E-Rechnung versenden: Kurzantwort und klare Abgrenzung
Der Versand umfasst Adressierung, Sicherheit, Dateiformat, Routing und Reaktion auf Rückmeldungen. Bei Behörden können Leitweg-ID und Portalregeln entscheidend sein; in Peppol steuern Participant ID und Service-Metadaten die Zustellung. Bei E-Mail müssen Originalanhang, Empfängeradresse und Nachweis belastbar bleiben. Ein Downloadlink ist nur geeignet, wenn der Empfänger ihn akzeptiert und dauerhaft auf die Rechnung zugreifen kann.
Rechnung per E-Mail senden behandelt allgemeinen Mailzugang und Datenschutz. Diese Seite fokussiert strukturierte E-Rechnungen und mehrere Transportwege. Die Erzeugung bleibt auf XRechnung erstellen und ZUGFeRD erstellen.
Entscheidungsmatrix für E-Rechnung versenden
| Situation | Prüffrage | Entscheidung | Nachweis |
|---|---|---|---|
| Empfänger akzeptiert das konkrete Format an einer bestätigten Rechnungsadresse. | Finale Datei wird unverändert als Anhang mit klarer Referenz gesendet. | Mail-Header, Anhanghash und Versandprotokoll. | |
| Portal | Auftraggeber schreibt Upload und zusätzliche Metadaten vor. | Portalprofil, Größenlimit und Pflichtfelder werden vor Frist getestet. | Uploadquittung, Status und herunterladbare Einreichungsdaten. |
| Peppol | Beide Parteien sind über Access Points und Teilnehmerkennungen erreichbar. | Routing und unterstützter Dokumenttyp werden im Test verifiziert. | Transportquittung, Participant ID und Message ID. |
| Fehlermeldung | Kanal lehnt Datei technisch oder fachlich ab. | Ursache wird klassifiziert, in Quelldaten korrigiert und kontrolliert neu gesendet. | Ablehnung, neue Version und Verknüpfung zum ersten Versuch. |
Empfänger akzeptiert das konkrete Format an einer bestätigten Rechnungsadresse. Für den Themenbereich E-Rechnung versenden folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: Finale Datei wird unverändert als Anhang mit klarer Referenz gesendet. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen Mail-Header, Anhanghash und Versandprotokoll. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.
Portal
Auftraggeber schreibt Upload und zusätzliche Metadaten vor. Für den Themenbereich E-Rechnung versenden folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: Portalprofil, Größenlimit und Pflichtfelder werden vor Frist getestet. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen Uploadquittung, Status und herunterladbare Einreichungsdaten. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.
Peppol
Beide Parteien sind über Access Points und Teilnehmerkennungen erreichbar. Für den Themenbereich E-Rechnung versenden folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: Routing und unterstützter Dokumenttyp werden im Test verifiziert. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen Transportquittung, Participant ID und Message ID. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.
Fehlermeldung
Kanal lehnt Datei technisch oder fachlich ab. Für den Themenbereich E-Rechnung versenden folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: Ursache wird klassifiziert, in Quelldaten korrigiert und kontrolliert neu gesendet. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen Ablehnung, neue Version und Verknüpfung zum ersten Versuch. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.
E-Rechnung versenden Schritt für Schritt umsetzen
- Anforderung erfassenDokumentiere Format, Version, Kanal, Adresse und Referenzen im Kundenstamm.
- Finale Datei bildenErzeuge die strukturierte Rechnung erst nach fachlicher Freigabe.
- ValidierenPrüfe Format-, Profil-, Empfänger- und Sicherheitsregeln.
- AdressierenSetze Mailadresse, Portalmandant oder Participant ID sowie Routingfelder.
- ÜbertragenÜbermittle die Datei innerhalb der vereinbarten Frist und mit dem für den Kanal freigegebenen Sicherheitsniveau.
- Rückmeldung auswertenTrenne Transportannahme, Profilvalidierung und fachliche Annahme.
- Nachweis archivierenVerbinde Datei, Hash, Bericht, Transport und Kommunikation.
Anforderung erfassen
Dokumentiere Format, Version, Kanal, Adresse und Referenzen im Kundenstamm. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald jede Rechnung mit dem richtigen Empfängerprofil startet. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für E-Rechnung versenden ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Neue Vorgaben werden vor dem nächsten Versand freigegeben. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.
Finale Datei bilden
Erzeuge die strukturierte Rechnung erst nach fachlicher Freigabe. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald Dateiinhalt und Belegstatus synchron sind. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für E-Rechnung versenden ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Nach der Validierung wird nicht manuell nachbearbeitet. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.
Validieren
Prüfe Format-, Profil-, Empfänger- und Sicherheitsregeln. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald genau der spätere Versandhash einen freigegebenen Bericht besitzt. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für E-Rechnung versenden ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Ein neuer Export erfordert eine neue Prüfung. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.
Adressieren
Setze Mailadresse, Portalmandant oder Participant ID sowie Routingfelder. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald die Rechnung den richtigen Rechtsträger und Workflow erreicht. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für E-Rechnung versenden ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Änderungen werden über bekannten Kontakt bestätigt. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.
Übertragen
Übermittle die Datei innerhalb der vereinbarten Frist und mit dem für den Kanal freigegebenen Sicherheitsniveau. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald ein technischer Sendenachweis vorliegt. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für E-Rechnung versenden ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Timeouts werden nicht als erfolgreiche Zustellung gewertet. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.
Rückmeldung auswerten
Trenne Transportannahme, Profilvalidierung und fachliche Annahme. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald Status und nächste Aktion eindeutig sind. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für E-Rechnung versenden ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Unklare Rückmeldungen erhalten einen Owner statt automatischer Wiederholung. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.
Nachweis archivieren
Verbinde Datei, Hash, Bericht, Transport und Kommunikation. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald die tatsächlich übermittelte Fassung später feststeht. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für E-Rechnung versenden ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Eine E-Mail-Kopie ohne Originalanhang genügt nicht als einziger Nachweis. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.
| Kanal | Stärke | Vorher klären |
|---|---|---|
| einfach und verbreitet | Adresse, zulässige Anhänge, Größenlimit, Verschlüsselung | |
| Portal | direkte Empfängerregeln und Status | Zugang, Leitweg-ID, Pflichtfelder, Vertretung |
| Peppol | standardisiertes Routing und Transportnachweise | Participant ID, Dokumenttyp, Access Point |
| Downloadlink | große Dateien ohne Mailanhang | Akzeptanz, Authentisierung, Verfügbarkeit und Zugangsnachweis |
Praxisbeispiele für E-Rechnung versenden
XRechnung über Bundesportal
Eine Behörde verlangt Portal-Upload, CII und Leitweg-ID. Die verantwortliche Person entscheidet deshalb: Das Team testet Zugang, erzeugt die finale CII und speichert die Uploadquittung. Im Ergebnis sind Datei, Routing und Einreichungsfrist gemeinsam nachgewiesen. Das Beispiel zeigt, dass E-Rechnung versenden nicht durch eine einzelne Checkbox erledigt ist. Erst das Zusammenspiel aus Ausgangsdaten, dokumentierter Prüfung und kontrolliertem Ergebnis macht den Vorgang für Empfänger, Team und spätere Prüfungen nachvollziehbar.
ZUGFeRD per E-Mail
Ein Geschäftskunde akzeptiert ZUGFeRD an einer zentralen Rechnungsadresse. Die verantwortliche Person entscheidet deshalb: Die PDF/A-3-Datei wird ohne zusätzliche widersprüchliche PDF-Kopie angehängt. Im Ergebnis kann der Kunde Sicht und XML aus demselben Dokument verarbeiten. Das Beispiel zeigt, dass E-Rechnung versenden nicht durch eine einzelne Checkbox erledigt ist. Erst das Zusammenspiel aus Ausgangsdaten, dokumentierter Prüfung und kontrolliertem Ergebnis macht den Vorgang für Empfänger, Team und spätere Prüfungen nachvollziehbar.
Peppol-Ablehnung
Der Access Point meldet eine nicht unterstützte Participant ID. Die verantwortliche Person entscheidet deshalb: Stammdaten und Directory-Eintrag werden geprüft, bevor erneut gesendet wird. Im Ergebnis verhindert der Prozess endlose Wiederholungen an eine falsche Kennung. Das Beispiel zeigt, dass E-Rechnung versenden nicht durch eine einzelne Checkbox erledigt ist. Erst das Zusammenspiel aus Ausgangsdaten, dokumentierter Prüfung und kontrolliertem Ergebnis macht den Vorgang für Empfänger, Team und spätere Prüfungen nachvollziehbar.
Typische Fehler bei E-Rechnung versenden
XML zippen
Empfänger oder Portal akzeptiert nur die direkte strukturierte Datei. Die fachliche Korrektur lautet: Dateiform und Kompression werden vorab abgestimmt. Als dauerhafte Kontrolle wird Testversand die tatsächliche Annahme bestätigt. Dadurch wird der Fehler nicht nur in einem Einzelfall repariert. Der Ablauf rund um E-Rechnung versenden erhält eine Regel, die denselben Fehler bei der nächsten Rechnung, Datei oder Bestandsbewegung früh sichtbar macht.
Zusätzliche PDF mit anderem Stand
Empfänger erhält zwei widersprüchliche Rechnungsdarstellungen. Die fachliche Korrektur lautet: Nur die vereinbarte konsistente Datei wird versendet. Als dauerhafte Kontrolle wird Hash und Belegversion vor Versand verglichen. Dadurch wird der Fehler nicht nur in einem Einzelfall repariert. Der Ablauf rund um E-Rechnung versenden erhält eine Regel, die denselben Fehler bei der nächsten Rechnung, Datei oder Bestandsbewegung früh sichtbar macht.
Versendet mit angenommen verwechseln
Ein Mailserver- oder Netzwerkstatus beweist keine fachliche Verarbeitung. Die fachliche Korrektur lautet: Transport-, Format- und Fachstatus werden getrennt geführt. Als dauerhafte Kontrolle wird offene Ablehnungen in einer Queue überwacht. Dadurch wird der Fehler nicht nur in einem Einzelfall repariert. Der Ablauf rund um E-Rechnung versenden erhält eine Regel, die denselben Fehler bei der nächsten Rechnung, Datei oder Bestandsbewegung früh sichtbar macht.
Portalzugang an Einzelperson binden
Urlaub oder Austritt gefährdet Fristen und Nachweise. Die fachliche Korrektur lautet: Vertretung und Rollenaccount werden eingerichtet. Als dauerhafte Kontrolle wird Zugänge regelmäßig rezertifiziert. Dadurch wird der Fehler nicht nur in einem Einzelfall repariert. Der Ablauf rund um E-Rechnung versenden erhält eine Regel, die denselben Fehler bei der nächsten Rechnung, Datei oder Bestandsbewegung früh sichtbar macht.
Freigabe-Checkliste: E-Rechnung versenden
- Rechtsträger und Empfängerrolle eindeutig
- Rechnungs- und Leistungsdatum plausibel
- Bestell-, Vertrags- und Projektreferenzen vorhanden
- Steuerkategorie, Satz und Befreiungsgrund konsistent
- Summen auf Positions-, Steuer- und Dokumentebene stimmig
- Format, Profil und Syntax vom Empfänger akzeptiert
- aktuelle Validierungsartefakte verwendet
- Originaldatei, Prüfbericht und Versandnachweis verbunden
Die Checkliste wird nicht erst am Ende eines Monats abgearbeitet. Sie gehört an den einzelnen Vorgang, solange Rückfragen noch ohne aufwendige Rekonstruktion beantwortet werden können. Pflichtfelder verhindern einfache Lücken; fachliche Ausnahmen brauchen zusätzlich eine kurze Begründung. So bleibt E-Rechnung versenden auch dann kontrollierbar, wenn mehrere Personen Eingang, Prüfung, Freigabe und Versand übernehmen.
Ein Vier-Augen-Prinzip ist besonders bei neuen Geschäftsfällen, geänderten Stammdaten und rechtlich sensiblen Entscheidungen sinnvoll. Wiederkehrende Standardfälle können nach dokumentierter Freigabe stärker automatisiert werden. Die Automatisierung übernimmt jedoch nur die freigegebene Regel. Sie darf eine fehlende Information nicht still durch einen plausibel wirkenden Standardwert ersetzen.
Dokumentation, Verantwortlichkeit und regelmäßige Pflege
Für E-Rechnung versenden werden Eingangsdaten, Entscheidung, Ergebnis und Nachweis als zusammenhängender Vorgang geführt. Eine reine Dateiablage zeigt zwar das Endprodukt, aber nicht zwingend den Entscheidungsweg. Deshalb erhält jede Ausnahme einen Owner, einen Status und einen nächsten Schritt. Änderungen werden ergänzt oder versioniert; sie werden nicht durch stilles Überschreiben unsichtbar gemacht.
Die zugrunde liegende Arbeitsanweisung nennt außerdem ein Prüfdatum. Rechtliche Schwellen, technische Standards, externe Portale und interne Produktfunktionen können sich ändern. Bei der turnusmäßigen Kontrolle werden Primärquelle, tatsächlicher Prozess und veröffentlichte Aussage miteinander verglichen. Ändert sich nur eine Zahl, wird derselbe Intent-Owner aktualisiert; eine neue Jahres-URL ist dafür nicht erforderlich.
Vor dem Versand steht E-Rechnung validieren. Formatfragen löst E-Rechnungsformate; der Empfängerprozess beginnt auf E-Rechnung empfangen.
E-Rechnung versenden und die Produktgrenzen von Invoify
Invoify erzeugt Ausgangsrechnungen als PDF, XRechnung und ZUGFeRD. Strukturierte Exporte werden mit Mustang beziehungsweise den einschlägigen KoSIT-Regeln validiert. Die Belegbox kann manuell hochgeladene XRechnung-XML und ZUGFeRD-Dateien technisch prüfen und ausgewählte Kernwerte ohne OCR oder Sprachmodell auslesen. Ein überwachter Lieferanten-Eingang, eine Peppol-Zustellung, eine automatische fachliche Buchung und eine Zahlungsfreigabe eingehender E-Rechnungen sind dagegen nicht als Produktfunktion belegt.
Eine Funktion wird in diesem Leitfaden nur dann als Invoify-Funktion bezeichnet, wenn sie in der aktuellen Produktdokumentation belegt ist. Steuerliche Würdigung, rechtliche Einzelfallprüfung und externe Behördenverfahren bleiben bei den verantwortlichen Personen beziehungsweise deren Beratung. Diese Trennung verhindert, dass ein formal erzeugter Beleg mit einer fachlich freigegebenen Entscheidung verwechselt wird.
Offizielle Quellen und Prüfstand
Maßgeblich sind § 14 UStG, die BMF-FAQ zur E-Rechnung mit Stand März 2026 und das aktualisierte BMF-Schreiben zur obligatorischen E-Rechnung. Technische Referenzen liefern KoSIT/XStandards Einkauf, FeRD zu ZUGFeRD und die EU-Kommission zu EN 16931. Stand der Prüfung: 5. August 2026. Technische Regelstände und neue Format-Releases werden spätestens im Januar 2027 erneut geprüft.
EDI als eigenen Partnerprozess einordnen
E-Mail, Portal, Peppol und EDI können unterschiedliche Zustellprozesse sein. Bei EDI kommen Partnervereinbarung, Mapping, Codes und fachliche Statusmeldungen hinzu; der Übertragungserfolg beweist nicht automatisch E-Rechnungskonformität.
| Vertiefung | Wann dorthin wechseln |
|---|---|
| EDI-Rechnung Schritt für Schritt | für EDIFACT, Mappingversion, Testfälle, Transportbestätigung und die Abgrenzung zur E-Rechnung |
E-Rechnung versenden 2026: Es gibt keinen universellen Pflichtkanal
Die BMF-FAQ zur E-Rechnung, Stand März 2026 nennt unter anderem E-Mail, elektronische Schnittstellen, zentralen Speicherabruf und Portale als mögliche Übermittlungswege. Daraus folgt kein Recht, jede zulässige Datei über jeden beliebigen Kanal zuzustellen. Ein öffentlicher Auftraggeber kann im Auftrag ein Portal und eine Leitweg-ID vorgeben; ein Geschäftskunde kann ein zentrales Postfach oder einen getesteten Netzwerkweg verlangen.
| Ausgangslage | Vorher verbindlich klären | Geeigneter Versandweg | Belastbarer Nachweis |
|---|---|---|---|
| B2B-Kunde akzeptiert ZUGFeRD | Rechnungsadresse, Profil, Größenlimit und Sicherheitsniveau | vereinbarte E-Mail mit einem konsistenten Hybridbeleg | Mail-Header, finaler Anhang und Dateihash |
| Behördenauftrag verlangt XRechnung | Vergabeunterlagen, Syntax, Leitweg-ID, Portal und Frist | das ausdrücklich genannte Portal oder Netzwerk | Uploadquittung, Einreichungs-ID und Statusverlauf |
| Peppol-Teilnehmer | Participant ID, Prozessprofil, Syntax und empfangende Capability | eigener beziehungsweise beauftragter Access Point | Message ID, Transportstatus und konkrete Dokumentreferenz |
| Empfängerwunsch ist unklar | Rechtsträger und freigegebenen Rechnungseingang über bekannten Kontakt | noch nicht senden | dokumentierte Empfängerbestätigung |
Im Peppol-Vier-Ecken-Modell senden und empfangen Unternehmen über Access Points. Die offizielle Peppol-Einführung beschreibt SML und SMP als Bestandteile der Ermittlung, wo ein Teilnehmer erreichbar ist und welche Dokumente beziehungsweise Prozesse er unterstützt. Diese Capability-Prüfung gehört vor den Versand; eine syntaktisch korrekte Participant ID beweist allein noch keine Unterstützung des gewünschten Rechnungsprofils.
Von „erzeugt“ bis „fachlich angenommen“: fünf Status nicht vermischen
Ein einziges Feld „versendet“ ist für Fehleranalyse und Nachweis zu grob. Ein praktikables Statusmodell trennt Dokument, Transport, technische Annahme und Geschäftsentscheidung. So wird sichtbar, ob neu übertragen, fachlich geklärt oder lediglich auf eine Rückmeldung gewartet werden muss.
| Status | Belegt | Belegt ausdrücklich nicht | Gespeicherte Referenz |
|---|---|---|---|
| Final erzeugt und validiert | konkrete Dateifassung bestand die vorgesehenen Regeln | Übertragung oder Empfang | Hash, Profil, Validator und Bericht |
| Zum Transport übergeben | Mailserver, Portalclient oder Access Point erhielt den Sendeauftrag | Zustellung an den richtigen Empfänger | Zeitpunkt, Ziel und lokale Message-ID |
| Transport angenommen | Zielsystem oder nächster Netzwerkknoten nahm die Nachricht technisch an | Profilkonformität oder fachliche Anerkennung | Quittung und Netzwerk-Message-ID |
| Dokument akzeptiert | Empfängerprozess akzeptierte Format, Profil und Routing | Bestellung, Leistung oder Zahlungsfreigabe | Portalstatus oder strukturierte Rückmeldung |
| Geschäftlich verarbeitet | Rechnung wurde zugeordnet oder fachlich bestätigt | automatisch bereits erfolgte Zahlung | Empfängerkommunikation und Vorgangsstatus |
Was Invoify beim E-Rechnungsversand tatsächlich übernimmt
Invoify erzeugt und validiert eigene Ausgangsrechnungen als ZUGFeRD oder XRechnung und hält die erzeugte Datei sowie den technischen Bericht am Beleg fest. Beim normalen E-Mail-Versand hängt Invoify eine PDF-Datei an: Liegt eine eingefrorene ZUGFeRD-PDF vor, wird diese gegenüber dem normalen Rechnungs-PDF bevorzugt. Eine erzeugte XRechnung steht als XML-Download bereit, wird über diesen E-Mail-Weg aber nicht automatisch als XML-Anhang zugestellt.
Ein Peppol-Access-Point, automatischer Portal-Upload und der Import externer Transport-, Profil- oder Business-Status sind nicht als aktuelle Produktfunktionen belegt. Wer XRechnung über Portal oder Peppol versendet, lädt die validierte Datei samt Bericht aus Invoify herunter, übergibt sie kontrolliert an den vereinbarten Dienst und dokumentiert dessen Quittung am eigenen Vorgang. Damit bleibt die Grenze zwischen Rechnungserzeugung und externer Zustellung nachvollziehbar. ${REVIEW}
Häufige Fragen
Darf eine E-Rechnung per E-Mail versendet werden?
Ja, sofern kein anderer Kanal vorgeschrieben oder vereinbart ist und der Empfänger Format sowie Adresse akzeptiert. Sicherheits- und Nachweisanforderungen bleiben zu beachten.
Muss ich XRechnungen über Peppol senden?
Nicht generell. Behörden oder Geschäftspartner können Portal, E-Mail oder Peppol vorgeben. Der konkrete Auftrag und die Empfängeranforderung entscheiden.
Was belegt den Versand?
Je nach Kanal Mail-Header und Anhang, Portalquittung oder Netzwerk-Transportnachricht. Der Nachweis sollte die konkrete Datei über Hash oder Message ID identifizieren.
Versendet Invoify automatisch über Peppol?
Ein eigener Peppol-Zustelldienst ist nicht als aktuelle Invoify-Funktion belegt. Strukturierte Exporte können erzeugt und anschließend über den vereinbarten Kanal übertragen werden.
Ist eine Transportquittung schon die Annahme der E-Rechnung?
Nein. Sie kann belegen, dass ein Netzwerk oder Portal die Nachricht technisch übernommen hat. Ob Profil und Inhalt akzeptiert, der Geschäftsvorgang zugeordnet und die Rechnung fachlich freigegeben wurden, sind weitere getrennte Zustände.