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Offene-Posten-Liste (OPOS) führen: Aufbau, Status und Muster

Eine Offene-Posten-Liste – kurz OP-Liste oder OPOS-Liste – zeigt alle noch nicht vollständig ausgeglichenen Ausgangsrechnungen mit Restbetrag, Fälligkeit und nächster Aktion. Sie ist die tägliche Steuerungsansicht für offene Forderungen, aber keine vollständige Debitorenbuchhaltung.

Offene-Posten-Liste (OPOS-Liste): Kurzantwort und klare Abgrenzung

Kurzantwort: Führe in der OPOS-Liste je versendeter, nicht stornierter Rechnung Kunde, Nummer, Rechnungsbetrag, Zahlungen, offenen Saldo, Fälligkeit, Überfälligkeit, Mahnstufe, Sperre und Owner. Stimme die Liste regelmäßig mit Zahlungseingängen, Korrekturen und dem Belegbestand ab. Entwürfe, stornierte Belege und reine Gutschriften werden nicht als normale offene Posten gezählt.

OPOS steht für offene Posten. In der Praxis bezeichnen OPOS-Liste, Offene-Posten-Liste und OP-Liste dieselbe operative Sicht auf noch nicht ausgeglichene Forderungen und gegebenenfalls Verbindlichkeiten. Dieser Beitrag behandelt ausschließlich offene Kundenforderungen aus Ausgangsrechnungen. Der offene Betrag ist nicht immer nur Rechnungsbetrag minus eine Zahlung: Skonto, Nachlass, Ausbuchung, Gutschrift, Rückzahlung und Verrechnung benötigen eigene Gründe. Altersbänder helfen bei der Priorisierung, ersetzen aber keine Prüfung des konkreten Anspruchs.

Debitorenmanagement steuert den gesamten Kundenforderungsprozess. Diese Seite besitzt die konkrete OPOS-Listenansicht. Buchungskonten, Nebenbuch und Hauptbuchabstimmung werden nicht als Invoify-Funktion behauptet. Die eindeutige interne Kennung eines Kunden erklärt Kundennummer und Debitorennummer.

Entscheidungsmatrix für Offene-Posten-Liste (OPOS-Liste)

SituationPrüffrageEntscheidungNachweis
OffenVersendete Rechnung besitzt noch keinen zugeordneten Ausgleich.Voller Rest wird mit Fälligkeit und nächster Aktion geführt.Rechnung, Versand und Zahlungsstatus.
TeilbezahltMindestens eine Zahlung ist zugeordnet, Rest bleibt bestehen.Restbetrag und Zahlungsdetails werden getrennt angezeigt.Zahlungen, Differenzgrund und Saldo.
ÜberfälligOffener Saldo liegt nach wirtschaftlicher Fälligkeit.Priorität und Mahnprüfung werden ausgelöst.Fälligkeit, Zugang und Mahnstatus.
GesperrtReklamation, Vereinbarung oder interne Prüfung verhindert Standardmahnung.OP bleibt sichtbar, Automatik stoppt bis Prüftermin.Sperrgrund, Owner und Datum.

Offen

Versendete Rechnung besitzt noch keinen zugeordneten Ausgleich. Für den Themenbereich Offene-Posten-Liste (OPOS-Liste) folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: Voller Rest wird mit Fälligkeit und nächster Aktion geführt. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen Rechnung, Versand und Zahlungsstatus. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.

Teilbezahlt

Mindestens eine Zahlung ist zugeordnet, Rest bleibt bestehen. Für den Themenbereich Offene-Posten-Liste (OPOS-Liste) folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: Restbetrag und Zahlungsdetails werden getrennt angezeigt. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen Zahlungen, Differenzgrund und Saldo. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.

Überfällig

Offener Saldo liegt nach wirtschaftlicher Fälligkeit. Für den Themenbereich Offene-Posten-Liste (OPOS-Liste) folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: Priorität und Mahnprüfung werden ausgelöst. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen Fälligkeit, Zugang und Mahnstatus. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.

Gesperrt

Reklamation, Vereinbarung oder interne Prüfung verhindert Standardmahnung. Für den Themenbereich Offene-Posten-Liste (OPOS-Liste) folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: OP bleibt sichtbar, Automatik stoppt bis Prüftermin. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen Sperrgrund, Owner und Datum. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.

Offene-Posten-Liste (OPOS-Liste) Schritt für Schritt umsetzen

  1. Grundgesamtheit bestimmenNimm versendete echte Rechnungen auf und schließe Entwürfe/Storno aus.
  2. Zahlungen zuordnenVerbinde Betrag, Datum, Zahlart und Referenz mit Rechnung.
  3. Fälligkeit berechnenNutze vereinbarte Kondition und Rechnungszugang sachgerecht.
  4. Status ableitenKennzeichne offen, teilbezahlt, bezahlt, überfällig und gesperrt.
  5. Altersstruktur bildenGruppiere offene Beträge nach Tagen überfällig.
  6. Aktion zuweisenHinterlege Erinnerung, Mahnung, Rückfrage, Ratenplan oder Eskalation.
  7. AbstimmenVergleiche Liste mit Zahlungen, Belegbestand und Ausnahmen.

Grundgesamtheit bestimmen

Nimm versendete echte Rechnungen auf und schließe Entwürfe/Storno aus. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald Liste nur bestehende Forderungen enthält. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Offene-Posten-Liste (OPOS-Liste) ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Gutschriften werden über ihre Wirkung verknüpft. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.

Zahlungen zuordnen

Verbinde Betrag, Datum, Zahlart und Referenz mit Rechnung. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald offener Saldo serverseitig oder kontrolliert berechnet wird. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Offene-Posten-Liste (OPOS-Liste) ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Unklare Sammelzahlungen bleiben in Klärung. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.

Fälligkeit berechnen

Nutze vereinbarte Kondition und Rechnungszugang sachgerecht. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald wirtschaftliche Priorität korrekt ist. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Offene-Posten-Liste (OPOS-Liste) ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Rechtlicher Verzug wird separat geprüft. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.

Status ableiten

Kennzeichne offen, teilbezahlt, bezahlt, überfällig und gesperrt. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald Filter eindeutige Kriterien besitzen. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Offene-Posten-Liste (OPOS-Liste) ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Status wird nicht manuell ohne Zahlungsbezug gesetzt. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.

Altersstruktur bilden

Gruppiere offene Beträge nach Tagen überfällig. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald Team große und alte Risiken schnell erkennt. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Offene-Posten-Liste (OPOS-Liste) ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Hoher Betrag mit Reklamation bleibt gesondert sichtbar. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.

Aktion zuweisen

Hinterlege Erinnerung, Mahnung, Rückfrage, Ratenplan oder Eskalation. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald jeder relevante OP einen nächsten Schritt hat. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Offene-Posten-Liste (OPOS-Liste) ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Massenmail ersetzt keine Owner-Zuordnung. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.

Abstimmen

Vergleiche Liste mit Zahlungen, Belegbestand und Ausnahmen. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald fehlende oder doppelte Zuordnungen auffallen. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Offene-Posten-Liste (OPOS-Liste) ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Bankabgleich erfolgt bei Invoify ohne automatische Bankfunktion manuell. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.

Begriffe: OPOS ist die gebräuchliche Kurzform für „offene Posten“. Eine OPOS-Liste kann in einer Buchhaltung auch Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten enthalten. Für das Forderungsmanagement wird sie häufig als Liste offener Kundenrechnungen verwendet. Entscheidend ist, den betrachteten Umfang im Bericht eindeutig zu benennen.
RechnungKunde / DebitorBetragBezahltOffenFälligStatus/Aktion
RE-2026-0041Muster GmbH1.190 €1.190 €0 €20.07.2026bezahlt – schließen
RE-2026-0042Beispiel AG5.000 €2.000 €3.000 €25.07.2026teilbezahlt – Rückfrage
RE-2026-0043Nord KG850 €0 €850 €15.07.2026überfällig – Mahnung prüfen
RE-2026-0044Süd GmbH2.400 €0 €2.400 €10.07.2026gesperrt – Reklamation bis 05.08.

Praxisbeispiele für Offene-Posten-Liste (OPOS-Liste)

Sammelzahlung

Kunde überweist 3.000 Euro für drei Rechnungen ohne klare Referenz. Die verantwortliche Person entscheidet deshalb: Betrag bleibt in Klärung, bis Aufteilung bestätigt ist. Im Ergebnis werden nicht zufällig die ältesten Belege als bezahlt markiert. Das Beispiel zeigt, dass Offene-Posten-Liste (OPOS-Liste) nicht durch eine einzelne Checkbox erledigt ist. Erst das Zusammenspiel aus Ausgangsdaten, dokumentierter Prüfung und kontrolliertem Ergebnis macht den Vorgang für Empfänger, Team und spätere Prüfungen nachvollziehbar.

Skontoausgleich

Kunde zahlt fristgerecht 2 Prozent weniger auf eine ausgewiesene Kondition. Die verantwortliche Person entscheidet deshalb: Zahlung und Differenzgrund Skonto schließen den Beleg kontrolliert. Im Ergebnis bleibt ersichtlich, weshalb Zahlung kleiner als Rechnungsbetrag ist. Das Beispiel zeigt, dass Offene-Posten-Liste (OPOS-Liste) nicht durch eine einzelne Checkbox erledigt ist. Erst das Zusammenspiel aus Ausgangsdaten, dokumentierter Prüfung und kontrolliertem Ergebnis macht den Vorgang für Empfänger, Team und spätere Prüfungen nachvollziehbar.

Reklamierter OP

Kunde bestreitet eine Position und hat Mahnsperre. Die verantwortliche Person entscheidet deshalb: Saldo bleibt in Liste mit Owner und Prüftermin sichtbar. Im Ergebnis geht die Forderung nicht in der Automatik verloren. Das Beispiel zeigt, dass Offene-Posten-Liste (OPOS-Liste) nicht durch eine einzelne Checkbox erledigt ist. Erst das Zusammenspiel aus Ausgangsdaten, dokumentierter Prüfung und kontrolliertem Ergebnis macht den Vorgang für Empfänger, Team und spätere Prüfungen nachvollziehbar.

Typische Fehler bei Offene-Posten-Liste (OPOS-Liste)

Entwürfe als OP zählen

Noch nicht ausgegebene Belege verzerren Forderungsbestand. Die fachliche Korrektur lautet: Nur versendete echte Rechnungen gehen ein. Als dauerhafte Kontrolle wird Grundgesamtheit automatisiert gefiltert. Dadurch wird der Fehler nicht nur in einem Einzelfall repariert. Der Ablauf rund um Offene-Posten-Liste (OPOS-Liste) erhält eine Regel, die denselben Fehler bei der nächsten Rechnung, Datei oder Bestandsbewegung früh sichtbar macht.

Manuell „bezahlt“ setzen

Zahlungsdaten und Saldo sind nicht nachvollziehbar. Die fachliche Korrektur lautet: Status folgt zugeordneten Zahlungen. Als dauerhafte Kontrolle wird Jeder Ausgleich Betrag, Datum und Grund benötigt. Dadurch wird der Fehler nicht nur in einem Einzelfall repariert. Der Ablauf rund um Offene-Posten-Liste (OPOS-Liste) erhält eine Regel, die denselben Fehler bei der nächsten Rechnung, Datei oder Bestandsbewegung früh sichtbar macht.

Sperren ausblenden

Riskante oder strittige Forderungen verschwinden aus Steuerung. Die fachliche Korrektur lautet: Sperren bleiben eigene sichtbare Kategorie. Als dauerhafte Kontrolle wird Ablaufdatum und Owner verpflichtend sind. Dadurch wird der Fehler nicht nur in einem Einzelfall repariert. Der Ablauf rund um Offene-Posten-Liste (OPOS-Liste) erhält eine Regel, die denselben Fehler bei der nächsten Rechnung, Datei oder Bestandsbewegung früh sichtbar macht.

OP-Liste Buchhaltung nennen

Hauptbuch, Debitorenkonto und Abschlussabstimmung werden vorgetäuscht. Die fachliche Korrektur lautet: Operative Forderungssteuerung wird klar abgegrenzt. Als dauerhafte Kontrolle wird Produkttext keine Fibu-Funktion behauptet. Dadurch wird der Fehler nicht nur in einem Einzelfall repariert. Der Ablauf rund um Offene-Posten-Liste (OPOS-Liste) erhält eine Regel, die denselben Fehler bei der nächsten Rechnung, Datei oder Bestandsbewegung früh sichtbar macht.

Freigabe-Checkliste: Offene-Posten-Liste (OPOS-Liste)

  • Forderung, Schuldner und Rechnung eindeutig
  • Fälligkeit und Zugang beziehungsweise Vereinbarung belegt
  • Verzugsvoraussetzungen für B2B/B2C geprüft
  • Teilzahlungen, Gutschriften und Storno berücksichtigt
  • Bankverbindung und Zahlungsreferenz verifiziert
  • Kosten, Zinsen und Hauptforderung getrennt
  • Status, Owner und nächste Aktion dokumentiert
  • Kommunikation und Belege nachvollziehbar archiviert

Die Checkliste wird nicht erst am Ende eines Monats abgearbeitet. Sie gehört an den einzelnen Vorgang, solange Rückfragen noch ohne aufwendige Rekonstruktion beantwortet werden können. Pflichtfelder verhindern einfache Lücken; fachliche Ausnahmen brauchen zusätzlich eine kurze Begründung. So bleibt Offene-Posten-Liste (OPOS-Liste) auch dann kontrollierbar, wenn mehrere Personen Eingang, Prüfung, Freigabe und Versand übernehmen.

Ein Vier-Augen-Prinzip ist besonders bei neuen Geschäftsfällen, geänderten Stammdaten und rechtlich sensiblen Entscheidungen sinnvoll. Wiederkehrende Standardfälle können nach dokumentierter Freigabe stärker automatisiert werden. Die Automatisierung übernimmt jedoch nur die freigegebene Regel. Sie darf eine fehlende Information nicht still durch einen plausibel wirkenden Standardwert ersetzen.

Dokumentation, Verantwortlichkeit und regelmäßige Pflege

Für Offene-Posten-Liste (OPOS-Liste) werden Eingangsdaten, Entscheidung, Ergebnis und Nachweis als zusammenhängender Vorgang geführt. Eine reine Dateiablage zeigt zwar das Endprodukt, aber nicht zwingend den Entscheidungsweg. Deshalb erhält jede Ausnahme einen Owner, einen Status und einen nächsten Schritt. Änderungen werden ergänzt oder versioniert; sie werden nicht durch stilles Überschreiben unsichtbar gemacht.

Die zugrunde liegende Arbeitsanweisung nennt außerdem ein Prüfdatum. Rechtliche Schwellen, technische Standards, externe Portale und interne Produktfunktionen können sich ändern. Bei der turnusmäßigen Kontrolle werden Primärquelle, tatsächlicher Prozess und veröffentlichte Aussage miteinander verglichen. Ändert sich nur eine Zahl, wird derselbe Intent-Owner aktualisiert; eine neue Jahres-URL ist dafür nicht erforderlich.

Der Prozessrahmen steht auf Debitorenmanagement und Forderungsmanagement. Die Zuordnung von Kunden- und Debitorenkennungen erklärt Kundennummer oder Debitorennummer. Überfällige offene Posten gehen kontrolliert in automatisches Mahnwesen.

Offene-Posten-Liste (OPOS-Liste) und die Produktgrenzen von Invoify

Invoify führt bei versendeten Ausgangsrechnungen offene, teilbezahlte, bezahlte und abgeleitet überfällige Zustände. Zahlungen können mit Betrag, Datum, Zahlart und Differenzgrund erfasst werden. Das Mahnwesen erzeugt verknüpfte Mahnstufen, berechnet konfigurierte Verzugszinsen und berücksichtigt Mahnsperren; eine Bankanbindung, automatische SEPA-Lastschrifteinreichung oder CAMT-/MT940-Zuordnung ist nicht als Funktion belegt.

Eine Funktion wird in diesem Leitfaden nur dann als Invoify-Funktion bezeichnet, wenn sie in der aktuellen Produktdokumentation belegt ist. Steuerliche Würdigung, rechtliche Einzelfallprüfung und externe Behördenverfahren bleiben bei den verantwortlichen Personen beziehungsweise deren Beratung. Diese Trennung verhindert, dass ein formal erzeugter Beleg mit einer fachlich freigegebenen Entscheidung verwechselt wird.

Offizielle Quellen und Prüfstand

Rechtsgrundlagen sind insbesondere § 271 BGB, § 286 BGB und § 288 BGB. Den nach § 247 BGB halbjährlich veränderlichen Basiszinssatz veröffentlicht die Deutsche Bundesbank; seit 1. Juli 2026 beträgt er 1,52 Prozent. Letzter Quellencheck: 5. August 2026; nächste turnusmäßige Prüfung: 1. Januar 2027.

OPOS-Aging: nach Fälligkeit priorisieren, nicht nach Rechnungsdatum

Direktantwort: Eine Altersstruktur gruppiert den offenen Restbetrag zum festgelegten Berichtsstichtag nach Tagen vor beziehungsweise nach Fälligkeit. Sie nutzt den Restbetrag, nicht den ursprünglichen Rechnungsbetrag. Ein Altersband ist eine operative Priorität und kein automatischer Nachweis des rechtlichen Verzugs.

Der Berichtsstichtag muss auf jeder OP-Liste stehen. Ohne ihn können zwei Personen dieselbe Forderung unterschiedlichen Altersbändern zuordnen. Als Alter zählt für die Mahnsteuerung die Differenz zwischen Stichtag und Fälligkeit. Das Rechnungsdatum bleibt ein separates Feld für Beleg- und Periodenfragen. Eine erst in 20 Tagen fällige Rechnung ist nicht „20 Tage alt überfällig“, auch wenn sie schon vor Wochen geschrieben wurde.

Altersband zum StichtagBedeutungStandardaktionAusnahme
noch nicht fälligoffener Rest mit zukünftigem Fälligkeitsdatumnur Zustell- und Stammdatenfehler beobachtenhohes Risiko oder absehbare Reklamation separat klären
1–7 Tage überfälligfrische FristüberschreitungZahlungseingang und Banklauf prüfen; Erinnerung nach RegelZahlungszusage oder unverbuchte Zahlung
8–30 Tagelaufender Mahn- oder KlärprozessStufe, Zustellung und Reaktion kontrollierenReklamation mit aktivem Owner
31–60 Tageerhöhte PrioritätEntscheidung über nächste sachgerechte Stufetragfähige Ratenvereinbarung
61–90 Tagealtes RisikoAktenvollständigkeit, Wirtschaftlichkeit und Eskalationsentscheidunggerichtete Klärung mit festem Termin
mehr als 90 Tagesehr alter offener RestManagemententscheidung und Verjährungsmonitoringnicht automatisch abschreiben oder ungeprüft eskalieren

Die Grenzen 7, 30, 60 und 90 Tage sind ein mögliches internes Raster, keine gesetzlichen Mahnstufen. Unternehmen können andere Bänder nutzen, müssen sie dann über Berichte hinweg konstant halten. Gesperrte oder reklamierte Posten bleiben in den Betragssummen ihres Altersbands enthalten und erhalten zusätzlich einen Klärstatus; andernfalls sieht das Risiko künstlich kleiner aus.

Offene Posten abstimmen: vom Bewegungsnachweis zur Differenzqueue

Kontrollgleichung: Anfangsbestand offene Kundenforderungen + neu ausgegebene Rechnungen − zugeordnete Zahlungen − wirksam zugeordnete Gutschriften/Nachlässe/Ausbuchungen + bestätigte Rückgaben = Endbestand. Jeder Summand braucht Bewegungszeilen; ein manuell überschriebener Status ersetzt die Abstimmung nicht.

Die Gleichung ist ein Kontrollmodell, kein allgemeiner Buchungssatz. Storno, Gutschrift, Skonto, Nachlass, Ausbuchung, Rückzahlung und Verrechnung wirken je nach Sachverhalt unterschiedlich. Entscheidend ist, dass Ausgangsbeleg, Zahlungsbewegung und begründete Korrektur einzeln erhalten bleiben und gemeinsam genau den offenen Rest ergeben.

  1. Grundbestand einfrierenBerichtsstichtag, Mandant, Währung und Umfang „Kundenforderungen aus Ausgangsrechnungen“ festhalten.
  2. Belege vollständig zählenVersendete Rechnungen sowie zugehörige Stornos und Gutschriften gegen Nummernfolge und Export prüfen.
  3. Zahlungen abstimmenBetrag, Datum, Zahler und Verwendungszweck mit Rechnung oder Klärfall verbinden.
  4. Differenzen erklärenSkonto, Nachlass, Ausbuchung, Überzahlung, Rückgabe und Gebühren mit eigenem Grund statt Sammelkorrektur führen.
  5. Ausnahmequeue bildenUnbekannte Zahler, Sammelzahlungen, doppelte Zuordnung, fehlende Belege und strittige Salden mit Owner versehen.
  6. Summen schließenAnfang, Bewegungen und Endbestand je Währung und Kundengruppe rechnerisch abstimmen.
  7. Mahnfreigabe erteilenErst die abgestimmte OP-Sicht an Erinnerung, Mahnlauf oder individuelle Klärung übergeben.

Ein Bankumsatz ohne Belegreferenz ist noch keine zugeordnete Kundenzahlung. Ebenso darf eine Gutschrift den OP nur dann reduzieren, wenn ihre wirtschaftliche Wirkung auf genau diese Forderung geklärt ist. Die Differenzqueue schützt davor, durch eine schnelle Zuordnung zwar eine schöne Liste, aber einen falschen Kundensaldo zu erzeugen.

Aus der OP-Liste wird eine Arbeitsliste: Owner, Aktion und Wiedervorlage

KlärstatusOwnerNächste AktionErledigt, wenn
Zahlung unzugeordnetFinance / ForderungsteamZahler und Verwendungszweck klärenBewegung eindeutig zugeordnet oder begründet separat bleibt
Rechnung nicht zugestelltStammdaten-OwnerAdresse und Kanal korrigieren, finale Fassung erneut zustellenZustellung dokumentiert ist
Leistung reklamiertFachbereich / KundenverantwortlicherBeanstandung sachlich entscheidenKorrektur, Einigung oder begründete Forderungsfreigabe vorliegt
ZahlungszusageKundenverantwortlicherTermin überwachenZahlung eingegangen oder Folgeentscheidung dokumentiert ist
RatenvereinbarungFinancefällige Rate und Restplan kontrollierenPlan erfüllt, geändert oder wirksam eskaliert ist
MahnbarForderungsteamfreigegebene Erinnerung beziehungsweise Stufe auslösenVersand und neue Frist dokumentiert sind

Jeder offene Ausnahmefall erhält genau einen aktuell verantwortlichen Owner, eine konkrete Aktion und ein Datum. „Beim Kunden“ oder „in Prüfung“ sind keine ausreichenden nächsten Schritte. Für Vertretung und Managementsicht werden überfällige Wiedervorlagen separat gezählt, ohne den zugrunde liegenden offenen Betrag auszublenden.

Invoify als operative Rechnungsliste – keine buchhalterische OPOS-Ausgabe

Die Invoify-Rechnungsliste zeigt Status, Rechnungsnummer, Empfänger, Rechnungsdatum, Fälligkeit, offenen Rest und Gesamtsumme. Sie lässt sich nach „offen“, „überfällig“, „teilbezahlt“ und „bezahlt“ filtern. Manuell erfasste Zahlungen verändern Zahlstatus und Restbetrag; Differenzen können mit Gründen wie Skonto, Nachlass oder Ausbuchung geschlossen werden.

Eine eigenständige OPOS-Auswertung mit frei definierbaren Aging-Bändern, Summen je Band, Klärstatus, Owner, nächster Aktion oder Wiedervorlagedatum ist nicht als Produktfunktion belegt. Ebenso fehlen automatischer Bankabgleich und Debitoren-Nebenbuch. Das Rechnungsausgangsbuch als CSV enthält Belegdaten, Debitorennummer, Beträge, Zahlstatus und Bezahldatum, aber keinen offenen Restbetrag und keine einzelnen Zahlungsbewegungen. Es ersetzt daher weder die operative Ausnahmequeue noch die buchhalterische OPOS-Abstimmung. ${REVIEW}

Offene Beträge weiterverarbeiten

Die OP-Liste priorisiert Forderungen. Für die kontrollierte Mahnsoftware und einen scanbaren Überweisungsvorschlag besitzen Produkt und Zahlungsstandard eigene Owner.

VertiefungWann dorthin wechseln
Mahnwesen-Softwarewenn aus geprüften offenen Beträgen Entwürfe, Stufen und Versand werden sollen
GiroCode auf der Rechnungwenn Empfänger, IBAN, Restbetrag und Referenz per EPC-QR übernommen werden sollen

Häufige Fragen

Was ist eine OPOS-Liste?

OPOS steht für offene Posten. Eine OPOS-Liste zeigt noch nicht vollständig ausgeglichene Forderungen oder Verbindlichkeiten mit Betrag, Fälligkeit und Bearbeitungsstatus. Dieser Beitrag fokussiert offene Kundenrechnungen.

Sind Entwürfe offene Posten?

Nein. Eine noch nicht ausgegebene Rechnungsfassung ist keine normale versendete Forderung.

Wie werden Teilzahlungen dargestellt?

Mit einzelnen Zahlungszeilen und einem daraus berechneten Restbetrag; Differenzen erhalten einen Grund wie Skonto oder Nachlass.

Hat Invoify eine OP-Übersicht?

Ja. Rechnungen können nach offen, teilbezahlt, bezahlt und überfällig gefiltert werden; Restbeträge folgen den erfassten Zahlungen. Ein automatischer Bankabgleich ist nicht belegt.

Wie oft sollte eine Offene-Posten-Liste abgestimmt werden?

Vor jedem Mahnlauf und jedem Abschluss sollte der Datenstand geprüft sein. Bei vielen Zahlungseingängen ist ein täglicher Abgleich sinnvoll; bei geringem Volumen kann ein fester wöchentlicher Rhythmus genügen. Unzugeordnete Zahlungen und Rückgaben werden unabhängig davon zeitnah geklärt.

Hinweis: Der Beitrag erläutert allgemeine Grundsätze und ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Bei Sonderfällen sind der konkrete Sachverhalt und die aktuellen gesetzlichen Vorgaben maßgeblich.