E-Rechnung ab M
Die offizielle Lexware-Seite beschreibt M als Version für Angebote, (E-)Rechnungen und Mahnungen; der frühere XL-Only-Claim ist falsch.
Lexware Office ist ein etabliertes Buchhaltungs- und Auftragsökosystem; Invoify ist eine fokussierte Rechnungs- und Warenwirtschaft. Wer EÜR, UStVA, Banking und Steuerkanzlei-Zusammenarbeit braucht, sollte Lexware Office bevorzugen. Wer Ausgangsbelege, E-Rechnung, lesende Shops und Lager verbinden möchte, kann Invoify prüfen. Stand: 31. Juli 2026.
Die offizielle Lexware-Seite beschreibt M als Version für Angebote, (E-)Rechnungen und Mahnungen; der frühere XL-Only-Claim ist falsch.
Banking, Buchhaltung, EÜR/UStVA, Steuerkanzlei-Zugang und mehr als 140 Partner-Erweiterungen sprechen für Lexware Office.
Ausgangsbelege werden mit Einkauf, Lager, Retoure und Inventur verbunden, ohne eine vollständige Buchhaltung zu behaupten.
Invoify liest Shopify und WooCommerce; der Shop bleibt unverändert und Bestände werden nicht zurückgeschrieben.
Invoify besitzt keine vollständige Abschlags-, Anzahlungs-, Sammel- und Schlussrechnungslogik.
S 7,90 €, M 12,90 €, L 21,90 €, XL 32,90 € netto pro Monat am Prüftag; Rabatte getrennt.
Invoify ist eine Lexware-Office-Alternative für den Rechnungs- und Warenwirtschaftsprozess, aber kein Ersatz für die vollständige Buchhaltung von Lexware Office. Lexware Office – früher lexoffice – staffelt den Umfang von Belegerfassung und Archiv über Angebote, (E-)Rechnungen und Mahnungen bis zu Buchhaltung, EÜR, Umsatzsteuer sowie erweiterten Rechnungsarten und API. Invoify hält Finanzbuchhaltung bewusst außerhalb und verbindet stattdessen Ausgangsbelege mit Shop- und Lagerabläufen.
Die Suche nach „lexoffice Alternative“ darf deshalb nicht mit einem pauschalen Gewinner enden. Wer Bankabgleich, Steuerkanzlei, Buchungen und Steueranmeldungen in einem etablierten Ökosystem benötigt, sollte Lexware Office ernsthaft bevorzugen. Wer diese Tiefe nicht braucht und Warenfluss, E-Rechnung sowie lesende Shopify-/WooCommerce-Quellen priorisiert, kann Invoify als fokussierten Gegenentwurf testen.
Wichtig: Die frühere Behauptung, E-Rechnungen seien bei Lexware Office erst im XL-Tarif möglich, ist falsch und wird hier ausdrücklich nicht verwendet. Die offizielle Preisseite nennt Angebote, (E-)Rechnungen und Mahnungen bereits für Version M.
Die Preise sind reguläre Nettopreise pro Monat laut offizieller Seite am Prüftag; zeitlich begrenzte Rabatte werden nicht als Dauerpreis dargestellt. Funktionen werden nach Produktkategorie beschrieben, nicht mit erfundenen Häkchen bewertet.
| Kriterium | Lexware Office | Invoify |
|---|---|---|
| Produktschwerpunkt | Cloud-Buchhaltung und Auftragsbearbeitung mit vier Versionen und breitem Partnerökosystem. | Rechnungs- und Warenwirtschaftssoftware ohne vollständige Finanzbuchhaltung. |
| E-Rechnung | Erfassen strukturierter E-Rechnungen; Erstellen und Übermitteln von ZUGFeRD/XRechnung laut Versionsvergleich. Version M wird als Tarif für Angebote, (E-)Rechnungen und Mahnungen beschrieben. | Erzeugt ZUGFeRD oder XRechnung aus freigegebenen Rechnungsdaten und validiert technisch. Kein Peppol- oder Behördenportal-Versand. |
| Auftragsbelege | Angebote, Rechnungen, Lieferscheine und Auftragsbestätigungen; besondere Rechnungstypen im höheren Umfang. | Angebot, Auftragsbestätigung, Lieferschein und normale Rechnung; keine vollständige Abschlags-, Anzahlungs-, Sammel- oder Schlussrechnungslogik. |
| Buchhaltung und Banking | Je Version unter anderem Belegarchiv, Banking, UStVA, EÜR/GuV, BWA und Anlagenverwaltung. | Nicht enthalten. Zahlung kann am Beleg verfolgt werden; kein automatischer Bankabgleich und keine Steueranmeldung. |
| Shop und Partner | Offizielle Seite nennt mehr als 140 Partner-Erweiterungen; Shopify-Anbindung ist als Funktion dokumentiert. | Shopify und WooCommerce als lesende Quellen mit kontrolliertem Bestellimport; kein Marktplatznetzwerk und kein Rückschreiben. |
| Warenwirtschaft | Produkte/Services und Partnerlösungen; konkreter Lagerumfang hängt von Erweiterung und Konfiguration ab. | Artikel, Einkauf, Wareneingang, Bestand, Mehrlager, Retoure, Inventur, Pick & Pack und Auswertungen direkt im Produkt. |
| Regulärer Preisstand | S 7,90 €, M 12,90 €, L 21,90 €, XL 32,90 € netto pro Monat; monatlich kündbar. Aktionspreise können zeitlich begrenzt niedriger sein. | Während des Pre-Launch kostet der freigegebene Umfang 0 €. Keine Zusage für einen dauerhaft kostenlosen Volltarif. |
Der Einstiegspreis von Lexware Office S gehört zur Belegerfassung und zum Archiv. Für den typischen Ausgangsrechnungs-Intent beschreibt die offizielle Seite Version M mit Angeboten, (E-)Rechnungen und Mahnungen. L erweitert um Buchhaltung, EÜR und Umsatzsteuer; XL nennt unter anderem EU- und Abschlagsrechnungen sowie API. Für eine faire Kostenbetrachtung wird daher der Tarif verglichen, der den eigenen Muss-Prozess tatsächlich abbildet – nicht automatisch die kleinste Zahl auf der Seite.
Bei Invoify ist der freigegebene Umfang während des Pre-Launch kostenlos. Das ist ein zeitlich und produktseitig begrenzter Status, keine dauerhaft garantierte Preisstruktur. Eine seriöse Entscheidung bewertet deshalb zusätzlich Export, Einführungsaufwand, mögliche Partnerkosten, Buchhaltungsübergabe und den Aufwand für fehlende Spezialfunktionen. Ein niedriger Monatsbetrag kompensiert keinen Prozess, der jeden Tag manuelle Korrekturen erzeugt.
Auch scheinbar gleiche Funktionsnamen müssen im Test konkretisiert werden. „E-Rechnung“ kann Empfang, Lesen, Validieren, Erzeugen oder einen bestimmten Zustellweg meinen. „Shop-Anbindung“ kann Partner-App, direkten Connector, reinen Import oder bidirektionale Synchronisation bedeuten. „Mahnwesen“ kann manuelle Schreiben oder regelbasierte Automatik umfassen. Diese Ebenen gehören als einzelne Abnahmetests in die Auswahl.
Ein Dienstleister kann in Lexware Office Angebot, Rechnung, Zahlung, Belegerfassung und Buchhaltung eng zusammenführen. Das ist besonders wertvoll, wenn dieselben Personen die laufende Buchhaltung selbst vorbereiten und Bankbewegungen zuordnen. Die Steuerkanzlei kann auf ein etabliertes System und passende Übergaben zurückgreifen. Für Betriebe mit breiter Buchhaltungsanforderung ist diese Durchgängigkeit der zentrale Vorteil.
Invoify führt denselben Ausgangsfall vom Angebot über Annahme, Auftragsbestätigung und Rechnung bis zu Zahlungsstatus und Mahnung. Bei Handel oder Material kommen Lager, Einkauf, Wareneingang und Retoure hinzu. Die Buchhaltung wird nicht im Hintergrund simuliert: EÜR, UStVA, Anlagenverwaltung, automatischer Bankabgleich und Abschluss gehören nicht zum Leistungsversprechen. Das macht die Grenze verständlich, verlangt aber einen geplanten Übergabepunkt.
Für Shopdaten setzt Invoify auf einen lesenden Ansatz. Produkte und Bestellungen werden aus Shopify oder WooCommerce abgerufen; geeignete Bestellungen können als prüfbare Rechnungsentwürfe übernommen werden. Steuerfall, Adresse, Rabatt und Versand bleiben vor der Festschreibung kontrollierbar. Der Prozess ändert den Shop nicht und synchronisiert keinen Invoify-Bestand zurück. Wer bidirektionale Echtzeitbestände verlangt, braucht eine andere oder ergänzende Lösung.
Es gibt derzeit keinen automatischen Lexware-Office-Migrationsassistenten in Invoify. Vor einem Wechsel werden deshalb offene Vorgänge, Pflichtarchive, Kontakte, Leistungen, Artikel und Nummernkreise inventarisiert. Buchhaltungs- und Steuerdaten bleiben in der dafür verantwortlichen Umgebung beziehungsweise werden nach fachlicher Vorgabe exportiert. Ein reiner Dokumentimport würde die zugrunde liegenden Buchungen und Nachweise nicht ersetzen.
Der Pilot beginnt mit einem klaren Stichtag und wenigen typischen Fällen: Standardrechnung, E-Rechnung, Zahlungserinnerung, wiederkehrender Vorgang und – falls relevant – Warenbewegung oder Shopbestellung. Das Team prüft Firmendaten, Steuereinstellungen, Empfängerfelder, Ausgabeformat, E-Mail, Zuständigkeit und Export. Erst nach dieser Abnahme wird der Nummernkreis im neuen System produktiv verwendet.
Wer Lexware Office für EÜR, UStVA, Banking oder die Zusammenarbeit mit der Steuerkanzlei nutzt, sollte diese Funktionen nicht durch Hoffnung ersetzen. Möglich ist ein bewusst getrennter Ablauf, sofern die Kanzlei und die eingesetzte Buchhaltungslösung die Übergabe akzeptieren. Ohne geklärten Empfänger für die Daten ist der Wechsel noch nicht fertig geplant.
Lexware Office passt besser, wenn du Buchhaltung, Banking, Steueranmeldungen, spezielle Rechnungstypen, Steuerkanzlei-Zusammenarbeit und ein großes Partnerökosystem in einer etablierten Lösung bündeln möchtest. Die gestaffelten Versionen erlauben es, mit Belegerfassung zu starten und später Buchhaltungstiefe hinzuzunehmen.
Invoify passt besser, wenn der operative Ausgangsbeleg und optional die Warenwirtschaft im Vordergrund stehen. Der Produktfit ist besonders klar für Shopify-/WooCommerce-Händler mit kontrolliertem Import sowie kleine Betriebe, die Einkauf, Bestand, Retoure, Inventur und Rechnung verbinden, aber keine vollständige Buchhaltung in derselben Oberfläche führen wollen.
Bei Unsicherheit werden nicht 50 Häkchen verglichen. Nimm drei echte Geschäftsfälle, stoppe Zeit und dokumentiere jede manuelle Übergabe. Prüfe außerdem, welche Lösung bei einer Ausnahme transparent blockiert, statt einen plausiblen Standard zu raten. Genau dort zeigt sich langfristig mehr Qualität als im Funktionsnamen.
Die monatliche Tarifzahl ist nur ein Teil der Entscheidung. Zuerst wird die Lexware-Version gewählt, die den echten Muss-Prozess abdeckt. Wer Angebote und Ausgangsrechnungen braucht, vergleicht nicht automatisch mit S; wer Buchhaltung und Umsatzsteuer benötigt, darf L oder einen passenden höheren Umfang nicht mit einem reinen Rechnungsworkflow gleichsetzen. Rabattaktionen werden getrennt von regulären Preisen dokumentiert.
Danach kommen Einführungs- und Betriebskosten: Stammdatenbereinigung, Nummernkreise, Vorlagen, Schulung, Partner-Erweiterungen, Export und Unterstützung der Steuerkanzlei. Eine Partnerintegration kann sehr sinnvoll sein, bringt aber eine weitere Vertragspartei, eigene Berechtigungen und mögliche laufende Kosten mit. Bei Invoify entstehen stattdessen bewusste Übergaben, weil Buchhaltung, Banking und bestimmte Spezialrechnungen nicht im Produkt enthalten sind.
Für einen fairen Dreimonatstest werden Korrekturzeit, manuelle Doppelerfassung, Rückfragen, fehlgeschlagene Importe und Zeit bis zur fertigen Rechnung gemessen. Zusätzlich wird notiert, welche Ausnahme nicht abbildbar war und welche Ersatzlösung gebraucht wurde. Ein günstiger Tarif mit dauernder Nacharbeit kann teurer sein als ein breiteres Paket; ein großes Paket kann umgekehrt unnötig sein, wenn seine Buchhaltungsfunktionen nie genutzt werden.
Die Exit-Frage gehört ebenfalls in den Test: Welche Kontakte, Artikel, Ausgangsbelege und Nachweise lassen sich exportieren, und welche Daten müssen aus rechtlichen oder betrieblichen Gründen im bisherigen System verbleiben? Ein Produktwechsel ist erst verantwortbar, wenn laufende Vorgänge, Archiv, Kanzlei-Übergabe und Zuständigkeit für alte Belege geklärt sind.
| Kostenblock | Im Pilot erfassen | Entscheidungsregel |
|---|---|---|
| Tarif | regulärer Preis des tatsächlich benötigten Umfangs | keinen Einstiegstarif mit einem breiteren Muss-Prozess vergleichen |
| Einführung | Datenbereinigung, Vorlagen, Rollen, Schulung und Testfälle | einmaligen Aufwand mit Verantwortlichen und Termin belegen |
| Integrationen | Partnerkosten, Datenrichtung, Support und Fehlerweg | jede zusätzliche Systemgrenze sichtbar machen |
| Betrieb | Korrekturzeit, Doppelpflege, Exporte und monatliche Kontrollen | wiederkehrenden Aufwand über mehrere Monate messen |
| Ausstieg | Exportumfang, Archiv und offene Vorgänge | keine Auswahl ohne nachvollziehbaren Exit-Pfad |
Wettbewerberdaten wurden am 31. Juli 2026 gegen die offizielle Preis- und Versionsübersicht von Lexware Office geprüft. Dort werden die regulären Preise, die Tarifschwerpunkte und Funktionen einschließlich E-Rechnung, Auftragsbelegen, Banking und Partner-Erweiterungen beschrieben. Zeitlich begrenzte Rabattpreise sind nicht als Dauerpreis übernommen.
Invoify-Aussagen wurden gegen die implementierten Beleg-, E-Rechnungs-, Shop- und Warenwirtschaftsprozesse geprüft. Nächster turnusmäßiger Wettbewerber-Review: Oktober 2026. Lexware Office und lexoffice sind Marken ihrer jeweiligen Rechteinhaber; die Namen werden nur zur sachlichen Produktzuordnung verwendet.
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