden nur dann als Invoify-Funktion bezeichnet, wenn sie in der aktuellen Produktdokumentation belegt ist. Steuerliche Würdigung, rechtliche Einzelfallprüfung und externe Behördenverfahren bleiben bei den verantwortlichen Personen beziehungsweise deren Beratung. Diese Trennung verhindert, dass ein formal erzeugter Beleg mit einer fachlich freigegebenen Entscheidung verwechselt wird.

Offizielle Quellen und Prüfstand

Für selbstständige Handelsvertreter regelt § 87 HGB den Provisionsanspruch, § 87a HGB insbesondere Anspruch in Bezug auf die Ausführung des Geschäfts und § 87c HGB Abrechnung und Auskunftsrechte. Danach ist für diesen Rollenfall grundsätzlich monatlich abzurechnen; der Zeitraum kann vertraglich auf höchstens drei Monate erstreckt werden, und die Abrechnung muss spätestens bis zum Ende des Folgemonats erfolgen. Rechnung und umsatzsteuerliche Gutschrift behandelt § 14 UStG. Andere Rollen benötigen eine eigene Prüfung. Letzter Quellen- und Produktcheck: 5. August 2026; nächste turnusmäßige Prüfung: Januar 2027.

Häufige Fragen

Was muss eine Provisionsabrechnung enthalten?

Mindestens Zeitraum, Vertragspartner, einzelne Geschäftsreferenzen, Anspruchsstatus, Bemessungsgrundlage, Provisionssatz oder Staffel, Korrekturen und nachvollziehbare Gesamtsumme. Das steuerliche Dokument benötigt zusätzlich die für den Fall geltenden Rechnungsangaben.

Wer erstellt die Provisionsabrechnung?

Das richtet sich nach Rolle und Vereinbarung. Häufig stellt der Vermittler eine Rechnung. Bei vorher vereinbartem Self-Billing kann der Leistungsempfänger eine umsatzsteuerliche Gutschrift ausstellen.

Wie oft muss Provision abgerechnet werden?

Für selbstständige Handelsvertreter sieht § 87c HGB grundsätzlich monatliche Abrechnung vor; der Zeitraum kann auf höchstens drei Monate erweitert werden. Andere Rollen und Verträge müssen separat geprüft werden.

Wie werden Stornos und Retouren behandelt?

Nach der vertraglichen und anwendbaren gesetzlichen Regel. Jede Korrektur sollte auf das ursprüngliche Geschäft und die betroffene Vorabrechnung verweisen, statt nur als anonymer Sammelabzug zu erscheinen.

Kann Invoify Provisionen automatisch berechnen?

Nein. Automatische Provisionslogik und Self-Billing sind nicht als Produktfunktionen belegt. Ein Leistender kann eine fachlich geprüfte Provision als freie Position auf einer normalen Rechnung dokumentieren.

Hinweis: Der Beitrag erläutert allgemeine Grundsätze und ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Bei Sonderfällen sind der konkrete Sachverhalt und die aktuellen gesetzlichen Vorgaben maßgeblich.