Kassenbuch-Vorlage nutzen: Kurzantwort und klare Abgrenzung
§ 146 AO verlangt, Kasseneinnahmen und Kassenausgaben täglich festzuhalten. Ein negativer Kassenbestand ist bei einer reinen Bargeldkasse tatsächlich unmöglich und ein starkes Fehlersignal. Private Einlagen, Entnahmen, Geldtransit zur Bank und Barzahlungen von Lieferanten werden als eigene nachvollziehbare Bewegungen erfasst und belegt.
Die Vorlage ist ein Arbeitsmittel, keine Invoify-Funktion. Invoify besitzt keine Kassenbuchhaltung und kein TSE-Kassensystem. Der Beitrag bleibt beim manuellen Kassenbuch und übernimmt weder EÜR noch elektronische Kassenführung. Die EÜR-Vorlage ist ein anderer Owner.
Entscheidungsmatrix für Kassenbuch-Vorlage nutzen
| Situation | Prüffrage | Entscheidung | Nachweis |
|---|---|---|---|
| Offene Ladenkasse | Bargeld wird ohne elektronisches Kassensystem vereinnahmt. | Einzelaufzeichnung und täglicher Kassenbericht werden nach Fall geprüft. | Zählprotokoll, Ursprungsbelege und täglicher Bestand. |
| Elektronische Kasse | Registrierkasse oder Kassensoftware zeichnet Umsätze auf. | Systemdaten, TSE- und Exportanforderungen gehen über CSV hinaus. | KassenSichV, DSFinV-K und Verfahrensdokumentation. |
| Kleine Barkasse | Nur gelegentliche betriebliche Barzahlungen werden verwaltet. | Chronologisches Kassenbuch mit Beleg und Kassensturz wird geführt. | Belegnummer, Bewegung und gezählter Istbestand. |
| Fehlerkorrektur | Betrag oder Zuordnung wurde falsch erfasst. | Korrektur bleibt mit Ursprung, Datum und Grund nachvollziehbar. | Storno-/Korrekturzeile und Freigabevermerk. |
Offene Ladenkasse
Bargeld wird ohne elektronisches Kassensystem vereinnahmt. Für den Themenbereich Kassenbuch-Vorlage nutzen folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: Einzelaufzeichnung und täglicher Kassenbericht werden nach Fall geprüft. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen Zählprotokoll, Ursprungsbelege und täglicher Bestand. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.
Elektronische Kasse
Registrierkasse oder Kassensoftware zeichnet Umsätze auf. Für den Themenbereich Kassenbuch-Vorlage nutzen folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: Systemdaten, TSE- und Exportanforderungen gehen über CSV hinaus. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen KassenSichV, DSFinV-K und Verfahrensdokumentation. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.
Kleine Barkasse
Nur gelegentliche betriebliche Barzahlungen werden verwaltet. Für den Themenbereich Kassenbuch-Vorlage nutzen folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: Chronologisches Kassenbuch mit Beleg und Kassensturz wird geführt. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen Belegnummer, Bewegung und gezählter Istbestand. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.
Fehlerkorrektur
Betrag oder Zuordnung wurde falsch erfasst. Für den Themenbereich Kassenbuch-Vorlage nutzen folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: Korrektur bleibt mit Ursprung, Datum und Grund nachvollziehbar. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen Storno-/Korrekturzeile und Freigabevermerk. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.
Kassenbuch-Vorlage nutzen Schritt für Schritt umsetzen
- Anfangsbestand zählenErmittle tatsächliches Bargeld zu Periodenbeginn.
- Belege nummerierenOrdne jeder Bewegung eine eindeutige Referenz zu.
- Täglich erfassenTrage Einnahme oder Ausgabe am tatsächlichen Tag ein.
- Bestand fortschreibenAddiere Einnahmen und ziehe Ausgaben vom vorherigen Bestand ab.
- Bargeld zählenFühre am Tagesende beziehungsweise relevanten Abschluss einen Kassensturz durch.
- Korrekturen dokumentierenNutze Gegenbuchung oder sichtbare Version statt Löschen.
- Periode sichernExportiere unveränderbare Abschlussfassung mit Belegen und Protokoll.
Anfangsbestand zählen
Ermittle tatsächliches Bargeld zu Periodenbeginn. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald Startwert durch Zählprotokoll belegt ist. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Kassenbuch-Vorlage nutzen ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Ungeklärte Differenz wird vor neuen Buchungen untersucht. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.
Belege nummerieren
Ordne jeder Bewegung eine eindeutige Referenz zu. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald Buchung und Ursprungsbeleg schnell zusammenfinden. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Kassenbuch-Vorlage nutzen ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Fehlender Fremdbeleg erhält nur bei Zulässigkeit einen Eigenbeleg. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.
Täglich erfassen
Trage Einnahme oder Ausgabe am tatsächlichen Tag ein. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald chronologische Folge und Bestand aktuell bleiben. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Kassenbuch-Vorlage nutzen ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Nachträge werden mit Erfassungsgrund gekennzeichnet. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.
Bestand fortschreiben
Addiere Einnahmen und ziehe Ausgaben vom vorherigen Bestand ab. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald Sollbestand nach jeder Zeile berechenbar ist. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Kassenbuch-Vorlage nutzen ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Negativer Wert blockiert den Tagesabschluss. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.
Bargeld zählen
Führe am Tagesende beziehungsweise relevanten Abschluss einen Kassensturz durch. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald Soll und Ist verglichen sind. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Kassenbuch-Vorlage nutzen ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Differenz erhält Ursache, Korrektur und Verantwortlichen. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.
Korrekturen dokumentieren
Nutze Gegenbuchung oder sichtbare Version statt Löschen. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald ursprünglicher Inhalt feststellbar bleibt. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Kassenbuch-Vorlage nutzen ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Tabellenänderungen ohne Historie werden vermieden. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.
Periode sichern
Exportiere unveränderbare Abschlussfassung mit Belegen und Protokoll. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald Monat oder Jahr vollständig nachvollziehbar bleibt. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Kassenbuch-Vorlage nutzen ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Eine weiter bearbeitbare CSV ist nicht das einzige Archivobjekt. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.
Praxisbeispiele für Kassenbuch-Vorlage nutzen
Barverkauf
Ein Kunde zahlt 59,50 Euro bar und erhält Beleg KB-2026-001. Die verantwortliche Person entscheidet deshalb: Die Einnahme wird am Verkaufstag mit positivem Betrag und neuem Bestand erfasst. Im Ergebnis stimmen Einzelbeleg, Tagesumsatz und Kassenbestand überein. Das Beispiel zeigt, dass Kassenbuch-Vorlage nutzen nicht durch eine einzelne Checkbox erledigt ist. Erst das Zusammenspiel aus Ausgangsdaten, dokumentierter Prüfung und kontrolliertem Ergebnis macht den Vorgang für Empfänger, Team und spätere Prüfungen nachvollziehbar.
Private Einlage
Inhaber legt 100 Euro Wechselgeld aus Privatmitteln ein. Die verantwortliche Person entscheidet deshalb: Die Bewegung wird ausdrücklich als Privateinlage mit Eigenbeleg dokumentiert. Im Ergebnis erscheint sie nicht fälschlich als Umsatzerlös. Das Beispiel zeigt, dass Kassenbuch-Vorlage nutzen nicht durch eine einzelne Checkbox erledigt ist. Erst das Zusammenspiel aus Ausgangsdaten, dokumentierter Prüfung und kontrolliertem Ergebnis macht den Vorgang für Empfänger, Team und spätere Prüfungen nachvollziehbar.
Kassendifferenz
Gezählter Bestand liegt fünf Euro unter der Tabelle. Die verantwortliche Person entscheidet deshalb: Der Abschluss zeigt Differenz, Untersuchung und gegebenenfalls dokumentierte Korrektur. Im Ergebnis wird die Zeile nicht rückwirkend passend gerechnet. Das Beispiel zeigt, dass Kassenbuch-Vorlage nutzen nicht durch eine einzelne Checkbox erledigt ist. Erst das Zusammenspiel aus Ausgangsdaten, dokumentierter Prüfung und kontrolliertem Ergebnis macht den Vorgang für Empfänger, Team und spätere Prüfungen nachvollziehbar.
Typische Fehler bei Kassenbuch-Vorlage nutzen
Mehrere Tage nachtragen
Chronologie und tägliche Kassensturzfähigkeit gehen verloren. Die fachliche Korrektur lautet: Bewegungen werden täglich erfasst. Als dauerhafte Kontrolle wird Abschlusscheck offene Tage meldet. Dadurch wird der Fehler nicht nur in einem Einzelfall repariert. Der Ablauf rund um Kassenbuch-Vorlage nutzen erhält eine Regel, die denselben Fehler bei der nächsten Rechnung, Datei oder Bestandsbewegung früh sichtbar macht.
Zeilen löschen
Ursprünglicher Inhalt und Fehlerweg sind nicht mehr feststellbar. Die fachliche Korrektur lautet: Gegenbuchungen und Versionen bleiben sichtbar. Als dauerhafte Kontrolle wird Schreibrechte und Abschlussfassung kontrolliert. Dadurch wird der Fehler nicht nur in einem Einzelfall repariert. Der Ablauf rund um Kassenbuch-Vorlage nutzen erhält eine Regel, die denselben Fehler bei der nächsten Rechnung, Datei oder Bestandsbewegung früh sichtbar macht.
Negativen Bestand akzeptieren
Bargeld kann physisch nicht negativ vorhanden sein. Die fachliche Korrektur lautet: Fehlende Einnahme, falsches Datum oder Ausgabe wird geklärt. Als dauerhafte Kontrolle wird Formel und Warnregel den Abschluss sperren. Dadurch wird der Fehler nicht nur in einem Einzelfall repariert. Der Ablauf rund um Kassenbuch-Vorlage nutzen erhält eine Regel, die denselben Fehler bei der nächsten Rechnung, Datei oder Bestandsbewegung früh sichtbar macht.
CSV als TSE-Ersatz
Eine Tabelle erfüllt nicht automatisch Anforderungen an elektronische Aufzeichnungssysteme. Die fachliche Korrektur lautet: Kassentyp und KassenSichV werden separat geprüft. Als dauerhafte Kontrolle wird Produktbeschreibung keine Kassensystemfunktion behauptet. Dadurch wird der Fehler nicht nur in einem Einzelfall repariert. Der Ablauf rund um Kassenbuch-Vorlage nutzen erhält eine Regel, die denselben Fehler bei der nächsten Rechnung, Datei oder Bestandsbewegung früh sichtbar macht.
Freigabe-Checkliste: Kassenbuch-Vorlage nutzen
- Rechtsträger und Geschäftsvorgang eindeutig
- Originaldatei oder Papierherkunft dokumentiert
- Leistung, Datum, Betrag und Steuerfelder geprüft
- Bestellung, Vertrag oder Anlass verknüpft
- Dubletten und widersprüchliche Fassungen ausgeschlossen
- Rolle, Status und nächster Schritt sichtbar
- Änderungen und Korrekturen nachvollziehbar
- Aufbewahrung, Berechtigung und Export getestet
Die Checkliste wird nicht erst am Ende eines Monats abgearbeitet. Sie gehört an den einzelnen Vorgang, solange Rückfragen noch ohne aufwendige Rekonstruktion beantwortet werden können. Pflichtfelder verhindern einfache Lücken; fachliche Ausnahmen brauchen zusätzlich eine kurze Begründung. So bleibt Kassenbuch-Vorlage nutzen auch dann kontrollierbar, wenn mehrere Personen Eingang, Prüfung, Freigabe und Versand übernehmen.
Ein Vier-Augen-Prinzip ist besonders bei neuen Geschäftsfällen, geänderten Stammdaten und rechtlich sensiblen Entscheidungen sinnvoll. Wiederkehrende Standardfälle können nach dokumentierter Freigabe stärker automatisiert werden. Die Automatisierung übernimmt jedoch nur die freigegebene Regel. Sie darf eine fehlende Information nicht still durch einen plausibel wirkenden Standardwert ersetzen.
Dokumentation, Verantwortlichkeit und regelmäßige Pflege
Für Kassenbuch-Vorlage nutzen werden Eingangsdaten, Entscheidung, Ergebnis und Nachweis als zusammenhängender Vorgang geführt. Eine reine Dateiablage zeigt zwar das Endprodukt, aber nicht zwingend den Entscheidungsweg. Deshalb erhält jede Ausnahme einen Owner, einen Status und einen nächsten Schritt. Änderungen werden ergänzt oder versioniert; sie werden nicht durch stilles Überschreiben unsichtbar gemacht.
Die zugrunde liegende Arbeitsanweisung nennt außerdem ein Prüfdatum. Rechtliche Schwellen, technische Standards, externe Portale und interne Produktfunktionen können sich ändern. Bei der turnusmäßigen Kontrolle werden Primärquelle, tatsächlicher Prozess und veröffentlichte Aussage miteinander verglichen. Ändert sich nur eine Zahl, wird derselbe Intent-Owner aktualisiert; eine neue Jahres-URL ist dafür nicht erforderlich.
Die Vorlage für die Gewinnübersicht steht auf EÜR-Vorlage. Fehlende Einzelbelege behandelt Eigenbeleg erstellen; GoBD-Korrekturen GoBD und Rechnung.
Kassenbuch-Vorlage nutzen und die Produktgrenzen von Invoify
Invoify besitzt eine Belegbox für manuell hochgeladene Fremdbelege. Bei normalen PDF- und Bilddateien kann OCR ausgewählte Felder vorschlagen; ein SHA-256-Dateihash unterstützt die Dublettenerkennung. Standalone UBL-/CII-XML und in ZUGFeRD-PDF eingebettete XML werden technisch validiert, bevor Invoify sie als E-Rechnung kennzeichnet und ausgewählte Kerndaten strukturiert anzeigt. Die Belegbox ist keine Finanzbuchhaltung, nimmt keine Kontierung, Vorsteuerentscheidung oder Zahlung vor und ersetzt keine formale, sachliche oder steuerliche Rechnungsfreigabe. Ausgangsrechnungen werden in einem eigenen vollständigen Beleglebenszyklus geführt.
Eine Funktion wird in diesem Leitfaden nur dann als Invoify-Funktion bezeichnet, wenn sie in der aktuellen Produktdokumentation belegt ist. Steuerliche Würdigung, rechtliche Einzelfallprüfung und externe Behördenverfahren bleiben bei den verantwortlichen Personen beziehungsweise deren Beratung. Diese Trennung verhindert, dass ein formal erzeugter Beleg mit einer fachlich freigegebenen Entscheidung verwechselt wird.
Offizielle Quellen und Prüfstand
Rechtsgrundlagen sind insbesondere § 146 AO mit täglicher Festhaltung von Kasseneinnahmen und -ausgaben sowie § 146a AO und die Kassensicherungsverordnung für betroffene elektronische Systeme. Der aktuelle Anwendungserlass zu § 146 AO grenzt Kassenbuch, Kassenbericht, Einzelaufzeichnung und Zählprotokoll voneinander ab. Hinzu kommen die GoBD in der Fassung vom 14. Juli 2025. Letzter Quellencheck: 5. August 2026; nächste Prüfung: Januar 2027.
Kassenbuch, Kassenbericht und elektronische Kasse unterscheiden
Nach dem aktuellen Anwendungserlass zu § 146 AO besteht keine allgemeine Pflicht, ein elektronisches Aufzeichnungssystem zu verwenden. Wer ein solches System einsetzt, muss jedoch die dafür geltenden Anforderungen prüfen. Auch bei einer offenen Ladenkasse gelten tägliche, vollständige und nachvollziehbare Aufzeichnungen; die Ausnahme von Einzelaufzeichnungen ist eng und nicht automatisch bei jedem Verkauf oder Dienstleistungsbetrieb eröffnet.
| Verfahren | Wie der Tagesumsatz entsteht | Erforderliche Kontrollspur | Nicht verwechseln mit |
|---|---|---|---|
| Kassenbuch mit Einzelaufzeichnungen | jede bare Einnahme und Ausgabe wird chronologisch erfasst | Beleg, laufender Sollbestand und tatsächlicher Kassenbestand | einer bloßen Monatsliste aus Erinnerungswerten |
| Kassenbericht bei offener Ladenkasse | Tageseinnahme wird aus dem ausgezählten Endbestand retrograd berechnet | tägliches Auszählen, Anfangs-/Endbestand, Ausgaben, Entnahmen und Einlagen | einer Liste einzelner Ausgangsrechnungen |
| Elektronisches Aufzeichnungssystem | Einzelvorgänge entstehen im Kassensystem | vollständige Systemdaten, TSE- und Exportanforderungen im betroffenen Fall | einer nachträglich erstellten CSV |
| Bank oder Zahlungsdienst | unbare Bewegungen stehen auf externen Konten | Kontoauszug, Providerabrechnung und Belegzuordnung | physischem Bargeld in der Kasse |
Die Pflicht zur Einzelaufzeichnung gilt grundsätzlich auch bei der Einnahmenüberschussrechnung. Nur wenn die gesetzlichen und verwaltungsseitigen Voraussetzungen der Ausnahme erfüllt sind, darf die Tageslosung einer offenen Ladenkasse retrograd über den Kassenbericht ermittelt werden. Die Wahl der Gewinnermittlungsart entscheidet daher nicht allein über die zulässige Kassenmethode.
Ein Zählprotokoll mit der genauen Stückzahl vorhandener Scheine und Münzen ist nach dem Anwendungserlass nicht als solches erforderlich. Es erleichtert jedoch den Nachweis des tatsächlichen Auszählens. Wer ein anderes Verfahren nutzt, muss trotzdem plausibel zeigen können, wann, durch wen und mit welchem Ergebnis die Kasse gezählt wurde.
Tagesabschluss der offenen Ladenkasse mit Formel und Kontrollbeispiel
Beispiel: Am Vorabend lagen 200 Euro in der Kasse. Heute werden zum Abschluss 470 Euro gezählt. Zusätzlich wurden 100 Euro privat als Wechselgeld eingelegt, 30 Euro bar für Büromaterial bezahlt und 20 Euro privat entnommen. Die Tageslosung beträgt 470 − 200 − 100 + 30 + 20 = 220 Euro. Ohne die Einlage würde der Umsatz fälschlich um 100 Euro zu hoch erscheinen; ohne die Entnahme wäre er 20 Euro zu niedrig.
| Rechengröße | Betrag | Kontrollbeleg |
|---|---|---|
| gezählter Kassenendbestand | 470,00 € | dokumentierter Kassensturz |
| Kassenendbestand des Vortags | − 200,00 € | freigegebener Vorabendabschluss |
| Bareinlage | − 100,00 € | Eigenbeleg „Privateinlage Wechselgeld“ |
| Barausgabe | + 30,00 € | Lieferantenbeleg Büromaterial |
| Barentnahme | + 20,00 € | Eigenbeleg „Privatentnahme“ |
| Tageslosung | 220,00 € | Abstimmung mit Tagesunterlagen |
- Bargeld vollständig zählenSchublade, Wechselgeld, Nebenkasse und getrennt verwahrte Tagesbeträge nach dem dokumentierten Verfahren einbeziehen.
- Vortagsbestand übernehmenNur den bereits freigegebenen Endbestand verwenden und ungeklärte Differenzen nicht still überschreiben.
- Ausgaben und Einlagen prüfenJede Bewegung erhält Datum, Betrag, Art und einen auffindbaren Beleg.
- Losung berechnenFormel auf den gezählten Bestand anwenden und Vorzeichen kontrollieren.
- Plausibilität testenNegativen Sollbestand, doppelte Belege, Tage ohne Abschluss und ungewöhnliche Differenzen klären.
- Tag festschreibenAbschlussfassung und Belege so sichern, dass spätere Korrekturen den Ursprung erkennen lassen.
- Monat abstimmenTagesabschlüsse, Bankeinzahlungen, Barzahlungen und Privatvorgänge vollständig gegeneinander prüfen.
Warum das Invoify-Ausgangsrechnungsbuch kein Kassenbuch ist
Invoify besitzt kein Kassenbuch und keine TSE, keine Registrierkasse und keine Kassensturz- oder Bargeldbestandsfunktion. Die Belegbox kann vorhandene Kassenbelege manuell speichern und ausgewählte Felder per OCR vorschlagen. Sie führt daraus aber keinen laufenden Barbestand und erstellt keinen täglichen Kassenbericht.
Das Invoify-Ausgangsrechnungsbuch ist ein semikolongetrennter CSV-Export für Ausgangsrechnungen, Stornos und Gutschriften. Es enthält unter anderem Belegdatum, Nummer, Kunde, Netto-, Steuer- und Bruttobetrag sowie Zahlungsstatus und Bezahldatum. Der Zeitraum des Ausgangsrechnungsbuchs wird nach Rechnungsdatum gefiltert. Damit lässt sich der fakturierte Umsatz kontrollieren, aber weder der physisch gezählte Kassenbestand noch die retrograde Tageslosung berechnen.
Die redaktionelle Kassenbuch-CSV bleibt deshalb außerhalb des Produkts. Sie ist ein Arbeitsmittel zur Erfassung und Prüfung, keine Zusage zur Ordnungsmäßigkeit des konkreten Kassenverfahrens. Kassentyp, Einzelaufzeichnungsausnahme, TSE-Pflicht, Datenexport, Korrekturen und Verfahrensdokumentation müssen für den tatsächlichen Betrieb beurteilt werden. ${REVIEW}
Häufige Fragen
Kann ich die Kassenbuch-Vorlage kostenlos nutzen?
Ja. Die CSV kann heruntergeladen und angepasst werden. Ob sie für den konkreten Kassentyp genügt, muss das Unternehmen fachlich prüfen.
Wie oft muss das Kassenbuch geführt werden?
Kasseneinnahmen und Kassenausgaben sind nach § 146 AO täglich festzuhalten. Der tatsächliche Bargeldbestand wird regelmäßig per Kassensturz abgestimmt.
Darf ein Kassenbestand negativ sein?
Bei einer tatsächlichen Bargeldkasse nein. Ein negativer rechnerischer Bestand weist auf fehlende oder falsch datierte Bewegungen hin.
Hat Invoify ein Kassenbuch?
Nein. Invoify ist keine Kassenbuchhaltung und kein TSE-Kassensystem. Die CSV ist eine eigenständige redaktionelle Vorlage.
Ist ein Zählprotokoll Pflicht?
Die aktuelle Verwaltungsanweisung verlangt nicht ausdrücklich eine Auflistung der genauen Stückzahl aller Scheine und Münzen. Ein solches Zählprotokoll erleichtert aber den Nachweis, dass der Bargeldbestand tatsächlich ausgezählt wurde. Die tägliche Kassenaufzeichnung und der nachvollziehbare Kassensturz bleiben davon unberührt.