Pre-Launch Invoify ist aktuell für jeden komplett kostenfrei Jetzt sichern
nvoify
Anmelden Kostenlos starten
StartBlogZahlungen & Mahnwesen
Zahlungen & Mahnwesen

Verzugszinsen berechnen: tagesgenauer Rechner für B2B und B2C

Verzugszinsen berechnen sich aus offener Hauptforderung × Jahreszinssatz × Verzugstage ÷ 365. Seit 1. Juli 2026 beträgt der deutsche Basiszinssatz 1,52 Prozent. Daraus ergeben sich grundsätzlich 6,52 Prozent bei Beteiligung eines Verbrauchers und 10,52 Prozent bei B2B-Entgeltforderungen.

Verzugszinsen berechnen: Kurzantwort und klare Abgrenzung

Kurzantwort: Bestimme zunächst den rechtlich zutreffenden Verzugsbeginn und die offene Hauptforderung. Addiere zum für den Zeitraum geltenden Basiszinssatz fünf Prozentpunkte beziehungsweise bei B2B-Entgeltforderungen neun Prozentpunkte. Rechne taggenau und teile den Zeitraum bei Teilzahlungen oder einem Basiszinswechsel zum 1. Januar beziehungsweise 1. Juli.

Der Rechner liefert eine kaufmännische Hilfsberechnung, keine verbindliche Anspruchsprüfung. Er verwendet 365 Tage und einen frei änderbaren Basiszins. Schaltjahre, abweichende vertragliche Zinsen, gerichtliche Besonderheiten, Tilgungsreihenfolge und taggenaue Ein-/Ausschlussfragen können eine fachliche Anpassung erfordern.

Der Eintritt des Verzugs bleibt auf Zahlungsverzug. Diese Seite besitzt Formel und Rechner. Mahngebühren und 40-Euro-Pauschale sind eigene Anspruchspositionen; sie werden nicht in den verzinsten Rechnungsbetrag hineingerechnet, ohne dass dies geprüft ist.

Entscheidungsmatrix für Verzugszinsen berechnen

SituationPrüffrageEntscheidungNachweis
B2C-FallMindestens ein Verbraucher ist am maßgeblichen Rechtsgeschäft beteiligt.Gesetzlicher Jahreszins wird grundsätzlich Basiszins plus fünf Punkte angesetzt.Vertrag, Kundenstatus und § 288 Abs. 1 BGB.
B2B-EntgeltforderungKein Verbraucher ist beteiligt und eine Entgeltforderung ist im Verzug.Jahreszins wird grundsätzlich Basiszins plus neun Punkte angesetzt.Unternehmerstatus, Forderungsart und § 288 Abs. 2 BGB.
BasiszinswechselVerzugszeitraum reicht über 1. Januar oder 1. Juli.Jeder Halbjahresabschnitt wird mit seinem Basiszins separat berechnet.Bundesbanktabelle und genaue Zeiträume.
TeilzahlungWährend des Verzugs wird ein Teil der Hauptforderung beglichen.Zinsen bis Zahlung auf alten, danach auf reduzierten Saldo rechnen.Wertstellung, Tilgungszuordnung und Restforderung.

B2C-Fall

Mindestens ein Verbraucher ist am maßgeblichen Rechtsgeschäft beteiligt. Für den Themenbereich Verzugszinsen berechnen folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: Gesetzlicher Jahreszins wird grundsätzlich Basiszins plus fünf Punkte angesetzt. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen Vertrag, Kundenstatus und § 288 Abs. 1 BGB. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.

B2B-Entgeltforderung

Kein Verbraucher ist beteiligt und eine Entgeltforderung ist im Verzug. Für den Themenbereich Verzugszinsen berechnen folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: Jahreszins wird grundsätzlich Basiszins plus neun Punkte angesetzt. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen Unternehmerstatus, Forderungsart und § 288 Abs. 2 BGB. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.

Basiszinswechsel

Verzugszeitraum reicht über 1. Januar oder 1. Juli. Für den Themenbereich Verzugszinsen berechnen folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: Jeder Halbjahresabschnitt wird mit seinem Basiszins separat berechnet. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen Bundesbanktabelle und genaue Zeiträume. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.

Teilzahlung

Während des Verzugs wird ein Teil der Hauptforderung beglichen. Für den Themenbereich Verzugszinsen berechnen folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: Zinsen bis Zahlung auf alten, danach auf reduzierten Saldo rechnen. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen Wertstellung, Tilgungszuordnung und Restforderung. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.

Verzugszinsen berechnen Schritt für Schritt umsetzen

  1. Verzug klärenBestimme Fälligkeit, Zugang, Mahnung oder entbehrliche Mahnung.
  2. Saldo feststellenZiehe Zahlungen, Gutschriften und Storno von der Hauptforderung ab.
  3. Satz bestimmenWähle B2C oder B2B und den geltenden Basiszins.
  4. Tage zählenLege Verzugsbeginn und Berechnungsende konsistent fest.
  5. Zeiträume teilenTrenne Basiszinswechsel und Teilzahlungen.
  6. Forderung darstellenZeige Formel, Zeitraum, Satz und Ergebnis transparent.

Verzug klären

Bestimme Fälligkeit, Zugang, Mahnung oder entbehrliche Mahnung. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald ein belastbares Startdatum vorliegt. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Verzugszinsen berechnen ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Ein einseitiges Rechnungsziel wird nicht automatisch als vereinbart behandelt. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.

Saldo feststellen

Ziehe Zahlungen, Gutschriften und Storno von der Hauptforderung ab. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald nur offene Hauptforderung verzinst wird. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Verzugszinsen berechnen ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Kosten und Zinsen bleiben zunächst getrennt. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.

Satz bestimmen

Wähle B2C oder B2B und den geltenden Basiszins. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald Jahressatz für jeden Zeitraum feststeht. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Verzugszinsen berechnen ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Vertraglich höherer Satz wird gesondert geprüft. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.

Tage zählen

Lege Verzugsbeginn und Berechnungsende konsistent fest. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald kein Tag doppelt oder gar nicht gezählt wird. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Verzugszinsen berechnen ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Gerichtliche und vertragliche Fristfragen werden bei Streit geprüft. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.

Zeiträume teilen

Trenne Basiszinswechsel und Teilzahlungen. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald jeder Saldo mit richtigem Satz und Zeitraum berechnet ist. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Verzugszinsen berechnen ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Eine einzige Durchschnittszahl wird vermieden. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.

Forderung darstellen

Zeige Formel, Zeitraum, Satz und Ergebnis transparent. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald Schuldner die Nebenforderung nachvollziehen kann. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Verzugszinsen berechnen ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. 40 Euro und Mahnkosten stehen in separaten Zeilen. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.

Verzugszinsen-Rechner

Basiszins und Aufschlag lassen sich ändern. Für H2 2026 sind 1,52 % voreingestellt; B2C nutzt regelmäßig 5, B2B bei Entgeltforderungen 9 Prozentpunkte.

Verzugszinsen: –

Praxisbeispiele für Verzugszinsen berechnen

B2B im Juli 2026

5.000 Euro sind 30 Tage lang offen; Basiszins 1,52 plus neun Punkte ergibt 10,52 Prozent. Die verantwortliche Person entscheidet deshalb: Die Formel lautet 5.000 × 0,1052 × 30 ÷ 365. Im Ergebnis entstehen gerundet 43,23 Euro Verzugszinsen für diesen vereinfachten Zeitraum. Das Beispiel zeigt, dass Verzugszinsen berechnen nicht durch eine einzelne Checkbox erledigt ist. Erst das Zusammenspiel aus Ausgangsdaten, dokumentierter Prüfung und kontrolliertem Ergebnis macht den Vorgang für Empfänger, Team und spätere Prüfungen nachvollziehbar.

B2C-Forderung

1.000 Euro sind bei Verbraucherbezug 20 Tage im Verzug. Die verantwortliche Person entscheidet deshalb: Mit 6,52 Prozent Jahreszins wird 1.000 × 0,0652 × 20 ÷ 365 gerechnet. Im Ergebnis ergibt die Hilfsrechnung rund 3,57 Euro. Das Beispiel zeigt, dass Verzugszinsen berechnen nicht durch eine einzelne Checkbox erledigt ist. Erst das Zusammenspiel aus Ausgangsdaten, dokumentierter Prüfung und kontrolliertem Ergebnis macht den Vorgang für Empfänger, Team und spätere Prüfungen nachvollziehbar.

Teilzahlung

Von 10.000 Euro werden nach zehn von dreißig Tagen 4.000 Euro gezahlt. Die verantwortliche Person entscheidet deshalb: Zehn Tage werden auf 10.000, zwanzig Tage auf 6.000 Euro berechnet. Im Ergebnis bildet die Summe beider Abschnitte die Zinsforderung genauer ab. Das Beispiel zeigt, dass Verzugszinsen berechnen nicht durch eine einzelne Checkbox erledigt ist. Erst das Zusammenspiel aus Ausgangsdaten, dokumentierter Prüfung und kontrolliertem Ergebnis macht den Vorgang für Empfänger, Team und spätere Prüfungen nachvollziehbar.

Typische Fehler bei Verzugszinsen berechnen

Rechnungsdatum als Start

Verzug beginnt nicht pauschal mit Ausstellung. Die fachliche Korrektur lautet: Fälligkeit, Zugang und Verzugsregel werden bestimmt. Als dauerhafte Kontrolle wird Berechnung ein dokumentiertes Startdatum verlangt. Dadurch wird der Fehler nicht nur in einem Einzelfall repariert. Der Ablauf rund um Verzugszinsen berechnen erhält eine Regel, die denselben Fehler bei der nächsten Rechnung, Datei oder Bestandsbewegung früh sichtbar macht.

Neun Prozent statt neun Punkte

Aufschlag und Endzinssatz werden verwechselt. Die fachliche Korrektur lautet: Basiszins und Prozentpunkte werden addiert. Als dauerhafte Kontrolle wird Ausgabe beide Werte zeigt. Dadurch wird der Fehler nicht nur in einem Einzelfall repariert. Der Ablauf rund um Verzugszinsen berechnen erhält eine Regel, die denselben Fehler bei der nächsten Rechnung, Datei oder Bestandsbewegung früh sichtbar macht.

Basiszins nie aktualisieren

Halbjährliche Änderung führt zu falschen Zeiträumen. Die fachliche Korrektur lautet: Bundesbankwert am 1. Januar und 1. Juli geprüft. Als dauerhafte Kontrolle wird Rechnerstand mit Datum gekennzeichnet. Dadurch wird der Fehler nicht nur in einem Einzelfall repariert. Der Ablauf rund um Verzugszinsen berechnen erhält eine Regel, die denselben Fehler bei der nächsten Rechnung, Datei oder Bestandsbewegung früh sichtbar macht.

40 Euro mitverzinsen

Nebenforderung wird ungeprüft zur Hauptforderung addiert. Die fachliche Korrektur lautet: Anspruchspositionen bleiben getrennt. Als dauerhafte Kontrolle wird Forderungsaufstellung jeden Rechenschritt ausweist. Dadurch wird der Fehler nicht nur in einem Einzelfall repariert. Der Ablauf rund um Verzugszinsen berechnen erhält eine Regel, die denselben Fehler bei der nächsten Rechnung, Datei oder Bestandsbewegung früh sichtbar macht.

Freigabe-Checkliste: Verzugszinsen berechnen

  • Forderung, Schuldner und Rechnung eindeutig
  • Fälligkeit und Zugang beziehungsweise Vereinbarung belegt
  • Verzugsvoraussetzungen für B2B/B2C geprüft
  • Teilzahlungen, Gutschriften und Storno berücksichtigt
  • Bankverbindung und Zahlungsreferenz verifiziert
  • Kosten, Zinsen und Hauptforderung getrennt
  • Status, Owner und nächste Aktion dokumentiert
  • Kommunikation und Belege nachvollziehbar archiviert

Die Checkliste wird nicht erst am Ende eines Monats abgearbeitet. Sie gehört an den einzelnen Vorgang, solange Rückfragen noch ohne aufwendige Rekonstruktion beantwortet werden können. Pflichtfelder verhindern einfache Lücken; fachliche Ausnahmen brauchen zusätzlich eine kurze Begründung. So bleibt Verzugszinsen berechnen auch dann kontrollierbar, wenn mehrere Personen Eingang, Prüfung, Freigabe und Versand übernehmen.

Ein Vier-Augen-Prinzip ist besonders bei neuen Geschäftsfällen, geänderten Stammdaten und rechtlich sensiblen Entscheidungen sinnvoll. Wiederkehrende Standardfälle können nach dokumentierter Freigabe stärker automatisiert werden. Die Automatisierung übernimmt jedoch nur die freigegebene Regel. Sie darf eine fehlende Information nicht still durch einen plausibel wirkenden Standardwert ersetzen.

Dokumentation, Verantwortlichkeit und regelmäßige Pflege

Für Verzugszinsen berechnen werden Eingangsdaten, Entscheidung, Ergebnis und Nachweis als zusammenhängender Vorgang geführt. Eine reine Dateiablage zeigt zwar das Endprodukt, aber nicht zwingend den Entscheidungsweg. Deshalb erhält jede Ausnahme einen Owner, einen Status und einen nächsten Schritt. Änderungen werden ergänzt oder versioniert; sie werden nicht durch stilles Überschreiben unsichtbar gemacht.

Die zugrunde liegende Arbeitsanweisung nennt außerdem ein Prüfdatum. Rechtliche Schwellen, technische Standards, externe Portale und interne Produktfunktionen können sich ändern. Bei der turnusmäßigen Kontrolle werden Primärquelle, tatsächlicher Prozess und veröffentlichte Aussage miteinander verglichen. Ändert sich nur eine Zahl, wird derselbe Intent-Owner aktualisiert; eine neue Jahres-URL ist dafür nicht erforderlich.

Vor der Rechnung muss Zahlungsverzug feststehen. Weitere Kosten erklärt Mahngebühren; den Briefaufbau liefert Mahnung schreiben.

Verzugszinsen berechnen und die Produktgrenzen von Invoify

Invoify führt bei versendeten Ausgangsrechnungen offene, teilbezahlte, bezahlte und abgeleitet überfällige Zustände. Zahlungen können mit Betrag, Datum, Zahlart und Differenzgrund erfasst werden. Das Mahnwesen erzeugt verknüpfte Mahnstufen, berechnet konfigurierte Verzugszinsen und berücksichtigt Mahnsperren; eine Bankanbindung, automatische SEPA-Lastschrifteinreichung oder CAMT-/MT940-Zuordnung ist nicht als Funktion belegt.

Eine Funktion wird in diesem Leitfaden nur dann als Invoify-Funktion bezeichnet, wenn sie in der aktuellen Produktdokumentation belegt ist. Steuerliche Würdigung, rechtliche Einzelfallprüfung und externe Behördenverfahren bleiben bei den verantwortlichen Personen beziehungsweise deren Beratung. Diese Trennung verhindert, dass ein formal erzeugter Beleg mit einer fachlich freigegebenen Entscheidung verwechselt wird.

Offizielle Quellen und Prüfstand

Rechtsgrundlagen sind insbesondere § 271 BGB, § 286 BGB und § 288 BGB. Den nach § 247 BGB halbjährlich veränderlichen Basiszinssatz veröffentlicht die Deutsche Bundesbank; seit 1. Juli 2026 beträgt er 1,52 Prozent. Letzter Quellencheck: 5. August 2026; nächste turnusmäßige Prüfung: 1. Januar 2027.

Verzugszinsen 2026: Basiszinssatz und Zeitraum zusammenführen

Aktueller Stand: Seit 1. Juli 2026 beträgt der Basiszinssatz 1,52 Prozent. Daraus ergeben sich nach § 288 BGB grundsätzlich 6,52 Prozent pro Jahr bei Beteiligung eines Verbrauchers und 10,52 Prozent pro Jahr bei einer Entgeltforderung ohne Verbraucherbeteiligung. Vom 1. Januar bis 30. Juni 2026 betrug der Basiszinssatz 1,27 Prozent.

Die Deutsche Bundesbank veröffentlicht den Basiszinssatz nach § 247 BGB jeweils zum 1. Januar und 1. Juli. Ein Zinszeitraum über den 30. Juni 2026 wird deshalb mindestens geteilt. Der neue Wert von 1,52 Prozent darf nicht rückwirkend für Tage des ersten Halbjahrs verwendet werden; dort bleibt der damalige Wert von 1,27 Prozent maßgeblich.

Zeitraum 2026Basiszinssatzmit VerbraucherbezugB2B-Entgeltforderung
1. Januar bis 30. Juni1,27 %6,27 % p. a.10,27 % p. a.
ab 1. Juli1,52 %6,52 % p. a.10,52 % p. a.

Die Aufschläge stammen aus § 288 Absatz 1 und 2 BGB: fünf Prozentpunkte beziehungsweise neun Prozentpunkte bei einer Entgeltforderung ohne Verbraucherbeteiligung. Vor der Rechnung steht jedoch die Anspruchsprüfung nach § 286 BGB. Fälligkeit allein beweist weder den Verzugsbeginn noch die richtige Forderungsbasis.

Zinsabschnitte bei Basiszinswechsel und Zahlung richtig aufbauen

Segmentformel: offener Betrag im Abschnitt × (Basiszinssatz + gesetzlicher Aufschlag) ÷ 100 × Abschnittstage ÷ 365. Die Gesamtzinsen sind die Summe aller Abschnitte.

Jede Änderung von Satz oder Saldo eröffnet einen neuen Abschnitt. Das gilt beim halbjährlichen Basiszinswechsel ebenso wie bei einer Teilzahlung, Gutschrift oder wirksamen Korrektur. Für jeden Abschnitt werden Start, Ende, Tagzahl, Forderungsbasis, Basiszins und Aufschlag gespeichert. Erst die Summe wird als Zinsposition in die Forderungsaufstellung übernommen.

BeispielabschnittForderungsbasisSatz und TageZins
21. bis 30. Juni 202610.000,00 €1,27 % + 9 Punkte; 10 Tage28,14 €
1. bis 10. Juli 202610.000,00 €1,52 % + 9 Punkte; 10 Tage28,82 €
11. bis 30. Juli nach 4.000 € Teilzahlung6.000,00 €1,52 % + 9 Punkte; 20 Tage34,59 €
Summe der drei Abschnitte40 dokumentierte Tage91,55 €

Das Beispiel nimmt an, dass Verzug bereits am 21. Juni besteht und die Teilzahlung ab 11. Juli die Zinsbasis mindert. Gerade die Einordnung des Zahlungstags und die Tagzählung müssen im echten Fall konsistent festgelegt werden. Bei gerichtlicher Geltendmachung, Schaltjahr, abweichender Vereinbarung oder mehreren Forderungen kann eine andere fachliche Berechnung erforderlich sein.

Zwei-Abschnitt-Rechner

Nutze Abschnitt 2 nach einem Basiszinswechsel oder einer Teilzahlung. Für weitere Änderungen werden zusätzliche Abschnitte mit derselben Formel separat berechnet.

Verzugszinsen beider Abschnitte: –

Teilzahlung, Gutschrift und Storno im Zinslauf unterscheiden

Eine Teilzahlung mindert den offenen Saldo ab dem fachlich angesetzten Zahlungszeitpunkt. Eine Gutschrift kann den Anspruch wirtschaftlich korrigieren; ihr Bezug und ihre Wirksamkeit müssen deshalb vor der Neuberechnung geklärt werden. Ein vollständiges Storno beendet nicht rückwirkend beliebig jeden zuvor angenommenen Zinslauf, sondern verlangt die Prüfung, ob und seit wann die ursprüngliche Forderung bestand. Die Rechenhilfe trifft diese rechtlichen Entscheidungen nicht.

  1. Verzugsbeginn feststellenFälligkeit, Zugang, Mahnung beziehungsweise gesetzliche Ausnahme und Verbraucherstatus belegen.
  2. Ereigniszeile anlegenBasiszinswechsel, Zahlung, Gutschrift oder Storno jeweils mit Datum und Beleg erfassen.
  3. Forderungsbasis bestimmenNur den für den Abschnitt tatsächlich offenen und verzinslichen Betrag verwenden.
  4. Tageszins berechnenBetrag × Jahreszinssatz × Tage / 365 für jeden Abschnitt getrennt rechnen.
  5. Abschnitte kontrollierenEnde eines Abschnitts und Beginn des nächsten dürfen keinen Tag doppelt oder gar nicht erfassen.
  6. Nebenforderungen trennenZins, 40-Euro-Pauschale, Mahnkosten und Hauptforderung separat ausweisen.

Verzugszinsen in Invoify: aktueller Rechenstand statt historisches Zinsjournal

Das deutsche Invoify-Mahnwesen kann für eine Mahnstufe aus dem aktuell offenen Betrag, dem manuell gepflegten aktuellen Basiszinssatz, dem B2B- oder B2C-Aufschlag und der ermittelten Tagzahl einen Zinsbetrag berechnen. Der Betrag wird beim Erstellen des Mahndokuments mit Rechendaten gespeichert. Die rechtliche Entscheidung, ob Verzug eingetreten ist und welcher Starttag gilt, übernimmt das System nicht.

Invoify rekonstruiert weder historische Basiszinswechsel noch frühere Teilzahlungszeiträume. Läuft ein Fall über einen Halbjahreswechsel oder ändert sich der Saldo während des Verzugs, muss die Forderung außerhalb der aktuellen Ein-Abschnitt-Logik segmentiert und vor Übernahme geprüft werden. Auch der Zwei-Abschnitt-Rechner auf dieser Seite ist eine transparente kaufmännische Hilfsrechnung, keine Rechtsberatung und kein Forderungstitel. ${REVIEW}

Häufige Fragen

Wie hoch sind Verzugszinsen 2026?

Seit 1. Juli 2026 beträgt der Basiszins 1,52 Prozent. Gesetzlich ergeben sich grundsätzlich 6,52 Prozent bei § 288 Abs. 1 und 10,52 Prozent bei B2B-Entgeltforderungen nach Abs. 2.

Wie lautet die Formel?

Offene Hauptforderung × Jahreszinssatz ÷ 100 × Verzugstage ÷ 365. Bei Basiszinswechsel oder Teilzahlung wird in Abschnitte geteilt.

Gehören 40 Euro in die Zinsberechnung?

Die 40-Euro-Pauschale ist eine eigene B2B-Nebenforderung und sollte nicht ungeprüft in die verzinste Hauptforderung eingerechnet werden.

Berechnet Invoify Verzugszinsen?

Das Mahnwesen kann Verzugszins aus konfiguriertem Basiszins und Aufschlag berechnen. Der halbjährliche Basiszins und die Verzugsgrundlage müssen fachlich geprüft werden.

Wie berechnet man Verzugszinsen bei einer Teilzahlung?

Bis zum Zahlungstag wird der bisherige offene Betrag verzinst. Ab der Gutschrift der Teilzahlung läuft die Berechnung nur auf dem verbleibenden Rest weiter. Zeitraum und Forderungsbasis werden deshalb in Abschnitte geteilt.

Hinweis: Der Beitrag erläutert allgemeine Grundsätze und ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Bei Sonderfällen sind der konkrete Sachverhalt und die aktuellen gesetzlichen Vorgaben maßgeblich.