Auftragsabwicklung: Kurzantwort und klare Abgrenzung
Auftragsabwicklung ist weiter als Fakturierung. Sie beginnt bereits mit Anfrage, Angebot oder direkter Bestellung und umfasst auch Termin, Ausführung, Waren- beziehungsweise Leistungsnachweis und Abschluss. Fakturierung bezeichnet dagegen den Abschnitt, in dem ein abrechenbarer Vorgang in eine geprüfte Rechnung und den Forderungsprozess überführt wird.
Der Beschaffungsprozess betrachtet die Einkaufsseite vom eigenen Bedarf bis zur Lieferantenrechnung. Diese Seite besitzt die Verkaufs- und Kundenseite. Einzelne Dokumente bleiben bei Angebot schreiben, Auftragsbestätigung und Lieferschein; die Rechnungsphase vertieft Fakturierung.
Entscheidungsmatrix für Auftragsabwicklung
| Situation | Prüffrage | Entscheidung | Nachweis |
|---|---|---|---|
| Anfrage mit Klärbedarf | Leistung, Preis, Menge oder Termin sind noch nicht verbindlich abgestimmt. | Zuerst wird ein Angebot oder eine fachliche Rückfrage erstellt; ein Auftrag wird noch nicht als bestätigt geführt. | Anfrage, Kalkulation, Angebotsfassung und Versandstand. |
| Direkte Kundenbestellung | Eine eindeutige Bestellung bezieht sich auf bekannte Artikel, Konditionen und Lieferregeln. | Bestellung wird gegen Stammdaten, Verfügbarkeit und Befugnis geprüft und anschließend bestätigt oder als Klärfall markiert. | Bestellreferenz, Preisstand, Bestand und Annahme. |
| Projekt oder Dienstleistung | Ergebnis, Zeitraum und Abnahme sind wichtiger als physischer Warenversand. | Meilensteine, Leistungsnachweise und Änderungsfreigaben ersetzen den Warenfluss, bevor fakturiert wird. | Leistungsbeschreibung, Projektfreigabe und Abnahme. |
| Warenauftrag | Menge, Lagerbestand, Versand und mögliche Teillieferung müssen koordiniert werden. | Auftragsbestätigung, Kommissionierung und Lieferschein werden positionsgenau verbunden. | Reservierung, Pickstatus, Liefermenge und Versandnachweis. |
| Änderung nach Bestätigung | Kunde ändert Menge, Termin, Adresse oder Leistungsumfang. | Die gültige Änderung wird dokumentiert und alle betroffenen Folgebelege werden kontrolliert neu abgeleitet. | Nachtrag, Versionsstand, Preis- und Terminfreigabe. |
Anfrage mit Klärbedarf
Leistung, Preis, Menge oder Termin sind noch nicht verbindlich abgestimmt. Für den Themenbereich Auftragsabwicklung folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: Zuerst wird ein Angebot oder eine fachliche Rückfrage erstellt; ein Auftrag wird noch nicht als bestätigt geführt. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen Anfrage, Kalkulation, Angebotsfassung und Versandstand. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.
Direkte Kundenbestellung
Eine eindeutige Bestellung bezieht sich auf bekannte Artikel, Konditionen und Lieferregeln. Für den Themenbereich Auftragsabwicklung folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: Bestellung wird gegen Stammdaten, Verfügbarkeit und Befugnis geprüft und anschließend bestätigt oder als Klärfall markiert. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen Bestellreferenz, Preisstand, Bestand und Annahme. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.
Projekt oder Dienstleistung
Ergebnis, Zeitraum und Abnahme sind wichtiger als physischer Warenversand. Für den Themenbereich Auftragsabwicklung folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: Meilensteine, Leistungsnachweise und Änderungsfreigaben ersetzen den Warenfluss, bevor fakturiert wird. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen Leistungsbeschreibung, Projektfreigabe und Abnahme. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.
Warenauftrag
Menge, Lagerbestand, Versand und mögliche Teillieferung müssen koordiniert werden. Für den Themenbereich Auftragsabwicklung folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: Auftragsbestätigung, Kommissionierung und Lieferschein werden positionsgenau verbunden. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen Reservierung, Pickstatus, Liefermenge und Versandnachweis. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.
Änderung nach Bestätigung
Kunde ändert Menge, Termin, Adresse oder Leistungsumfang. Für den Themenbereich Auftragsabwicklung folgt daraus eine klare Arbeitsentscheidung: Die gültige Änderung wird dokumentiert und alle betroffenen Folgebelege werden kontrolliert neu abgeleitet. Die Entscheidung wird nicht nur im fertigen Dokument sichtbar, sondern bereits am zugrunde liegenden Vorgang festgehalten. Als belastbarer Nachweis dienen Nachtrag, Versionsstand, Preis- und Terminfreigabe. So kann eine zweite Person später erkennen, welche Tatsachen geprüft wurden und weshalb genau dieses Ergebnis freigegeben wurde.
Auftragsabwicklung Schritt für Schritt umsetzen
- Bedarf erfassenKläre Kunde, Leistung, Menge, Zieltermin, Lieferort und entscheidungsrelevante Randbedingungen.
- Konditionen festlegenPrüfe Preis, Rabatt, Versand, Zahlungsbedingungen, Gültigkeit und Steuerkontext.
- Auftrag annehmenDokumentiere Annahme, Kundenreferenz, zugesagten Umfang und verantwortliche Person.
- Ausführung planenOrdne Aufgaben, Material, Bestand, Liefer- oder Leistungstermin und mögliche Teilabschnitte zu.
- Leistung nachweisenDokumentiere Lieferung, Abnahme, freigegebene Stunden oder ein anderes vereinbartes Leistungsergebnis.
- FakturierenÜbernimm nur freigegebene Positionen, Preise, Steuerfälle und Referenzen in einen Rechnungsentwurf.
- Zahlung steuernÜberwache Fälligkeit, Restbetrag, Klärungen und notwendige Erinnerung oder Mahnung.
- Auftrag abschließenPrüfe Restleistungen, Folgebelege, Zahlung und offene Kundenkommunikation.
Bedarf erfassen
Kläre Kunde, Leistung, Menge, Zieltermin, Lieferort und entscheidungsrelevante Randbedingungen. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald eine vollständige Anfrage oder Bestellung vorliegt. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Auftragsabwicklung ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Fehlende Daten erhalten eine Rückfrage statt eines geratenen Standardwerts. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.
Konditionen festlegen
Prüfe Preis, Rabatt, Versand, Zahlungsbedingungen, Gültigkeit und Steuerkontext. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald eine freigabefähige kaufmännische Grundlage besteht. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Auftragsabwicklung ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Sonderkonditionen werden nicht aus einem alten Kundenauftrag übernommen. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.
Auftrag annehmen
Dokumentiere Annahme, Kundenreferenz, zugesagten Umfang und verantwortliche Person. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald beide Seiten auf dieselbe Bestellung beziehungsweise Auftragsbestätigung verweisen. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Auftragsabwicklung ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Widersprechen sich Bestellung und Angebot, wird die Differenz vor Ausführung geklärt. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.
Ausführung planen
Ordne Aufgaben, Material, Bestand, Liefer- oder Leistungstermin und mögliche Teilabschnitte zu. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald der Auftrag operativ erfüllbar und terminiert ist. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Auftragsabwicklung ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Fehlbestand oder Kapazitätskonflikt führt zu einer neuen Zusage statt zu stiller Verspätung. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.
Leistung nachweisen
Dokumentiere Lieferung, Abnahme, freigegebene Stunden oder ein anderes vereinbartes Leistungsergebnis. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald der tatsächlich erbrachte Umfang prüfbar feststeht. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Auftragsabwicklung ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Teil- und Fehlmengen bleiben als offene Position sichtbar. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.
Fakturieren
Übernimm nur freigegebene Positionen, Preise, Steuerfälle und Referenzen in einen Rechnungsentwurf. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald Rechnung und tatsächliche Ausführung übereinstimmen. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Auftragsabwicklung ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Unklare Abweichungen stoppen die Ausgabe und werden nicht mit Freitext verdeckt. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.
Zahlung steuern
Überwache Fälligkeit, Restbetrag, Klärungen und notwendige Erinnerung oder Mahnung. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald der finanzielle Status des Auftrags nachvollziehbar ist. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Auftragsabwicklung ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Reklamationen und Zahlungen werden vor einer Eskalation erneut abgeglichen. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.
Auftrag abschließen
Prüfe Restleistungen, Folgebelege, Zahlung und offene Kundenkommunikation. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald kein operativer oder finanzieller Punkt unbemerkt offen bleibt. Das Ergebnis wird mit Datum und verantwortlicher Person am Vorgang dokumentiert. Für Auftragsabwicklung ist diese kleine Kontrolle wichtiger als eine bloße Statusmarkierung, weil sie Eingabe, Entscheidung und Beleg miteinander verbindet. Ein erledigter Belegstatus ersetzt keinen fachlichen Abschluss mit offenen Restmengen. In diesem Fall wird nicht improvisiert, sondern die Abweichung mit einer konkreten Rückfrage und einem nächsten Prüftermin weitergegeben.
| Prozess-Gate | Mindestinput | Freigegebenes Ergebnis | Stoppsignal |
|---|---|---|---|
| Auftrag | Kunde, Umfang, Preis, Termin | bestätigte Bestellung oder Auftragsbestätigung | Widerspruch zu Angebot oder Konditionen |
| Ausführung | bestätigter Auftrag, Kapazität, Bestand | Lieferung, Abnahme oder Leistungsnachweis | Fehlmenge, Termin- oder Qualitätsabweichung |
| Rechnung | ausgeführte Positionen, Steuerfall, Referenzen | geprüfter und ausgegebener Beleg | Leistung oder Empfängerdaten ungeklärt |
| Abschluss | Folgebelege, Restbetrag, offene Punkte | fachlich abgeschlossener Auftrag | Restleistung, Reklamation oder Zahlung offen |
Praxisbeispiele für Auftragsabwicklung
Agenturprojekt
Ein Kunde nimmt ein Angebot für Konzept, Umsetzung und zwei Reviewrunden an. Die verantwortliche Person entscheidet deshalb: Die Agentur bestätigt Umfang und Termin, dokumentiert die Abnahme und fakturiert nur den freigegebenen Meilenstein. Im Ergebnis bleiben Nachtrag, Leistung und Rechnung trotz zusätzlicher Kundenwünsche unterscheidbar. Das Beispiel zeigt, dass Auftragsabwicklung nicht durch eine einzelne Checkbox erledigt ist. Erst das Zusammenspiel aus Ausgangsdaten, dokumentierter Prüfung und kontrolliertem Ergebnis macht den Vorgang für Empfänger, Team und spätere Prüfungen nachvollziehbar.
Warenauftrag mit Teillieferung
Von 100 bestellten Einheiten sind zum Termin nur 70 verfügbar. Die verantwortliche Person entscheidet deshalb: Der Verkäufer stimmt die Teillieferung ab, erstellt einen Lieferschein über 70 und hält 30 als Restauftrag offen. Im Ergebnis wird weder die volle Menge fakturiert noch der Rest durch einen erledigten Status verdeckt. Das Beispiel zeigt, dass Auftragsabwicklung nicht durch eine einzelne Checkbox erledigt ist. Erst das Zusammenspiel aus Ausgangsdaten, dokumentierter Prüfung und kontrolliertem Ergebnis macht den Vorgang für Empfänger, Team und spätere Prüfungen nachvollziehbar.
Direktbestellung eines Stammkunden
Der Kunde bestellt per Bestellnummer zu bereits vereinbarten Konditionen. Die verantwortliche Person entscheidet deshalb: Empfänger, Preisstand, Steuerfall und Verfügbarkeit werden geprüft und die Bestellung anschließend bestätigt. Im Ergebnis verkürzt der Standardprozess die Bearbeitung, ohne Kontrollschritte zu überspringen. Das Beispiel zeigt, dass Auftragsabwicklung nicht durch eine einzelne Checkbox erledigt ist. Erst das Zusammenspiel aus Ausgangsdaten, dokumentierter Prüfung und kontrolliertem Ergebnis macht den Vorgang für Empfänger, Team und spätere Prüfungen nachvollziehbar.
Typische Fehler bei Auftragsabwicklung
Auftrag nur im E-Mail-Postfach
Zusage, Änderung und gültiger Preisstand sind für das Team nicht eindeutig. Die fachliche Korrektur lautet: Die freigegebene Auftragsfassung erhält eine stabile Referenz im gemeinsamen Vorgang. Als dauerhafte Kontrolle wird Folgebelege nur aus dieser Fassung erzeugt werden. Dadurch wird der Fehler nicht nur in einem Einzelfall repariert. Der Ablauf rund um Auftragsabwicklung erhält eine Regel, die denselben Fehler bei der nächsten Rechnung, Datei oder Bestandsbewegung früh sichtbar macht.
Status mit Realität verwechseln
Ein Auftrag gilt als erledigt, obwohl Restmenge oder Reklamation offen ist. Die fachliche Korrektur lautet: Fachlicher Abschluss prüft Leistung, Kommunikation, Belege und Zahlung separat. Als dauerhafte Kontrolle wird eine Abschlusscheckliste offene Punkte sichtbar hält. Dadurch wird der Fehler nicht nur in einem Einzelfall repariert. Der Ablauf rund um Auftragsabwicklung erhält eine Regel, die denselben Fehler bei der nächsten Rechnung, Datei oder Bestandsbewegung früh sichtbar macht.
Daten mehrfach eintippen
Positionen, Adressen oder Rabatte weichen zwischen Angebot, Lieferschein und Rechnung ab. Die fachliche Korrektur lautet: Geprüfte Quelldaten werden in Folgebelege übernommen und Änderungen versioniert. Als dauerhafte Kontrolle wird Belegvergleich vor Versand stattfindet. Dadurch wird der Fehler nicht nur in einem Einzelfall repariert. Der Ablauf rund um Auftragsabwicklung erhält eine Regel, die denselben Fehler bei der nächsten Rechnung, Datei oder Bestandsbewegung früh sichtbar macht.
Jeden Auftrag sofort fakturieren
Bestätigung wird mit erbrachter Leistung verwechselt. Die fachliche Korrektur lautet: Rechnungszeitpunkt und Umfang folgen Vertrag und tatsächlicher Ausführung. Als dauerhafte Kontrolle wird Leistungsnachweis als Fakturagate verlangt wird. Dadurch wird der Fehler nicht nur in einem Einzelfall repariert. Der Ablauf rund um Auftragsabwicklung erhält eine Regel, die denselben Fehler bei der nächsten Rechnung, Datei oder Bestandsbewegung früh sichtbar macht.
Freigabe-Checkliste: Auftragsabwicklung
- Geschäftspartner, Auftrag und verantwortliche Person eindeutig zugeordnet
- Vertrag, Bestellung oder Freigabe in der gültigen Fassung auffindbar
- Leistung, Menge, Preis, Steuerfall und Termin vor Folgebelegen geprüft
- Abweichungen mit Grund, Owner und nächstem Schritt dokumentiert
- Belegstatus und tatsächlicher Prozessstatus nicht miteinander verwechselt
- Quelle und Folgebelege über stabile Referenzen verbunden
- Versand beziehungsweise Übergabe mit Datum und Empfänger nachweisbar
- Abschluss erst nach Leistungs-, Rechnungs- und Zahlungsprüfung gesetzt
Die Checkliste wird nicht erst am Ende eines Monats abgearbeitet. Sie gehört an den einzelnen Vorgang, solange Rückfragen noch ohne aufwendige Rekonstruktion beantwortet werden können. Pflichtfelder verhindern einfache Lücken; fachliche Ausnahmen brauchen zusätzlich eine kurze Begründung. So bleibt Auftragsabwicklung auch dann kontrollierbar, wenn mehrere Personen Eingang, Prüfung, Freigabe und Versand übernehmen.
Ein Vier-Augen-Prinzip ist besonders bei neuen Geschäftsfällen, geänderten Stammdaten und rechtlich sensiblen Entscheidungen sinnvoll. Wiederkehrende Standardfälle können nach dokumentierter Freigabe stärker automatisiert werden. Die Automatisierung übernimmt jedoch nur die freigegebene Regel. Sie darf eine fehlende Information nicht still durch einen plausibel wirkenden Standardwert ersetzen.
Dokumentation, Verantwortlichkeit und regelmäßige Pflege
Für Auftragsabwicklung werden Eingangsdaten, Entscheidung, Ergebnis und Nachweis als zusammenhängender Vorgang geführt. Eine reine Dateiablage zeigt zwar das Endprodukt, aber nicht zwingend den Entscheidungsweg. Deshalb erhält jede Ausnahme einen Owner, einen Status und einen nächsten Schritt. Änderungen werden ergänzt oder versioniert; sie werden nicht durch stilles Überschreiben unsichtbar gemacht.
Die zugrunde liegende Arbeitsanweisung nennt außerdem ein Prüfdatum. Rechtliche Schwellen, technische Standards, externe Portale und interne Produktfunktionen können sich ändern. Bei der turnusmäßigen Kontrolle werden Primärquelle, tatsächlicher Prozess und veröffentlichte Aussage miteinander verglichen. Ändert sich nur eine Zahl, wird derselbe Intent-Owner aktualisiert; eine neue Jahres-URL ist dafür nicht erforderlich.
Die Rechnungsphase vertieft Fakturierung. Dokumentaufbau erklären Angebot schreiben, Auftragsbestätigung schreiben und Lieferschein schreiben; die Gegenperspektive bildet der Beschaffungsprozess.
Auftragsabwicklung und die Produktgrenzen von Invoify
Invoify unterstützt die operative Belegkette Angebot → Auftragsbestätigung → Lieferschein → Rechnung. Ein angenommenes Angebot beziehungsweise eine versendete Auftragsbestätigung kann in passende Folgebelege überführt werden; die Quelle bleibt unverändert, und der Block „Verknüpfte Belege“ hält die Kette navigierbar. Eine Übernahme erzeugt einen Entwurf zur Prüfung. Invoify ist dabei kein allgemeines CRM für Leadpflege, keine Produktionsplanung und kein automatischer Bankabgleich.
Eine Funktion wird in diesem Leitfaden nur dann als Invoify-Funktion bezeichnet, wenn sie in der aktuellen Produktdokumentation belegt ist. Steuerliche Würdigung, rechtliche Einzelfallprüfung und externe Behördenverfahren bleiben bei den verantwortlichen Personen beziehungsweise deren Beratung. Diese Trennung verhindert, dass ein formal erzeugter Beleg mit einer fachlich freigegebenen Entscheidung verwechselt wird.
Offizielle Quellen und Prüfstand
Die allgemeinen Rechnungsangaben stehen in § 14 UStG. Produktangaben wurden gegen die implementierten Angebots-, Auftragsbestätigungs-, Lieferschein-, Rechnungs- und Beleglink-Flows sowie deren Integrationstests geprüft. Prozessmatrix und Gate-Modell sind redaktionelle First-Party-Artefakte von Invoify, keine gesetzlich vorgeschriebene Ablaufnorm. Letzter Quellen- und Produktcheck: 5. August 2026; nächste turnusmäßige Prüfung: Januar 2027.
Angebotsphase mit der passenden Software steuern
Die Auftragsabwicklung beginnt häufig mit einem freigegebenen Angebot. Die kommerzielle Invoify-Seite zeigt den belegten Editor, die Online-Reaktion und die Belegkette; dieser Ratgeber bleibt beim übergreifenden Prozess.
| Vertiefung | Wann dorthin wechseln |
|---|---|
| Angebotssoftware prüfen | wenn Produktumfang, Online-Annahme, Belegkette und konkrete Abnahmetests im Mittelpunkt stehen |
| Offene Angebote nachfassen | wenn zwischen Versand und Annahme Empfang, Einwand oder nächster Schritt geklärt werden muss |
Häufige Fragen
Was gehört zur Auftragsabwicklung?
Typischerweise Anfrage oder Bestellung, Konditionsprüfung, Annahme, Ausführungsplanung, Lieferung beziehungsweise Leistung, Nachweis, Rechnung, Zahlungssteuerung und Abschluss. Der konkrete Weg hängt von Ware, Dienstleistung und Vertrag ab.
Was ist der Unterschied zwischen Auftragsabwicklung und Fakturierung?
Auftragsabwicklung umfasst den gesamten Kundenauftrag. Fakturierung ist der Teilprozess, der einen abrechenbaren Vorgang in Rechnung, Ausgabe und Forderungsnachlauf überführt.
Welche Dokumente braucht eine Auftragsabwicklung?
Nicht jeder Fall benötigt alle Dokumente. Häufig sind Angebot, Bestellung oder Auftragsbestätigung, Leistungs- oder Liefernachweis, Rechnung und gegebenenfalls Korrekturbelege sinnvoll.
Kann Invoify Belege miteinander verknüpfen?
Ja. Angebot, Auftragsbestätigung, Lieferschein und Rechnung können als nachvollziehbare Belegkette geführt werden. Folgebelege entstehen als prüfbare Entwürfe.
Ist Invoify eine vollständige Auftragsabwicklungs- oder ERP-Software?
Invoify deckt den beschriebenen Verkaufs- und Belegprozess sowie Warenwirtschaftsfunktionen ab. Ein allgemeines CRM, Produktionsplanung und automatischer Bankabgleich werden nicht als Funktionen behauptet.