Was ist eine Leitweg-ID?
Eine Behörde kann mehrere Organisationseinheiten und Bearbeitungswege besitzen. Die Leitweg-ID verbindet die zentrale Rechnungseingangsplattform mit dem zuständigen ERP- oder Freigabesystem. Sie ist damit eher eine Routingadresse als eine Steuer- oder Unternehmensnummer.
Formatfragen zu PDF plus XML und reinem XML behandelt der Vergleich ZUGFeRD vs. XRechnung. Die allgemeinen Fristen und Pflichten bleiben auf der Seite zur E-Rechnung-Pflicht.
Wie ist eine Leitweg-ID aufgebaut?
Die offizielle Bundesinformation beschreibt drei Bestandteile: Grobadressierung, Feinadressierung und zweistellige Prüfziffer. Die Bereiche werden durch Bindestriche getrennt. Die Grobadressierung ordnet den Empfänger grundsätzlich einer Verwaltungsebene zu; die optionale beziehungsweise organisationsspezifische Feinadressierung führt innerhalb des Empfängers weiter. Die Prüfziffer schützt vor einfachen Eingabefehlern.
| Bestandteil | Aufgabe |
|---|---|
| Grobadressierung | ordnet den öffentlichen Rechnungsempfänger grundsätzlich zu |
| Feinadressierung | adressiert bei Bedarf eine Organisationseinheit oder Bearbeitungsstelle |
| Prüfziffer | ermöglicht eine formale Plausibilitätsprüfung |
Woher bekommen Rechnungssteller die Leitweg-ID?
Bei der Beauftragung teilt der öffentliche Rechnungsempfänger seine Leitweg-ID mit – beispielsweise in Bestellung, Auftragsschreiben oder Vertragsunterlagen. Hat eine Behörde mehrere IDs, ist die zum Auftrag gehörende Kennung entscheidend. Bei Unklarheit sollte die zuständige Bestell- oder Rechnungsstelle gefragt werden.
Rechnungssteller beantragen keine eigene Leitweg-ID. Für Bundesbehörden und angebundene öffentliche Auftraggeber wird die Vergabe verwaltungsintern geregelt. Eine Suche nach irgendeiner ID derselben Behörde ersetzt deshalb nicht die Auftragsreferenz.
Wann wird eine Leitweg-ID benötigt – und wann nicht?
| Rechnung | Leitweg-ID |
|---|---|
| XRechnung an einen Auftraggeber der Bundesverwaltung | vom Auftraggeber vorgegeben und in BT-10 erforderlich |
| Rechnung an eine Landes- oder Kommunalstelle | Vorgabe und Plattform des konkreten Empfängers prüfen |
| Normale B2B-E-Rechnung zwischen Unternehmen | keine eigene Leitweg-ID allein wegen der E-Rechnung |
| Rechnungsaussteller | benötigt keine eigene Leitweg-ID |
Die Leitweg-ID ersetzt weder Rechnungsnummer noch USt-IdNr. oder andere Pflichtangaben. Zusätzlich können Bestellnummer, Lieferantennummer, Vertragsnummer und elektronische Adressen verlangt werden.
Typische Fehler bei der Käuferreferenz
- Leitweg-ID einer anderen Dienststelle wiederverwenden.
- Bindestriche, Feinadressierung oder Prüfziffer verändern.
- Eine interne Bestellnummer statt der Leitweg-ID in BT-10 eintragen.
- Leitweg-ID als eigene Unternehmenskennung des Ausstellers behandeln.
- Nur eine PDF senden, obwohl der Auftraggeber eine strukturierte XRechnung verlangt.
Leitweg-ID in Invoify hinterlegen
Invoify speichert die Käuferreferenz beziehungsweise Leitweg-ID direkt am Kontakt und übernimmt sie in neue Rechnungsentwürfe. Beim XRechnungsprofil wird der Wert in BT-10 ausgegeben. Fehlt die Referenz bei einer B2G-XRechnung, blockiert das E-Rechnungs-Gate die Erzeugung statt eine Kennung zu erfinden.
- Auftragsunterlagen prüfenDie vom öffentlichen Auftraggeber genannte Leitweg-ID übernehmen.
- Kontakt ergänzenKäuferreferenz am richtigen öffentlichen Empfänger speichern.
- XRechnung wählenIm Rechnungsprozess das B2G-Profil verwenden und zusätzliche Empfängerdaten prüfen.
- ValidierenXML und Pflichtfelder vor der Übermittlung technisch kontrollieren.
Offizielle Quellen und Stand
Die Bedeutung, Verwendung und Vergabe erläutert das offizielle FAQ der E-Rechnung in der Bundesverwaltung. Technische Grundlage ist die Käuferreferenz BT-10 im Standard XRechnung. Letzter Quellencheck: 23. Juli 2026. Vorgaben von Ländern und Kommunen können sich unterscheiden; maßgeblich bleibt der konkrete Auftraggeber.
Häufige Fragen
Was ist eine Leitweg-ID?
Die Leitweg-ID identifiziert und adressiert einen öffentlichen Rechnungsempfänger. In einer XRechnung wird sie als Käuferreferenz im Datenfeld BT-10 übertragen.
Wo bekomme ich die Leitweg-ID?
Der öffentliche Auftraggeber teilt dem Rechnungssteller die für den konkreten Auftrag zu verwendende Leitweg-ID normalerweise mit der Bestellung oder den Vertragsunterlagen mit.
Muss ich als Rechnungssteller eine eigene Leitweg-ID beantragen?
Nein. Rechnungssteller benötigen keine eigene Leitweg-ID. Sie verwenden die Empfänger-ID, die der öffentliche Auftraggeber für den Auftrag vorgibt.
Brauche ich für jede B2B-E-Rechnung eine Leitweg-ID?
Nein. Die Leitweg-ID dient der Adressierung öffentlicher Rechnungsempfänger, insbesondere der Bundesverwaltung. Für normale B2B-E-Rechnungen ist keine eigene Leitweg-ID erforderlich.