Peppol: Kurzantwort und klare Abgrenzung
OpenPeppol stellt Spezifikationen, Governance und Vertrauensregeln bereit; die eigentliche Verbindung liefern akkreditierte Service Provider. Endnutzer müssen nicht selbst einen Access Point betreiben. Sie wählen typischerweise einen Dienstleister oder eine Software, die einen solchen Dienst integriert. Der Vorteil des Modells liegt darin, dass nicht jede Sender-Empfänger-Kombination eine eigene direkte Schnittstelle entwickeln muss.
E-Rechnungsformate besitzt die Übersicht zu strukturierten Dateiformaten. ZUGFeRD oder XRechnung entscheidet zwischen den in Deutschland verbreiteten Ausgaben. Dieser Beitrag verantwortet Netzwerk, Teilnehmeradressierung, Access Point und Transport. Invoify besitzt aktuell keinen eigenen Peppol-Sende- oder Empfangskanal.
Entscheidungsmatrix für Peppol
| Situation | Prüffrage | Entscheidung | Nachweis |
|---|---|---|---|
| Empfänger verlangt Peppol | Auftraggeber nennt Peppol-Teilnehmerkennung, Dokumentprofil oder einen verbindlichen Netzwerkkanal. | Vor dem ersten Versand werden Teilnehmer-ID, unterstützter Dokumenttyp und der eigene Access-Point-Anbieter bestätigt. | Auftraggebervorgabe, Participant ID, Profil, Anbietervereinbarung und erfolgreicher Test. |
| Empfänger verlangt nur XRechnung-Datei | Eine Behörde oder ein Unternehmen nennt ein Portal oder einen anderen Einbringungsweg statt Peppol. | Dateiformat und Übertragungsweg werden getrennt geprüft; Peppol wird nicht allein aus dem Wort XRechnung abgeleitet. | Formatvorgabe, Käuferreferenz, Portal-/Kanalhinweis und Eingangsbestätigung. |
| Software erzeugt XML ohne Netzwerk | Das Rechnungsprogramm exportiert ein strukturiertes Dokument, nennt aber keinen Access Point oder Peppol-Versand. | Die Datei wird als Format-Ausgabe bewertet; für Peppol ist zusätzlich ein zertifizierter Dienst nötig. | Exportdatei, Validierungsbericht, Funktionsbeschreibung und gewählter Übertragungsweg. |
| Mehrere Länder oder Empfänger | Das Unternehmen sendet regelmäßig standardisierte Dokumente an verschiedene Peppol-Teilnehmer. | Provider-Abdeckung, Profile, Identifikatoren, Monitoring, Rückmeldungen und Exportmöglichkeiten werden in einem Pilot geprüft. | Testfälle je Land/Empfänger, Zustellstatus, Fehlerprotokoll, Vertrag und Exit-Export. |
Empfänger verlangt Peppol
Auftraggeber nennt Peppol-Teilnehmerkennung, Dokumentprofil oder einen verbindlichen Netzwerkkanal. Für den Themenbereich Peppol folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: Vor dem ersten Versand werden Teilnehmer-ID, unterstützter Dokumenttyp und der eigene Access-Point-Anbieter bestätigt. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen Auftraggebervorgabe, Participant ID, Profil, Anbietervereinbarung und erfolgreicher Test. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.
Empfänger verlangt nur XRechnung-Datei
Eine Behörde oder ein Unternehmen nennt ein Portal oder einen anderen Einbringungsweg statt Peppol. Für den Themenbereich Peppol folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: Dateiformat und Übertragungsweg werden getrennt geprüft; Peppol wird nicht allein aus dem Wort XRechnung abgeleitet. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen Formatvorgabe, Käuferreferenz, Portal-/Kanalhinweis und Eingangsbestätigung. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.
Software erzeugt XML ohne Netzwerk
Das Rechnungsprogramm exportiert ein strukturiertes Dokument, nennt aber keinen Access Point oder Peppol-Versand. Für den Themenbereich Peppol folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: Die Datei wird als Format-Ausgabe bewertet; für Peppol ist zusätzlich ein zertifizierter Dienst nötig. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen Exportdatei, Validierungsbericht, Funktionsbeschreibung und gewählter Übertragungsweg. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.
Mehrere Länder oder Empfänger
Das Unternehmen sendet regelmäßig standardisierte Dokumente an verschiedene Peppol-Teilnehmer. Für den Themenbereich Peppol folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: Provider-Abdeckung, Profile, Identifikatoren, Monitoring, Rückmeldungen und Exportmöglichkeiten werden in einem Pilot geprüft. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen Testfälle je Land/Empfänger, Zustellstatus, Fehlerprotokoll, Vertrag und Exit-Export. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.
Peppol Schritt für Schritt umsetzen
- Empfängeranforderung klärenFrage nach Teilnehmerkennung, Dokumenttyp, Profil, Käuferreferenz und gewünschtem Starttermin.
- Access-Point-Dienst wählenPrüfe einen zertifizierten Service Provider oder eine Software mit nachweisbarer Peppol-Anbindung.
- Teilnehmer registrierenStimme die eigene Participant ID, Identifikatorsysteme und Empfangsfähigkeiten mit dem Provider ab.
- Dokumentprofil abbildenOrdne Rechnungsdaten dem geforderten Peppol-BIS-Profil und den jeweiligen Geschäftsregeln zu.
- Vor Versand validierenPrüfe Schema, Profilregeln, Summen, Steuerkategorien, Referenzen und Adressen.
- Routing ermitteln lassenDer sendende Access Point nutzt Adress- und Fähigkeitsdienste, um zuständigen Empfängerdienst und akzeptierte Dokumente zu finden.
- Dokument übertragenSende über den Provider und speichere technische Referenz, Zeit, Dokumenthash und Status.
- Rückmeldung überwachenVerarbeite technische Fehler, Ablehnung oder fachliche Rückfrage und halte Korrekturbeleg beziehungsweise Neuversand getrennt.
Empfängeranforderung klären
Frage nach Teilnehmerkennung, Dokumenttyp, Profil, Käuferreferenz und gewünschtem Starttermin. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald nicht nur „E-Rechnung“ als unbestimmte Anforderung übrig bleibt. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Peppol ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Fehlt die Peppol-ID, wird sie beim Empfänger beziehungsweise dessen Dienst geklärt und nicht geraten. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.
Access-Point-Dienst wählen
Prüfe einen zertifizierten Service Provider oder eine Software mit nachweisbarer Peppol-Anbindung. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald Vertragspartei, Leistungsumfang, Länderabdeckung und Support eindeutig sind. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Peppol ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Eine beliebige AS4- oder XML-Funktion wird nicht ohne Zertifizierungsnachweis als Peppol-Dienst behandelt. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.
Teilnehmer registrieren
Stimme die eigene Participant ID, Identifikatorsysteme und Empfangsfähigkeiten mit dem Provider ab. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald die Organisation im vorgesehenen Adress- und Capability-Lookup erreichbar ist. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Peppol ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Mehrere Rechtsträger oder Kennungen werden nicht still unter einer ID vermischt. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.
Dokumentprofil abbilden
Ordne Rechnungsdaten dem geforderten Peppol-BIS-Profil und den jeweiligen Geschäftsregeln zu. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald Semantik, Codelisten und Pflichtfelder zum Empfängerfall passen. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Peppol ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Ein syntaktisch korrektes UBL-Dokument kann fachlich trotzdem unvollständig sein und bleibt dann blockiert. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.
Vor Versand validieren
Prüfe Schema, Profilregeln, Summen, Steuerkategorien, Referenzen und Adressen. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald bekannte Fehler vor der Netzwerkübertragung sichtbar sind. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Peppol ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Validatorwarnungen werden nach definierter Regel bewertet und nicht pauschal ignoriert. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.
Routing ermitteln lassen
Der sendende Access Point nutzt Adress- und Fähigkeitsdienste, um zuständigen Empfängerdienst und akzeptierte Dokumente zu finden. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald nicht mit manuell gepflegten Direktverbindungen gearbeitet wird. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Peppol ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Kein Treffer führt in Klärung; eine ähnlich klingende Organisation wird nicht als Ersatz gewählt. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.
Dokument übertragen
Sende über den Provider und speichere technische Referenz, Zeit, Dokumenthash und Status. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald Datei und Transportereignis eindeutig verbunden sind. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Peppol ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Ein erfolgreicher Upload zum eigenen Dienst ist erst nach dessen Zustellstatus als Netzwerkergebnis zu behandeln. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.
Rückmeldung überwachen
Verarbeite technische Fehler, Ablehnung oder fachliche Rückfrage und halte Korrekturbeleg beziehungsweise Neuversand getrennt. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald jeder Vorgang einen abschließenden, belegten Status besitzt. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Peppol ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Ein fehlgeschlagener Versand wird nicht durch eine neue Datei ohne Bezug unsichtbar gemacht. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.
Datei, Netzwerk und Fachprozess auseinanderhalten
Die folgenden Ebenen werden häufig vermischt. Für eine belastbare Ausschreibung oder Toolauswahl sollte jede Ebene eine eigene Ja-/Nein-Antwort und einen Nachweis bekommen.
| Ebene | Kernfrage | Geeigneter Nachweis |
|---|---|---|
| Rechnungsdaten | Sind Empfänger, Positionen, Steuer, Summen und Referenzen fachlich richtig? | freigegebener Beleg und fachliche Prüfung |
| Dokumentformat | Entspricht die Datei dem verlangten Syntax- und Geschäftsprofil? | Validatorbericht und unveränderte Originaldatei |
| Peppol-Adressierung | Sind Participant ID und Empfangsfähigkeit auffindbar? | Provider-/Directory-Prüfung und Lookup-Ergebnis |
| Netzwerktransport | Wurde über zertifizierte Access Points übertragen? | Transportreferenz, Zeitstempel und Status |
| Empfängerprozess | Wurde das Dokument fachlich angenommen oder beanstandet? | Eingangs- oder Verarbeitungsrückmeldung |
Praxisbeispiele für Peppol
XRechnung über Behördenportal
Ein Lieferant erzeugt eine XRechnung und lädt sie im vorgeschriebenen Portal hoch. Die verantwortliche Person entscheidet deshalb: Der Vorgang wird als strukturierte E-Rechnung über einen Portalweg dokumentiert, nicht automatisch als Peppol. Im Ergebnis bleiben Dateiformat und Transportkanal korrekt benannt. Das Beispiel zeigt, dass Peppol nicht durch eine einzelne Checkbox erledigt ist. Erst das Zusammenspiel aus Ausgangsdaten, dokumentierter Prüfung und kontrolliertem Ergebnis macht den Vorgang für Empfänger, Team und spätere Prüfungen nachvollziehbar.
Peppol über integrierten Provider
Die eingesetzte Software übergibt eine BIS-konforme Rechnung an einen zertifizierten Access-Point-Dienst und zeigt dessen Status. Die verantwortliche Person entscheidet deshalb: Participant ID, Profil, Validierung und Transportreferenz werden gemeinsam archiviert. Im Ergebnis ist die Behauptung „über Peppol gesendet“ technisch belegbar. Das Beispiel zeigt, dass Peppol nicht durch eine einzelne Checkbox erledigt ist. Erst das Zusammenspiel aus Ausgangsdaten, dokumentierter Prüfung und kontrolliertem Ergebnis macht den Vorgang für Empfänger, Team und spätere Prüfungen nachvollziehbar.
Empfänger nicht im öffentlichen Directory
Eine Suche liefert keinen Treffer, der Geschäftspartner bestätigt aber eine aktive Peppol-Anbindung. Die verantwortliche Person entscheidet deshalb: Der Provider prüft die adressierbare Capability direkt; der öffentliche Directory-Treffer wird nicht als alleinige Wahrheit behandelt. Im Ergebnis wird berücksichtigt, dass die Veröffentlichung im Directory nicht für jeden Empfänger vollständig sein muss. Das Beispiel zeigt, dass Peppol nicht durch eine einzelne Checkbox erledigt ist. Erst das Zusammenspiel aus Ausgangsdaten, dokumentierter Prüfung und kontrolliertem Ergebnis macht den Vorgang für Empfänger, Team und spätere Prüfungen nachvollziehbar.
Typische Fehler bei Peppol
Peppol als Dateiformat bezeichnen
Teams suchen nach einer „Peppol-PDF“ und übersehen Profil und Transport. Die fachliche Korrektur lautet: Netzwerk, Profil und konkrete Syntax getrennt benennen. Als dauerhafte Kontrolle wird Anforderungen drei getrennte Felder besitzen. Dadurch wird der Fehler nicht nur in einem Einzelfall repariert. Der Ablauf rund um Peppol erhält eine Regel, die denselben Fehler bei der nächsten Rechnung, Datei oder Bestandsbewegung früh sichtbar macht.
XML-Export mit Peppol-Versand gleichsetzen
Es fehlt der zertifizierte Transport und ein belegter Zustellstatus. Die fachliche Korrektur lautet: Access Point und Transportreferenz ausdrücklich nachweisen. Als dauerhafte Kontrolle wird Marketing- und Produkttexte denselben Funktionscheck verwenden. Dadurch wird der Fehler nicht nur in einem Einzelfall repariert. Der Ablauf rund um Peppol erhält eine Regel, die denselben Fehler bei der nächsten Rechnung, Datei oder Bestandsbewegung früh sichtbar macht.
Teilnehmer-ID raten
Das Dokument kann bei falscher Organisation oder falschem Identifikatorsystem landen beziehungsweise scheitern. Die fachliche Korrektur lautet: Kennung direkt vom Empfänger oder über den Provider bestätigen. Als dauerhafte Kontrolle wird der erste Versand als kontrollierter Pilot behandelt wird. Dadurch wird der Fehler nicht nur in einem Einzelfall repariert. Der Ablauf rund um Peppol erhält eine Regel, die denselben Fehler bei der nächsten Rechnung, Datei oder Bestandsbewegung früh sichtbar macht.
Nur Syntax validieren
Falsche Steuer, Beträge oder Referenzen können trotz gültiger XML-Struktur bestehen bleiben. Die fachliche Korrektur lautet: Technische und fachliche Prüfung als getrennte Gates führen. Als dauerhafte Kontrolle wird beide Freigaben am selben Vorgang sichtbar sind. Dadurch wird der Fehler nicht nur in einem Einzelfall repariert. Der Ablauf rund um Peppol erhält eine Regel, die denselben Fehler bei der nächsten Rechnung, Datei oder Bestandsbewegung früh sichtbar macht.
Directory als vollständiges Register behandeln
Ein fehlender öffentlicher Treffer wird fälschlich mit fehlender Peppol-Fähigkeit gleichgesetzt. Die fachliche Korrektur lautet: Provider-Lookup und Empfängerbestätigung nutzen. Als dauerhafte Kontrolle wird die Einschränkung des öffentlichen Verzeichnisses dokumentiert ist. Dadurch wird der Fehler nicht nur in einem Einzelfall repariert. Der Ablauf rund um Peppol erhält eine Regel, die denselben Fehler bei der nächsten Rechnung, Datei oder Bestandsbewegung früh sichtbar macht.
Freigabe-Checkliste: Peppol
- Peppol-Anforderung des Empfängers belegt
- Participant ID und Identifikatorsystem bestätigt
- zertifizierter Access-Point-Dienst geprüft
- Dokumenttyp und BIS-Profil festgelegt
- Käuferreferenzen vollständig
- technische Validierung erfolgreich
- fachliche Rechnungsprüfung abgeschlossen
- Routing- und Capability-Lookup erfolgreich
- Transportreferenz und Zeitstempel gespeichert
- Originaldatei unverändert gesichert
- Fehler- und Neuversandprozess definiert
- Empfangs- oder Verarbeitungsstatus überwacht
Die Checkliste wird nicht erst am Ende eines Monats abgearbeitet. Sie gehört an den einzelnen Vorgang, solange Rückfragen noch ohne aufwendige Rekonstruktion beantwortet werden können. Pflichtfelder verhindern einfache Lücken; fachliche Ausnahmen brauchen zusätzlich eine kurze Begründung. So bleibt Peppol auch dann kontrollierbar, wenn mehrere Personen Eingang, Prüfung, Freigabe und Versand übernehmen.
Ein Vier-Augen-Prinzip ist besonders bei neuen Geschäftsfällen, geänderten Stammdaten und rechtlich sensiblen Entscheidungen sinnvoll. Wiederkehrende Standardfälle können nach dokumentierter Freigabe stärker automatisiert werden. Die Automatisierung übernimmt jedoch nur die freigegebene Regel. Sie darf eine fehlende Information nicht still durch einen plausibel wirkenden Standardwert ersetzen.
Dokumentation, Verantwortlichkeit und regelmäßige Pflege
Für Peppol werden Eingangsdaten, Entscheidung, Ergebnis und Nachweis als zusammenhängender Vorgang geführt. Eine reine Dateiablage zeigt zwar das Endprodukt, aber nicht zwingend den Entscheidungsweg. Deshalb erhält jede Ausnahme einen Owner, einen Status und einen nächsten Schritt. Änderungen werden ergänzt oder versioniert; sie werden nicht durch stilles Überschreiben unsichtbar gemacht.
Die zugrunde liegende Arbeitsanweisung nennt außerdem ein Prüfdatum. Rechtliche Schwellen, technische Standards, externe Portale und interne Produktfunktionen können sich ändern. Bei der turnusmäßigen Kontrolle werden Primärquelle, tatsächlicher Prozess und veröffentlichte Aussage miteinander verglichen. Ändert sich nur eine Zahl, wird derselbe Intent-Owner aktualisiert; eine neue Jahres-URL ist dafür nicht erforderlich.
Dateiformate vergleicht E-Rechnungsformate. Für Deutschland entscheidet ZUGFeRD oder XRechnung; die technische Dateiprüfung liegt bei E-Rechnung validieren.
Peppol und die Produktgrenzen von Invoify
Invoify besitzt aktuell keinen Peppol-Access-Point und keinen Peppol-Sende- oder Empfangskanal. Für Deutschland kann Invoify aus freigegebenen Rechnungsdaten ZUGFeRD oder XRechnung erzeugen und technisch validieren. Die erzeugte Datei muss über den vom Empfänger verlangten Kanal übermittelt werden. Ein Download oder E-Mail-Anhang ist kein Nachweis einer Peppol-Zustellung.
Eine Funktion wird in diesem Leitfaden nur dann als Invoify-Funktion bezeichnet, wenn sie in der aktuellen Produktdokumentation belegt ist. Steuerliche Würdigung, rechtliche Einzelfallprüfung und externe Behördenverfahren bleiben bei den verantwortlichen Personen beziehungsweise deren Beratung. Diese Trennung verhindert, dass ein formal erzeugter Beleg mit einer fachlich freigegebenen Entscheidung verwechselt wird.
Offizielle Quellen und Prüfstand
OpenPeppol beschreibt Peppol als Netzwerk aus akkreditierten Service Providern und ausdrücklich nicht als einzelnes Portal oder eigenen Austauschdienst: OpenPeppol für Endnutzer. Das offizielle Peppol Interoperability Framework dokumentiert Vier-Ecken-Modell, Access Points, Addressing and Capability Lookup, SML und PKI. Zertifizierte Dienste führt die aktuelle Service-Provider-Liste. Das Peppol Directory weist selbst darauf hin, dass nicht jeder registrierte Empfänger zwingend öffentlich gelistet ist. Quellen- und Produktcheck: 31. Juli 2026; nächste turnusmäßige Prüfung: Januar 2027.
Häufige Fragen
Was ist Peppol einfach erklärt?
Ein regelbasiertes Netzwerk, über das Organisationen standardisierte Geschäftsdokumente über zertifizierte Service Provider austauschen.
Ist Peppol ein Rechnungsformat?
Nein. Peppol ist der Netzwerk- und Governance-Rahmen. Die übertragenen Dokumente folgen festgelegten Spezifikationen wie Peppol BIS Billing auf Basis strukturierter Syntaxen.
Was ist ein Peppol Access Point?
Ein zertifizierter Service Provider, der Teilnehmer mit dem Peppol-Netzwerk verbindet und Dokumente an andere Access Points sendet beziehungsweise von ihnen empfängt.
Braucht jedes Unternehmen einen eigenen Access Point?
Unternehmen müssen ihn nicht selbst betreiben. Üblich ist ein Vertrag mit einem zertifizierten Provider oder eine Software, die einen solchen Dienst integriert.
Unterstützt Invoify Peppol?
Nein. Invoify erzeugt und validiert für Deutschland ZUGFeRD und XRechnung, besitzt aber aktuell keinen Peppol-Sende- oder Empfangskanal.