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Rechnungen & Prozesse

Rechnungsausgangsbuch führen: Aufbau, Kontrollen und CSV-Vorlage

Ein Rechnungsausgangsbuch ist ein chronologisches Kontrollregister der ausgegebenen Rechnungen und ihrer Korrekturbelege. Es hilft, Nummernfolge, Beträge, Steuergruppen, Kunden und Bearbeitungsstatus abzustimmen. Die Tabelle ersetzt weder die Originalrechnung noch eine vollständige Finanzbuchhaltung oder einen automatischen Bankabgleich.

Rechnungsausgangsbuch: Kurzantwort und klare Abgrenzung

Kurzantwort: Führe pro ausgegebenem Beleg mindestens Rechnungsdatum, Leistungsdatum, Rechnungsnummer, Belegart, Kunde, Netto, Umsatzsteuer, Brutto und einen nachvollziehbaren Status. Storno- und Gutschriftsbelege erhalten eigene Zeilen und verweisen auf den Ursprung. Stimme den Zeitraum gegen Nummernfolge und Originaldateien ab und übergib den geprüften Export an den nachgelagerten Buchhaltungsprozess.

Das Rechnungsausgangsbuch ist eine organisatorische Übersicht. Weder § 14 UStG noch § 14b UStG schreiben eine universelle Excel-Datei mit genau diesen Spalten vor. Trotzdem müssen Rechnungen vollständig, geordnet, verfügbar und über die geltenden Fristen aufbewahrt werden; steuerlich relevante elektronische Daten müssen im jeweiligen Systemkontext auswertbar bleiben.

Die Ausgangsrechnung erklärt den einzelnen Beleg, Offene Posten priorisiert offene Restbeträge und Debitorenmanagement steuert den Kundenforderungsprozess. Diese Seite besitzt Register, CSV-Vorlage, Periodenkontrolle und Exportgrenzen. Sie ist kein zweiter OPOS- oder Buchhaltungs-Owner.

Entscheidungsmatrix für Rechnungsausgangsbuch

SituationPrüffrageEntscheidungNachweis
Kleine manuelle ÜbersichtWenige Ausgangsbelege werden außerhalb einer Software kontrolliert.Eine geschützte CSV oder Tabelle erhält stabile Spalten, Beleglinks und einen festen Monatsabschluss.Originalbelege, Nummernkreis und Änderungsprotokoll.
Software-ExportRechnungen entstehen in einem System mit eigenem Export.Der Export wird unverändert gesichert und anhand definierter Stichproben gegen Belege geprüft.Exportzeit, Filter, Zeilenzahl und Prüfstichprobe.
KorrekturbelegEine Rechnung wird storniert oder teilweise gemindert.Original und Folgebeleg bleiben in getrennten Zeilen mit eindeutiger Referenz und Vorzeichenlogik.Ursprungsnummer, Belegart, Betrag und Korrekturgrund.
BuchhaltungsübergabeSteuerberatung oder Finanzbuchhaltung benötigt Periodendaten.Format, Felder, Cut-off und fehlende Kontierungsdaten werden vor Übergabe abgestimmt.Übergabeprotokoll, Importfeedback und offene Klärliste.
SystemwechselDas produktive Rechnungssystem wird abgelöst.CSV, Originale, strukturierte Dateien und Belegbeziehungen werden vollständig exportiert und testweise wiederhergestellt.Vollständigkeitszählung, Dateitest und Archivverantwortung.

Kleine manuelle Übersicht

Wenige Ausgangsbelege werden außerhalb einer Software kontrolliert. Für den Themenbereich Rechnungsausgangsbuch folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: Eine geschützte CSV oder Tabelle erhält stabile Spalten, Beleglinks und einen festen Monatsabschluss. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen Originalbelege, Nummernkreis und Änderungsprotokoll. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.

Software-Export

Rechnungen entstehen in einem System mit eigenem Export. Für den Themenbereich Rechnungsausgangsbuch folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: Der Export wird unverändert gesichert und anhand definierter Stichproben gegen Belege geprüft. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen Exportzeit, Filter, Zeilenzahl und Prüfstichprobe. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.

Korrekturbeleg

Eine Rechnung wird storniert oder teilweise gemindert. Für den Themenbereich Rechnungsausgangsbuch folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: Original und Folgebeleg bleiben in getrennten Zeilen mit eindeutiger Referenz und Vorzeichenlogik. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen Ursprungsnummer, Belegart, Betrag und Korrekturgrund. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.

Buchhaltungsübergabe

Steuerberatung oder Finanzbuchhaltung benötigt Periodendaten. Für den Themenbereich Rechnungsausgangsbuch folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: Format, Felder, Cut-off und fehlende Kontierungsdaten werden vor Übergabe abgestimmt. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen Übergabeprotokoll, Importfeedback und offene Klärliste. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.

Systemwechsel

Das produktive Rechnungssystem wird abgelöst. Für den Themenbereich Rechnungsausgangsbuch folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: CSV, Originale, strukturierte Dateien und Belegbeziehungen werden vollständig exportiert und testweise wiederhergestellt. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen Vollständigkeitszählung, Dateitest und Archivverantwortung. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.

Rechnungsausgangsbuch Schritt für Schritt umsetzen

  1. Zeitraum festlegenDefiniere Von-/Bis-Datum, Zeitzone und den Bearbeitungsstichtag für den Export.
  2. Belege auswählenÜbernimm ausgegebene Rechnungen sowie zugehörige Storno- und Gutschriftsbelege, nicht bloße Entwürfe.
  3. Pflichtfelder prüfenKontrolliere Nummer, Daten, Kunde, Belegart, Netto, Steuer und Brutto.
  4. Nummernfolge abstimmenSuche Sprünge, Dubletten und unerwartete Präfixe im gewählten Zeitraum.
  5. Korrekturen verbindenOrdne Storno und Gutschrift über Ursprungsnummer beziehungsweise Beleglink zu.
  6. Zahlstatus einordnenNutze Status und Bezahldatum als Information, gleiche offene Beträge aber mit Zahlungsdaten und Folgebelegen ab.
  7. Export sichernSpeichere CSV und zugehörige Originale kontrolliert und teste Öffnen, Umlaute, Zahlen und Datum.
  8. Monat abschließenDokumentiere Zeilenzahl, Summen, Klärfälle, Übergabe und verantwortliche Freigabe.

Zeitraum festlegen

Definiere Von-/Bis-Datum, Zeitzone und den Bearbeitungsstichtag für den Export. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald alle Beteiligten denselben Periodenschnitt verwenden. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Rechnungsausgangsbuch ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Später eingegangene Korrekturen erhalten einen dokumentierten Nachlauf. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.

Belege auswählen

Übernimm ausgegebene Rechnungen sowie zugehörige Storno- und Gutschriftsbelege, nicht bloße Entwürfe. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald jede Zeile einen tatsächlich relevanten Ausgangsbeleg bezeichnet. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Rechnungsausgangsbuch ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Ungeklärter Status wird nicht als versendet angenommen. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.

Pflichtfelder prüfen

Kontrolliere Nummer, Daten, Kunde, Belegart, Netto, Steuer und Brutto. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald Übersicht und Originalbeleg dieselben Kernwerte tragen. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Rechnungsausgangsbuch ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Abweichungen werden im Quellsystem geklärt statt nur in Excel korrigiert. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.

Nummernfolge abstimmen

Suche Sprünge, Dubletten und unerwartete Präfixe im gewählten Zeitraum. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald jede Auffälligkeit erklärt oder behoben ist. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Rechnungsausgangsbuch ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Gelöschte Entwürfe werden nicht als fehlende festgeschriebene Rechnung behandelt. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.

Korrekturen verbinden

Ordne Storno und Gutschrift über Ursprungsnummer beziehungsweise Beleglink zu. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald wirtschaftliche Wirkung und Historie nachvollziehbar bleiben. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Rechnungsausgangsbuch ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Eine negative Zeile ohne Belegbezug stoppt die Freigabe. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.

Zahlstatus einordnen

Nutze Status und Bezahldatum als Information, gleiche offene Beträge aber mit Zahlungsdaten und Folgebelegen ab. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald Register und Forderungsstatus nicht verwechselt werden. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Rechnungsausgangsbuch ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Teilzahlungen benötigen mehr Detail als eine einzelne Statusspalte. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.

Export sichern

Speichere CSV und zugehörige Originale kontrolliert und teste Öffnen, Umlaute, Zahlen und Datum. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald die Übergabe außerhalb des Quellsystems lesbar ist. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Rechnungsausgangsbuch ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Eine beschädigte oder falsch getrennte Datei wird neu erzeugt. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.

Monat abschließen

Dokumentiere Zeilenzahl, Summen, Klärfälle, Übergabe und verantwortliche Freigabe. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald der Periodenstand später reproduzierbar ist. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Rechnungsausgangsbuch ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Offene Ausnahmen bleiben mit Owner und Frist sichtbar. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.

Nutzbare Vorlage: Rechnungsausgangsbuch-Vorlage 2026 als CSV herunterladen. Die Datei lässt sich in Tabellenprogrammen öffnen und an den eigenen Prozess anpassen.
EbeneWas sie beantwortetWas sie nicht ersetzt
AusgangsbuchWelche Ausgangsbelege wurden im Zeitraum ausgegeben?Originaldatei und Belegarchiv
OPOS-SichtWelche Restbeträge sind offen und welche Aktion folgt?Bankabgleich und Debitorennebenbuch
FinanzbuchhaltungWie werden Geschäftsvorfälle kontiert und ausgewertet?fachliche Belegprüfung
ArchivSind Original, Strukturdatei und Änderungsspur verfügbar?operative Monatssteuerung

Praxisbeispiele für Rechnungsausgangsbuch

Rechnung und Vollstorno

Eine Augustrechnung wird noch im selben Monat vollständig storniert. Die verantwortliche Person entscheidet deshalb: Beide Belege bleiben als getrennte Zeilen erhalten; das Storno verweist auf die Rechnungsnummer und spiegelt die Beträge negativ. Im Ergebnis bleiben Nummernfolge und wirtschaftliche Nullwirkung zugleich erkennbar. Das Beispiel zeigt, dass Rechnungsausgangsbuch nicht durch eine einzelne Checkbox erledigt ist. Erst das Zusammenspiel aus Ausgangsdaten, dokumentierter Prüfung und kontrolliertem Ergebnis macht den Vorgang für Empfänger, Team und spätere Prüfungen nachvollziehbar.

Teilbezahlte Rechnung

Eine Rechnung über 1.190 Euro hat eine Zahlung von 500 Euro erhalten. Die verantwortliche Person entscheidet deshalb: Das Ausgangsbuch zeigt den Zahlstatus, die operative OPOS-Sicht führt zusätzlich den offenen Restbetrag und die konkrete Zahlungsbewegung. Im Ergebnis wird eine Statusspalte nicht mit vollständiger Zahlungsabstimmung verwechselt. Das Beispiel zeigt, dass Rechnungsausgangsbuch nicht durch eine einzelne Checkbox erledigt ist. Erst das Zusammenspiel aus Ausgangsdaten, dokumentierter Prüfung und kontrolliertem Ergebnis macht den Vorgang für Empfänger, Team und spätere Prüfungen nachvollziehbar.

Übergabe an die Steuerberatung

Die Kanzlei benötigt monatlich Belegdaten und Originaldateien. Die verantwortliche Person entscheidet deshalb: Unternehmen und Kanzlei stimmen Format, Zeitraum und fehlende Kontierungsfelder ab und testen einen Import. Im Ergebnis ist klar, ob CSV nur Kontrollliste oder tatsächliche Importschnittstelle ist. Das Beispiel zeigt, dass Rechnungsausgangsbuch nicht durch eine einzelne Checkbox erledigt ist. Erst das Zusammenspiel aus Ausgangsdaten, dokumentierter Prüfung und kontrolliertem Ergebnis macht den Vorgang für Empfänger, Team und spätere Prüfungen nachvollziehbar.

Typische Fehler bei Rechnungsausgangsbuch

Excel-Zeile als Original behandeln

Die Tabelle bleibt erhalten, die eigentliche Rechnung oder XML-Datei fehlt. Die fachliche Korrektur lautet: Register und unveränderter Originalbeleg werden miteinander referenziert und separat gesichert. Als dauerhafte Kontrolle wird Monatscheck jede Zeile auf eine erreichbare Datei prüft. Dadurch wird der Fehler nicht nur in einem Einzelfall repariert. Der Ablauf rund um Rechnungsausgangsbuch erhält eine Regel, die denselben Fehler bei der nächsten Rechnung, Datei oder Bestandsbewegung früh sichtbar macht.

Entwürfe exportieren

Noch änderbare Belege erscheinen wie ausgegebene Rechnungen und verfälschen Nummernfolge und Umsatz. Die fachliche Korrektur lautet: Nur tatsächlich ausgegebene beziehungsweise festgeschriebene Belege fließen ein. Als dauerhafte Kontrolle wird Statusfilter und Stichprobe dokumentiert sind. Dadurch wird der Fehler nicht nur in einem Einzelfall repariert. Der Ablauf rund um Rechnungsausgangsbuch erhält eine Regel, die denselben Fehler bei der nächsten Rechnung, Datei oder Bestandsbewegung früh sichtbar macht.

Storno überschreibt Rechnung

Der Ursprungsbeleg verschwindet aus der Übersicht. Die fachliche Korrektur lautet: Storno oder Gutschrift erhält eine neue Zeile mit eigenem Datum, Nummer und Bezug. Als dauerhafte Kontrolle wird Originalzeilen nach Export gesperrt bleiben. Dadurch wird der Fehler nicht nur in einem Einzelfall repariert. Der Ablauf rund um Rechnungsausgangsbuch erhält eine Regel, die denselben Fehler bei der nächsten Rechnung, Datei oder Bestandsbewegung früh sichtbar macht.

CSV als DATEV-Format bezeichnen

Eine frei strukturierte Semikolon-Datei wird ungeprüft als DATEV-EXTF importiert. Die fachliche Korrektur lautet: Zielsystem, Spezifikation und Feldmapping werden ausdrücklich abgestimmt. Als dauerhafte Kontrolle wird Testimport vor dem Monatsabschluss erfolgt. Dadurch wird der Fehler nicht nur in einem Einzelfall repariert. Der Ablauf rund um Rechnungsausgangsbuch erhält eine Regel, die denselben Fehler bei der nächsten Rechnung, Datei oder Bestandsbewegung früh sichtbar macht.

Freigabe-Checkliste: Rechnungsausgangsbuch

  • Zeitraum und Stichtag eindeutig festgelegt
  • Nur ausgegebene Belege, keine bloßen Entwürfe, in den Abschluss übernommen
  • Rechnungen, Storno- und Gutschriftsbelege nach Belegart unterscheidbar
  • Nummernfolge auf Lücken und ungeklärte Sprünge geprüft
  • Netto, Umsatzsteuer und Brutto rechnerisch abgestimmt
  • Zahlstatus nicht mit Buchung oder Bankabgleich gleichgesetzt
  • Originalbelege und strukturierte E-Rechnungsdateien separat auffindbar
  • Export außerhalb des Quellsystems stichprobenartig geöffnet und geprüft

Die Checkliste wird nicht erst am Ende eines Monats abgearbeitet. Sie gehört an den einzelnen Vorgang, solange Rückfragen noch ohne aufwendige Rekonstruktion beantwortet werden können. Pflichtfelder verhindern einfache Lücken; fachliche Ausnahmen brauchen zusätzlich eine kurze Begründung. So bleibt Rechnungsausgangsbuch auch dann kontrollierbar, wenn mehrere Personen Eingang, Prüfung, Freigabe und Versand übernehmen.

Ein Vier-Augen-Prinzip ist besonders bei neuen Geschäftsfällen, geänderten Stammdaten und rechtlich sensiblen Entscheidungen sinnvoll. Wiederkehrende Standardfälle können nach dokumentierter Freigabe stärker automatisiert werden. Die Automatisierung übernimmt jedoch nur die freigegebene Regel. Sie darf eine fehlende Information nicht still durch einen plausibel wirkenden Standardwert ersetzen.

Dokumentation, Verantwortlichkeit und regelmäßige Pflege

Für Rechnungsausgangsbuch werden Eingangsdaten, Entscheidung, Ergebnis und Nachweis als zusammenhängender Vorgang geführt. Eine reine Dateiablage zeigt zwar das Endprodukt, aber nicht zwingend den Entscheidungsweg. Deshalb erhält jede Ausnahme einen Owner, einen Status und einen nächsten Schritt. Änderungen werden ergänzt oder versioniert; sie werden nicht durch stilles Überschreiben unsichtbar gemacht.

Die zugrunde liegende Arbeitsanweisung nennt außerdem ein Prüfdatum. Rechtliche Schwellen, technische Standards, externe Portale und interne Produktfunktionen können sich ändern. Bei der turnusmäßigen Kontrolle werden Primärquelle, tatsächlicher Prozess und veröffentlichte Aussage miteinander verglichen. Ändert sich nur eine Zahl, wird derselbe Intent-Owner aktualisiert; eine neue Jahres-URL ist dafür nicht erforderlich.

Den einzelnen Beleg erklärt Ausgangsrechnung. Für Restbetrag und nächste Aktion ist die Offene-Posten-Liste zuständig; Rechnungen aufbewahren und revisionssichere Archivierung vertiefen die Original- und Archivseite.

Rechnungsausgangsbuch und die Produktgrenzen von Invoify

Invoify bietet unter Einstellungen → Export ein Rechnungsausgangsbuch als CSV für einen gewählten Zeitraum. Der Excel-DE-freundliche Export nutzt UTF-8 mit BOM und Semikolon als Trennzeichen. Er enthält Rechnungsdatum, Leistungsdatum, Rechnungsnummer, Belegart, Kunde, Debitor-Nr, Netto, USt-Betrag, Brutto, Steuerfall, Zahlstatus und Bezahlt-am. Er ist kein DATEV-EXTF-Export und enthält keinen offenen Restbetrag, keine einzelnen Zahlungsbewegungen und keine Buchungskonten. Der CSV-Export ersetzt die Originalbelege nicht.

Eine Funktion wird in diesem Leitfaden nur dann als Invoify-Funktion bezeichnet, wenn sie in der aktuellen Produktdokumentation belegt ist. Steuerliche Würdigung, rechtliche Einzelfallprüfung und externe Behördenverfahren bleiben bei den verantwortlichen Personen beziehungsweise deren Beratung. Diese Trennung verhindert, dass ein formal erzeugter Beleg mit einer fachlich freigegebenen Entscheidung verwechselt wird.

Offizielle Quellen und Prüfstand

Die Aufbewahrung von Rechnungen über acht Jahre regelt § 14b UStG; für Buchungsbelege und elektronisch erzeugte Daten ist außerdem § 147 AO relevant. Die GoBD in der Fassung vom 14. Juli 2025 konkretisieren Ordnung, Nachvollziehbarkeit, Aufbewahrung und Datenzugriff. Produktfelder wurden direkt gegen Exportservice, Repository und Integrationstests geprüft. Letzter Quellen- und Produktcheck: 5. August 2026; nächste turnusmäßige Prüfung: Januar 2027.

Häufige Fragen

Ist ein Rechnungsausgangsbuch Pflicht?

Es gibt keine universell vorgeschriebene Excel-Vorlage mit genau diesen Spalten. Unternehmen müssen ihre Rechnungen und steuerlich relevanten Unterlagen jedoch vollständig, geordnet, verfügbar und nach den geltenden Regeln aufbewahren. Ein Ausgangsbuch kann diese Kontrolle unterstützen.

Was gehört in ein Rechnungsausgangsbuch?

Praxistauglich sind Rechnungs- und Leistungsdatum, Nummer, Belegart, Kunde, Netto, Umsatzsteuer, Brutto, Steuerfall sowie Status. Korrekturbelege sollten auf ihren Ursprung verweisen.

Kann ich das Rechnungsausgangsbuch in Excel führen?

Ja, bei überschaubarem Volumen kann eine geschützte Tabelle als Kontrollregister dienen. Sie ersetzt aber weder Originalrechnungen noch ein nachvollziehbares Änderungs- und Archivkonzept.

Ist ein Rechnungsausgangsbuch dasselbe wie eine OPOS-Liste?

Nein. Das Ausgangsbuch dokumentiert ausgegebene Belege. Eine OPOS-Liste fokussiert offene Restbeträge, Fälligkeit, Zahlungsbewegungen und nächste Aktionen.

Was exportiert Invoify?

Invoify exportiert die genannten Beleg- und Statusfelder als Excel-DE-freundliche CSV. DATEV-EXTF, offene Restbeträge, einzelne Zahlungen und Buchungskonten sind in diesem Export nicht enthalten.

Hinweis: Der Beitrag erläutert allgemeine Grundsätze und ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Bei Sonderfällen sind der konkrete Sachverhalt und die aktuellen gesetzlichen Vorgaben maßgeblich.