XRechnung erstellen: Kurzantwort und klare Abgrenzung
Die XRechnung beschreibt Inhalt und Geschäftsregeln einer E-Rechnung, nicht bloß ihr Aussehen. Zu den kritischen Feldern gehören Verkäufer und Käufer, Rechnungsnummer, Rechnungs- und Leistungsdatum, Positionen, Einheiten, Preise, Steuern, Summen, Zahlungsdaten sowie Prozess- und Bestellreferenzen. Für Behörden können Leitweg-ID, Bestellnummer und eine elektronische Adresse verarbeitungsentscheidend sein.
Der bestehende Vergleich ZUGFeRD oder XRechnung entscheidet zwischen Formaten. Dieser Owner führt ausschließlich durch das Erstellen einer XRechnung. Die Leitweg-ID bleibt ein eigener Detailintent, und die allgemeine Pflicht mit Übergangsfristen bleibt auf E-Rechnungspflicht.
Entscheidungsmatrix für XRechnung erstellen
| Situation | Prüffrage | Entscheidung | Nachweis |
|---|---|---|---|
| Empfänger verlangt XRechnung | Vergabeunterlagen oder Portal nennen die CIUS XRechnung. | Formatversion, Syntax und Übertragungskanal werden vor Erstellung bestätigt. | Auftrag, Rechnungseingangsbedingungen und aktuelle XRechnung-Spezifikation. |
| UBL oder CII | Beide Syntaxen können XRechnung abbilden, Systeme unterstützen aber nicht immer beide. | Die vom Empfänger und Exportwerkzeug gemeinsam unterstützte Syntax wird gewählt. | Testdatei, Importbestätigung und Syntaxkennung in der XML. |
| Leitweg-ID benötigt | Öffentlicher Auftraggeber stellt eine Leitweg-ID oder andere Routingkennung bereit. | Die Kennung wird exakt in das dafür vorgesehene Feld übernommen. | Bestellung, Behördenkontakt und Validatorbericht. |
| Korrekturrechnung | Eine bereits übermittelte Rechnung muss sachlich oder steuerlich korrigiert werden. | Dokumenttyp und Referenz auf den Ursprungsbeleg werden strukturiert gepflegt. | Ursprungsdatei, Korrekturgrund und eindeutige Belegverknüpfung. |
Empfänger verlangt XRechnung
Vergabeunterlagen oder Portal nennen die CIUS XRechnung. Für den Themenbereich XRechnung erstellen folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: Formatversion, Syntax und Übertragungskanal werden vor Erstellung bestätigt. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen Auftrag, Rechnungseingangsbedingungen und aktuelle XRechnung-Spezifikation. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.
UBL oder CII
Beide Syntaxen können XRechnung abbilden, Systeme unterstützen aber nicht immer beide. Für den Themenbereich XRechnung erstellen folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: Die vom Empfänger und Exportwerkzeug gemeinsam unterstützte Syntax wird gewählt. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen Testdatei, Importbestätigung und Syntaxkennung in der XML. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.
Leitweg-ID benötigt
Öffentlicher Auftraggeber stellt eine Leitweg-ID oder andere Routingkennung bereit. Für den Themenbereich XRechnung erstellen folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: Die Kennung wird exakt in das dafür vorgesehene Feld übernommen. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen Bestellung, Behördenkontakt und Validatorbericht. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.
Korrekturrechnung
Eine bereits übermittelte Rechnung muss sachlich oder steuerlich korrigiert werden. Für den Themenbereich XRechnung erstellen folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: Dokumenttyp und Referenz auf den Ursprungsbeleg werden strukturiert gepflegt. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen Ursprungsdatei, Korrekturgrund und eindeutige Belegverknüpfung. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.
XRechnung erstellen Schritt für Schritt umsetzen
- Empfängerprofil klärenFrage Portal, Formatversion, Syntax, Leitweg-ID und Bestellreferenz ab.
- Stammdaten prüfenVergleiche Verkäufer, Käufer, Anschrift und Steuerkennzeichen mit Auftrag und Registerdaten.
- Positionen modellierenErfasse Menge, Einheit, Preis, Zu- und Abschläge sowie Steuerkategorie je Position.
- Referenzen ergänzenOrdne Leitweg-ID, Bestellung, Vertrag, Projekt und Ansprechpartner den richtigen Business Terms zu.
- XML exportierenErzeuge UBL oder CII mit der freigegebenen XRechnung-Version.
- Mehrstufig validierenPrüfe Schema, EN 16931, XRechnung und gegebenenfalls Portalregeln.
- Übertragen und archivierenSende über Portal, E-Mail oder Peppol entsprechend der Vorgabe und sichere Rückmeldung.
Empfängerprofil klären
Frage Portal, Formatversion, Syntax, Leitweg-ID und Bestellreferenz ab. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald alle Pflichtreferenzen vor der Fakturierung vorliegen. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für XRechnung erstellen ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Fehlt eine Routingkennung, wird sie beim fachlichen Besteller angefordert. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.
Stammdaten prüfen
Vergleiche Verkäufer, Käufer, Anschrift und Steuerkennzeichen mit Auftrag und Registerdaten. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald jede Kennung dem richtigen Rechtsträger zugeordnet ist. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für XRechnung erstellen ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Abweichende Rechnungsempfänger werden nicht aus einer alten Vorlage übernommen. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.
Positionen modellieren
Erfasse Menge, Einheit, Preis, Zu- und Abschläge sowie Steuerkategorie je Position. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald Positionssummen und Steuergruppen rechnerisch aufgehen. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für XRechnung erstellen ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Pauschalen werden trotzdem mit einer verständlichen Leistungsbeschreibung versehen. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.
Referenzen ergänzen
Ordne Leitweg-ID, Bestellung, Vertrag, Projekt und Ansprechpartner den richtigen Business Terms zu. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald das Empfängersystem automatisch routen und zuordnen kann. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für XRechnung erstellen ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Freitext wird nur ergänzend und nicht als Ersatz für strukturierte Felder genutzt. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.
XML exportieren
Erzeuge UBL oder CII mit der freigegebenen XRechnung-Version. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald Syntaxkennung, Profilkennung und Zeichencodierung korrekt gesetzt sind. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für XRechnung erstellen ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Ein veralteter Exporter wird vor dem Serienlauf aktualisiert. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.
Mehrstufig validieren
Prüfe Schema, EN 16931, XRechnung und gegebenenfalls Portalregeln. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald kein Fehlerlevel die Verarbeitung blockiert und Warnungen bewertet sind. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für XRechnung erstellen ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Bei Regelkonflikten gilt die aktuelle Empfängerspezifikation. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.
Übertragen und archivieren
Sende über Portal, E-Mail oder Peppol entsprechend der Vorgabe und sichere Rückmeldung. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald XML, Bericht, Versand- und Empfangsnachweis gemeinsam auffindbar sind. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für XRechnung erstellen ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Eine hübsche PDF-Kopie ersetzt die strukturierte Originaldatei nicht. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.
<Invoice>
<cbc:CustomizationID>...XRechnung...</cbc:CustomizationID>
<cbc:ID>RE-2026-0042</cbc:ID>
<cbc:IssueDate>2026-07-31</cbc:IssueDate>
<cbc:BuyerReference>04011000-12345-34</cbc:BuyerReference>
<cac:AccountingSupplierParty>...</cac:AccountingSupplierParty>
<cac:InvoiceLine>...</cac:InvoiceLine>
</Invoice>Der Ausschnitt ist eine Feldorientierung, keine allein valide Rechnung. Namespaces, Summen, Parteien, Steuern und weitere Pflichtfelder müssen vollständig erzeugt werden.Praxisbeispiele für XRechnung erstellen
Beratung für eine Bundesbehörde
Der Auftrag nennt Leitweg-ID, Bestellnummer, CII und ein Bundesportal. Die verantwortliche Person entscheidet deshalb: Alle Referenzen werden strukturiert erfasst und die CII-Datei vor dem Upload validiert. Im Ergebnis nimmt das Portal die Rechnung technisch an und die Fachstelle kann sie automatisch zuordnen. Das Beispiel zeigt, dass XRechnung erstellen nicht durch eine einzelne Checkbox erledigt ist. Erst das Zusammenspiel aus Ausgangsdaten, dokumentierter Prüfung und kontrolliertem Ergebnis macht den Vorgang für Empfänger, Team und spätere Prüfungen nachvollziehbar.
Lieferung an eine Kommune
Die Kommune akzeptiert UBL per E-Mail, verlangt aber eine bestimmte Käuferreferenz. Die verantwortliche Person entscheidet deshalb: Der Lieferer verwendet UBL und trägt die Referenz im vorgesehenen Feld statt im Dateinamen ein. Im Ergebnis bleibt die Datei maschinenlesbar und erreicht trotz E-Mail-Versand den richtigen Vorgang. Das Beispiel zeigt, dass XRechnung erstellen nicht durch eine einzelne Checkbox erledigt ist. Erst das Zusammenspiel aus Ausgangsdaten, dokumentierter Prüfung und kontrolliertem Ergebnis macht den Vorgang für Empfänger, Team und spätere Prüfungen nachvollziehbar.
Fehlerhafte Steuersumme
Ein Rundungsunterschied lässt Dokument- und Steuergruppensumme voneinander abweichen. Die verantwortliche Person entscheidet deshalb: Die Berechnung wird an der Quelldatenlogik korrigiert und die XML neu erzeugt. Im Ergebnis besteht die neue Datei die Geschäftsregel; die alte Datei bleibt als verworfene Version dokumentiert. Das Beispiel zeigt, dass XRechnung erstellen nicht durch eine einzelne Checkbox erledigt ist. Erst das Zusammenspiel aus Ausgangsdaten, dokumentierter Prüfung und kontrolliertem Ergebnis macht den Vorgang für Empfänger, Team und spätere Prüfungen nachvollziehbar.
Typische Fehler bei XRechnung erstellen
PDF als XRechnung bezeichnen
Ein normales PDF besitzt keine strukturierten Business Terms und kann nicht automatisch verarbeitet werden. Die fachliche Korrektur lautet: Die Daten werden aus dem führenden System als echte XML ausgegeben. Als dauerhafte Kontrolle wird vor Versand die XML-Datei technisch erkannt und validiert. Dadurch wird der Fehler nicht nur in einem Einzelfall repariert. Der Ablauf rund um XRechnung erstellen erhält eine Regel, die denselben Fehler bei der nächsten Rechnung, Datei oder Bestandsbewegung früh sichtbar macht.
Leitweg-ID in den Betreff schreiben
Das Empfängerportal findet die Routingkennung nicht im erwarteten XML-Feld. Die fachliche Korrektur lautet: Die Kennung wird als Buyer Reference modelliert. Als dauerhafte Kontrolle wird ein Testimport mit der konkreten Behörde durchgeführt. Dadurch wird der Fehler nicht nur in einem Einzelfall repariert. Der Ablauf rund um XRechnung erstellen erhält eine Regel, die denselben Fehler bei der nächsten Rechnung, Datei oder Bestandsbewegung früh sichtbar macht.
Nur gegen ein XML-Schema testen
Eine wohlgeformte Datei kann trotzdem EN- oder XRechnung-Geschäftsregeln verletzen. Die fachliche Korrektur lautet: Mehrstufige Schematron- und Profilvalidierung wird eingesetzt. Als dauerhafte Kontrolle wird Validatorversion und Regelstand im Prüfbericht gespeichert. Dadurch wird der Fehler nicht nur in einem Einzelfall repariert. Der Ablauf rund um XRechnung erstellen erhält eine Regel, die denselben Fehler bei der nächsten Rechnung, Datei oder Bestandsbewegung früh sichtbar macht.
XML nach Export manuell ändern
Summen, Kennungen oder Signaturen können dadurch inkonsistent werden. Die fachliche Korrektur lautet: Korrekturen erfolgen in den Quelldaten mit anschließendem Neu-Export. Als dauerhafte Kontrolle wird Dateihash und Erzeugungsprotokoll am finalen Beleg festgehalten. Dadurch wird der Fehler nicht nur in einem Einzelfall repariert. Der Ablauf rund um XRechnung erstellen erhält eine Regel, die denselben Fehler bei der nächsten Rechnung, Datei oder Bestandsbewegung früh sichtbar macht.
Freigabe-Checkliste: XRechnung erstellen
- Rechtsträger und Empfängerrolle eindeutig
- Rechnungs- und Leistungsdatum plausibel
- Bestell-, Vertrags- und Projektreferenzen vorhanden
- Steuerkategorie, Satz und Befreiungsgrund konsistent
- Summen auf Positions-, Steuer- und Dokumentebene stimmig
- Format, Profil und Syntax vom Empfänger akzeptiert
- aktuelle Validierungsartefakte verwendet
- Originaldatei, Prüfbericht und Versandnachweis verbunden
Die Checkliste wird nicht erst am Ende eines Monats abgearbeitet. Sie gehört an den einzelnen Vorgang, solange Rückfragen noch ohne aufwendige Rekonstruktion beantwortet werden können. Pflichtfelder verhindern einfache Lücken; fachliche Ausnahmen brauchen zusätzlich eine kurze Begründung. So bleibt XRechnung erstellen auch dann kontrollierbar, wenn mehrere Personen Eingang, Prüfung, Freigabe und Versand übernehmen.
Ein Vier-Augen-Prinzip ist besonders bei neuen Geschäftsfällen, geänderten Stammdaten und rechtlich sensiblen Entscheidungen sinnvoll. Wiederkehrende Standardfälle können nach dokumentierter Freigabe stärker automatisiert werden. Die Automatisierung übernimmt jedoch nur die freigegebene Regel. Sie darf eine fehlende Information nicht still durch einen plausibel wirkenden Standardwert ersetzen.
Dokumentation, Verantwortlichkeit und regelmäßige Pflege
Für XRechnung erstellen werden Eingangsdaten, Entscheidung, Ergebnis und Nachweis als zusammenhängender Vorgang geführt. Eine reine Dateiablage zeigt zwar das Endprodukt, aber nicht zwingend den Entscheidungsweg. Deshalb erhält jede Ausnahme einen Owner, einen Status und einen nächsten Schritt. Änderungen werden ergänzt oder versioniert; sie werden nicht durch stilles Überschreiben unsichtbar gemacht.
Die zugrunde liegende Arbeitsanweisung nennt außerdem ein Prüfdatum. Rechtliche Schwellen, technische Standards, externe Portale und interne Produktfunktionen können sich ändern. Bei der turnusmäßigen Kontrolle werden Primärquelle, tatsächlicher Prozess und veröffentlichte Aussage miteinander verglichen. Ändert sich nur eine Zahl, wird derselbe Intent-Owner aktualisiert; eine neue Jahres-URL ist dafür nicht erforderlich.
Für die Formatentscheidung hilft ZUGFeRD vs. XRechnung. Nach dem Export folgt die E-Rechnungs-Validierung; bei Behörden erklärt der Leitfaden zur Leitweg-ID Routing und Aufbau.
XRechnung erstellen und die Produktgrenzen von Invoify
Invoify erzeugt Ausgangsrechnungen als PDF, XRechnung und ZUGFeRD. Strukturierte Exporte werden mit Mustang beziehungsweise den einschlägigen KoSIT-Regeln validiert. Die Belegbox kann manuell hochgeladene XRechnung-XML und ZUGFeRD-Dateien technisch prüfen und ausgewählte Kernwerte ohne OCR oder Sprachmodell auslesen. Ein überwachter Lieferanten-Eingang, eine Peppol-Zustellung, eine automatische fachliche Buchung und eine Zahlungsfreigabe eingehender E-Rechnungen sind dagegen nicht als Produktfunktion belegt.
Eine Funktion wird in diesem Leitfaden nur dann als Invoify-Funktion bezeichnet, wenn sie in der aktuellen Produktdokumentation belegt ist. Steuerliche Würdigung, rechtliche Einzelfallprüfung und externe Behördenverfahren bleiben bei den verantwortlichen Personen beziehungsweise deren Beratung. Diese Trennung verhindert, dass ein formal erzeugter Beleg mit einer fachlich freigegebenen Entscheidung verwechselt wird.
Offizielle Quellen und Prüfstand
Maßgeblich sind § 14 UStG, die BMF-FAQ zur E-Rechnung mit Stand März 2026 und das aktualisierte BMF-Schreiben zur obligatorischen E-Rechnung. Technische Referenzen liefern KoSIT/XStandards Einkauf, FeRD zu ZUGFeRD und die EU-Kommission zu EN 16931. Stand der Prüfung: 5. August 2026. Technische Regelstände und neue Format-Releases werden spätestens im Januar 2027 erneut geprüft.
XRechnung 2026: aktuelle Spezifikation und technisches Bundle unterscheiden
Auf der offiziellen Seite Versionen und Bundles der XRechnung stehen normative Fassung und technische Komponenten nebeneinander. Diese Trennung ist praktisch wichtig: Ein Validator, Schematron oder eine Codeliste kann innerhalb derselben XRechnung-Version aktualisiert werden. Im Prüfbericht werden deshalb nicht nur „XRechnung 3“ und ein grünes Ergebnis, sondern auch Bundle-Datum, Validatorversion und Syntax festgehalten.
| Prüfebene | Was festgelegt wird | Nachweis vor Versand |
|---|---|---|
| Normative Version | aktuell geltende XRechnung-CIUS | Empfängervorgabe und KoSIT-Versionsübersicht |
| Syntax | UBL oder UN/CEFACT CII | Exportkennung und Importfähigkeit des Empfängers |
| Technisches Bundle | Schematron, Codelisten, Validator und Testsuite | Releasebezeichnung und Datum im Prüfprotokoll |
| Empfängerprofil | zusätzliche Referenzen, Dateigröße und Anlagenregeln | Portalhilfe, Bestellung oder bilaterale Vereinbarung |
| Transport | E-Mail, Portal oder Peppol | Adresse, Portalquittung beziehungsweise Netzwerk-ID |
Eine Datei kann gegen ein älteres Regelpaket fehlerfrei sein und im aktuellen Zielsystem trotzdem abgelehnt werden. Vor einer Umstellung werden daher repräsentative Testbelege erneut geprüft: normale Rechnung, Gutschrift beziehungsweise Berichtigung, steuerbefreite Position, Zu- oder Abschlag, ausländische Anschrift und Anhang. Alte Validatorergebnisse werden nicht still auf eine neu erzeugte Datei übertragen.
Buyer Reference BT-10, Bestellnummer und Leitweg-ID richtig zuordnen
Die KoSIT-FAQ zur XRechnung weist ausdrücklich darauf hin, dass Rechnungssteller keine eigene Leitweg-ID benötigen und es keine bundesweite Datenbank aller Leitweg-IDs gibt. Die Empfängerkennung kommt aus Vergabe, Bestellung oder direkter Mitteilung. Sie wird nicht aus Behördenname, Anschrift oder einer Internetliste geraten.
| Feld beziehungsweise Kennung | Funktion | Beispiel für die Quelle | Häufiger Fehler |
|---|---|---|---|
| BT-10 Buyer Reference | interne Zuordnung beim Käufer | Leitweg-ID im B2G oder andere Käuferreferenz im B2B | Wert nur in Betreff oder PDF schreiben |
| BT-13 Purchase Order Reference | Bestellung des Käufers referenzieren | Bestellnummer aus dem Auftrag | eigene Auftragsnummer des Verkäufers einsetzen |
| BT-11 Project Reference | Projekt des Vorgangs kennzeichnen | Projektcode des Empfängers | Projekt und Bestellung miteinander verwechseln |
| BT-12 Contract Reference | Vertrag eindeutig zuordnen | Rahmen- oder Einzelvertragsnummer | eine allgemeine Kunden-ID verwenden |
| BT-49 Buyer Electronic Address | elektronische Empfängeradresse | vom Portal oder Netzwerk vorgegebene Kennung samt Scheme | Leitweg-ID und Peppol Participant ID pauschal gleichsetzen |
- Vor Auftrag: Rechnungsadresse, Käuferreferenz, Bestellung, elektronische Adresse und Kanal beim Empfänger abfragen.
- Vor Export: Rechtsträger, Positionen, Steuergruppen, Summen und Zahlungsinformationen aus den freigegebenen Quelldaten prüfen.
- Nach Export: XSD-, EN-16931- und XRechnung-Regeln mit dem vorgesehenen technischen Bundle ausführen.
- Vor Serienbetrieb: Datei im konkreten Portal oder Zielsystem testen; technische Validität allein beweist keine Zustellbarkeit.
- Nach Versand: XML, Validatorbericht, Dateihash und Annahme- oder Fehlermeldung demselben Beleg zuordnen.
Invoify kann XRechnung aus freigegebenen Ausgangsrechnungen erzeugen, notwendige Belegdaten vorab prüfen und die technisch unterstützte Ausgabe validieren. Das Produkt vergibt keine Leitweg-ID, betreibt kein Behördenportal und übernimmt keine Peppol-Zustellung. Welche Kennung und welcher Kanal verlangt werden, bleibt am konkreten Empfänger zu bestätigen. ${REVIEW}
Häufige Fragen
Kann ich eine XRechnung selbst erstellen?
Ja, mit einem geeigneten Generator oder Rechnungssystem. Die Quelldaten müssen vollständig sein und die erzeugte XML sollte gegen die aktuelle EN-16931- und XRechnung-Regelmenge validiert werden.
Ist eine XRechnung eine PDF-Datei?
Nein. Eine XRechnung ist eine strukturierte XML-Rechnung. Eine zusätzliche Visualisierung kann hilfreich sein, ist aber nicht das eigentliche Rechnungsformat.
Welche XRechnung-Version gilt 2026?
KoSIT führt XRechnung 3.0; das aktuelle Bundle 3.0.2 Winter 2025/26 trägt die Fassung vom 31. Januar 2026. Empfängeranforderungen und aktuelle Releases sind vor Versand zu prüfen.
Kann Invoify XRechnungen erzeugen?
Ja. Invoify unterstützt XRechnung-Export und technische Validierung. Portalzustellung und fachliche Freigabe bleiben separate Prozessschritte.
Braucht eine XRechnung im B2B eine Leitweg-ID?
Nein. Laut KoSIT ist die Leitweg-ID ein Identifikationsmerkmal für Rechnungen an Bund, Länder und Kommunen. Im B2B kann der Empfänger für BT-10 eine andere interne Käuferreferenz vorgeben. Das Feld und die konkrete Empfängeranforderung dürfen nicht mit einer frei erfundenen Leitweg-ID gefüllt werden.