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E-Rechnung-Software im Vergleich 2026: sechs Programme für den Umstieg

Seit 2025 muss jedes deutsche Unternehmen E-Rechnungen empfangen können – und die Ausstellungspflichten folgen schrittweise. Eine passende Software sollte strukturierte Rechnungen nach EN 16931 nicht nur erzeugen, sondern auch empfangen und lesbar machen. Dieser Vergleich stellt sechs Programme gegenüber und zeigt, worauf es beim Umstieg wirklich ankommt.

Transparenz und Methodik

Offenlegung: Invoify ist unser eigenes Produkt und in diesem Vergleich entsprechend gekennzeichnet (✱). Es wird nach denselben Kriterien eingeordnet wie alle anderen Programme. Die Angaben zu den übrigen Anbietern stammen aus deren öffentlichen Produktinformationen (Stand: Juli 2026) – Funktionen und Preise können sich ändern, maßgeblich sind die verlinkten Anbieterseiten. Dies ist ein redaktioneller Marktüberblick, kein Labortest.

Die rechtlichen Fristen und Übergangsregeln behandelt der Ratgeber E-Rechnung-Pflicht; die Formatwahl erklärt ZUGFeRD vs. XRechnung. Dieser Beitrag konzentriert sich auf die Softwareauswahl.

Was E-Rechnung-Software können muss

  • Erzeugen nach EN 16931: ZUGFeRD (hybrid) und/oder XRechnung (XML) aus den geprüften Rechnungsdaten – nicht als nachträglicher Konverter-Trick.
  • Empfangen und lesbar machen: Eingehende strukturierte Rechnungen erkennen und die Daten maschinell auslesen, statt sie als Anhang verstauben zu lassen.
  • B2G-Tauglichkeit: Leitweg-ID und die für Behörden nötigen Referenzfelder.
  • Pflichtangaben-Sicherheit: Leistungszeitraum, Steuerfälle und Hinweise müssen im strukturierten Teil ankommen – nicht nur im PDF-Bild.
  • Aufbewahrung: Festschreibung und unveränderbare Ablage der Belege samt Originalformat.

Sechs Programme im Überblick

ProgrammTypZielgruppeBesonderheit
Invoify ✱Cloud, Belege + WarenwirtschaftSelbstständige, Kleinunternehmen, HändlerZUGFeRD + XRechnung erstellen; manuell hochgeladene E-Rechnungsdateien strukturiert auslesen; kein überwachter Eingangskanal
sevdeskCloud, Buchhaltung komplettSelbstständige und kleine UnternehmenE-Rechnung eingebettet in vollständige Buchhaltung
Lexware OfficeCloud, BuchhaltungKleine UnternehmenEtablierter Anbieter mit starkem Bankabgleich
easybillCloud, Rechnungs-SpezialistSelbstständige bis MittelstandLangjährige XRechnung-/B2G-Erfahrung
WISO MeinBüroCloud/Desktop, BüropaketKleine BetriebeBüro-Komplettpaket inklusive E-Rechnung
PapierkramCloud, projektbasiertFreelancer und Solo-SelbstständigeZeiterfassung und Projekte plus E-Rechnung

Die Programme im Kurzprofil

Invoify ✱ – E-Rechnung in beide Richtungen

Invoify als E-Rechnungssoftware erzeugt aus geprüften Rechnungsdaten wahlweise ZUGFeRD- oder XRechnung-Belege nach EN 16931 – inklusive Leistungszeitraum, Steuerfall-Hinweisen und Leitweg-ID für Behördenrechnungen. ZUGFeRD-/Factur-X- und XRechnungsdateien lassen sich manuell in die Belegbox hochladen, technisch prüfen und strukturiert auslesen. Das ist kein überwachter Eingangskanal und keine vollständige Kreditorenfreigabe oder Buchhaltung. Weitere Grenzen: kein integrierter Peppol-Versand und kein DATEV-EXTF-Export (Stand: 31. Juli 2026). Der freigegebene Umfang kostet während des Pre-Launch 0 €; daraus folgt keine Zusage für einen dauerhaft kostenlosen Volltarif.

sevdesk – E-Rechnung im Buchhaltungspaket

sevdesk bettet die E-Rechnung in eine vollständige Cloud-Buchhaltung ein – von der Belegerfassung bis zur Umsatzsteuervoranmeldung. Wer ohnehin eine komplette Buchhaltungslösung sucht, bekommt die E-Rechnung hier als Teil des Gesamtpakets.

Lexware Office – der etablierte Anbieter

Lexware Office (früher lexoffice) gehört zu den bekanntesten Cloud-Lösungen für kleine Unternehmen und verbindet E-Rechnung mit Buchhaltung und einem starken Bankabgleich. Der Funktionsumfang hängt vom gewählten Tarif ab – ein Blick auf die Tarifdetails lohnt sich vor allem beim E-Rechnungs-Versand.

easybill – der Rechnungs-Spezialist

easybill konzentriert sich seit Jahren auf Rechnungsstellung und bringt entsprechend viel Erfahrung mit XRechnung und Behördenrechnungen mit. Für Nutzer mit hohem Rechnungsaufkommen und B2G-Kunden eine naheliegende Option.

WISO MeinBüro – das Büropaket

WISO MeinBüro von Buhl versteht sich als Komplettpaket für kleine Betriebe – Angebote, Rechnungen, E-Rechnung und Büroorganisation in einem. Wer eine Rundum-Lösung im WISO-Umfeld sucht, findet hier den breitesten Ansatz.

Papierkram – für projektbasierte Freelancer

Papierkram richtet sich an Freelancer, die zeit- und projektbasiert abrechnen: Zeiterfassung, Projekte und Faktura greifen ineinander, E-Rechnungs-Formate werden unterstützt. Für reine Produkthändler ist der Projektfokus weniger relevant.

Welches Programm für wen?

  • Du willst E-Rechnungen erstellen und manuell hochgeladene strukturierte Dateien auslesen, ohne vollständiges Buchhaltungspaket: Invoify ✱. Für einen überwachten Empfangskanal oder Kreditorenworkflow ist eine ergänzende Lösung erforderlich.
  • Du suchst die komplette Buchhaltung mit E-Rechnung als Baustein: sevdesk oder Lexware Office.
  • Du stellst viele Rechnungen an Behörden: easybill mit seiner B2G-Erfahrung.
  • Du willst ein Büro-Komplettpaket: WISO MeinBüro.
  • Du rechnest Projekte und Stunden ab: Papierkram.

Häufige Fehler beim Umstieg auf die E-Rechnung

  • Eine bildbasierte PDF für eine E-Rechnung halten.
  • Nur das Erstellen regeln und den Pflicht-Empfang ignorieren.
  • Den strukturierten Datensatz nach dem Versand nicht im Original aufbewahren.
  • Pflichtangaben wie den Leistungszeitraum nur ins PDF-Bild schreiben, nicht in die Strukturdaten.
  • Bei Behördenrechnungen die Leitweg-ID erst nach der Ablehnung erfragen.
  • Software nach dem Logo statt nach dem eigenen Prozess auswählen.
Fachlicher Hinweis:Dieser Vergleich ist ein redaktioneller Marktüberblick auf Basis öffentlicher Anbieterinformationen (Stand: Juli 2026) und ersetzt keine individuelle Beratung. Die rechtlichen Fristen im Detail stehen im Ratgeber zur E-Rechnung-Pflicht.

E-Rechnungssoftware vollständig vergleichen: aktualisierte Owner-Grenzen 2026

Direktentscheidung: Verglichen werden jetzt nicht nur Erzeugen und Versand, sondern auch Empfang, Visualisierung, Validierung, Archivübergabe, Fehlerprozess und belegte Produktgrenzen.

Der Vergleich bleibt anbieterneutral in den Kriterien und kennzeichnet Invoify transparent als eigenes Produkt, ohne Wettbewerber abzuwerten. Diese Seite bleibt der kanonische Owner für den kommerziellen Auswahlvergleich für E-Rechnungssoftware. Sie fasst angrenzende Fragen nur so weit zusammen, wie es für die Auswahl nötig ist. Die eigentliche Anleitung, Berechnung oder Vorlage liegt jeweils auf der verlinkten Vertiefung.

Rechtsfristen bleiben beim Pflicht-Owner, die Formatentscheidung beim ZUGFeRD-/XRechnung-Vergleich und technische Bedienabläufe bei den Child-Seiten. Die Grenze verhindert, dass ähnliche Begriffe zu austauschbaren Seiten werden. Ändern sich im Jahr 2027 einzelne Fristen, Beträge oder Produktdetails, wird der bestehende Owner mit Prüfdatum aktualisiert; es entsteht keine nahezu identische Jahreskopie.

Entscheidungs- und Freigabeablauf

  1. Ausgangsfall bestimmenDokumentiere zuerst den konkreten Vorgang, bevor der Überblick „den kommerziellen Auswahlvergleich für E-Rechnungssoftware“ auf einen Detailfall angewendet wird.
  2. Owner auswählenNutze die Entscheidungsmatrix und wechsle für Spezialfragen auf den verlinkten Detail-Owner.
  3. Daten und Nachweis prüfenHalte Eingaben, Quelle, Ergebnis und verantwortliche Freigabe gemeinsam fest.
  4. Ergebnis kontrollierenPrüfe vor Abschluss, ob Überblick, Detailentscheidung und Produktprozess dieselbe Aussage transportieren.

Für die Umsetzung werden Ausgangsdaten, gewählter Owner, fachliche Entscheidung und Nachweis am Vorgang zusammengehalten. Ein Link ist dabei nicht nur Navigation: Er markiert, welche Seite die Detailantwort verantwortet. Wer später aktualisiert, erkennt dadurch, ob eine Änderung in diesem Überblick oder im spezialisierten Child vorgenommen werden muss.

Bei Ausnahmen wird kein plausibel klingender Standard eingesetzt. Stattdessen erhält der offene Punkt eine verantwortliche Person, eine konkrete Rückfrage und einen nächsten Prüftermin. Wiederkehrende Standardfälle dürfen erst automatisiert werden, nachdem Eingaben und Ergebnis anhand eines realen Beispiels kontrolliert wurden.

Detail-OwnerWann dorthin wechseln
E-Rechnung empfangenfür Eingangskanal, Zuständigkeit und Quarantäne
E-Rechnung lesenfür Viewer, XML-Felder und sichtbare Darstellung
E-Rechnung validierenfür Syntax-, Profil- und Fachprüfung
E-Rechnung archivierenfür Originaldatei, Protokoll und Aufbewahrungsprozess
sevdesk Alternativefür den aktuellen Vergleich von Buchhaltung, E-Rechnung, Shop und Warenwirtschaft
Lexware Office Alternativefür den aktuellen Vergleich von Tarifumfang, Buchhaltung, E-Rechnung und Warenfluss

E-Rechnungsformate und technische Prozesse

Die folgenden Vertiefungen besitzen jeweils einen klar abgegrenzten Suchintent. Dieser Hub erklärt die Auswahl und verweist für Berechnung, Vorlage oder Spezialablauf auf den zuständigen Owner. Dadurch bleiben Antworten aktualisierbar, ohne denselben Inhalt auf mehreren URLs zu wiederholen.

VertiefungEigener Fokus
XRechnung erstellen: vom Rechnungsinhalt zur validierten XML-DateiDer vollständige Arbeitsablauf für eine XRechnung – mit Feldlandkarte, XML-Ausschnitt, Validierung und ehrlichen Produktgrenzen.
ZUGFeRD-Rechnung erstellen: Profil wählen, XML einbetten und Ergebnis validierenSo entsteht aus Rechnungsdaten eine hybride ZUGFeRD-Rechnung, bei der sichtbares PDF und eingebettete XML denselben Inhalt tragen.
PDF in E-Rechnung umwandeln: Daten rekonstruieren, validieren und Risiken vermeidenEine PDF wird nicht durch Dateikonvertierung zur E-Rechnung. So werden strukturierte Daten kontrolliert rekonstruiert und validiert.
E-Rechnung validieren: technische, semantische und fachliche Fehler findenWarum „XML gültig“ nicht automatisch „Rechnung richtig“ bedeutet und welche Prüfstufen vor Versand und Verarbeitung nötig sind.
E-Rechnung empfangen: Eingangskanäle absichern und jede Datei kontrolliert verarbeitenSo wird aus einem technischen Dateieingang ein sicherer, nachvollziehbarer E-Rechnungsprozess mit klaren Verantwortlichkeiten.
E-Rechnung lesen: XML sicher visualisieren und Rechnungsfelder richtig verstehenSo wird eine strukturierte E-Rechnung lesbar, ohne das Original zu verändern oder Darstellung mit Validierung zu verwechseln.
E-Rechnung archivieren: strukturierten Teil, Lesbarkeit und Nachweise erhaltenSo bleiben E-Rechnungen über die Aufbewahrungszeit maschinenlesbar, auffindbar und mit ihrem Prüf- und Freigabeweg verbunden.
E-Rechnung versenden: richtigen Kanal wählen und Zustellung nachweisenDer sichere Versandprozess für XRechnung und ZUGFeRD – vom Empfängerprofil bis zu Annahme, Fehlerbehandlung und Nachweis.
E-Rechnungsformate verstehen und das passende Format auswählenWie Standard, Syntax, Profil, Container und Transport zusammenspielen – und warum PDF allein kein strukturiertes E-Rechnungsformat ist.
EN 16931 erklärt: das semantische Datenmodell hinter europäischen E-RechnungenDie Feldlandkarte für EN 16931 und der Unterschied zwischen semantischem Standard, XML-Syntax und nationalem Profil.
E-Rechnung für Kleinunternehmer: Empfang, Ausstellung und Steuerhinweis richtig trennenKleinunternehmerregelung und E-Rechnungspflicht sind zwei verschiedene Fragen. So werden sie im Belegprozess sauber verbunden.
E-Rechnung für Vereine: unternehmerische Bereiche, Empfang und Ausstellung einordnenWarum die Rechtsform Verein keine pauschale Antwort liefert und wie jeder Umsatz dem richtigen Tätigkeitsbereich zugeordnet wird.

Produktgrenze und Review

Invoify kann ZUGFeRD und XRechnung erzeugen und technisch validieren. Eine vollständige Eingangsrechnungsplattform, Peppol-Zustellung oder automatische rechtliche Einzelfallfreigabe wird nicht behauptet.

Produktclaims wurden am 31. Juli 2026 gegen die aktuelle Invoify-Funktionsdokumentation geprüft. Fachliche Rechts-, Steuer- oder Bewertungsentscheidungen bleiben bei den verantwortlichen Personen beziehungsweise ihrer Beratung. Nächster turnusmäßiger Review: Januar 2027; frühere Prüfung bei Gesetzes-, Standard- oder Produktänderung.

E-Rechnungssoftware über den gesamten Beleglebenszyklus vergleichen

Das Erzeugen einer XML-Datei ist nur ein Schritt. Ein vollständiger Prozess beginnt mit strukturierten Stammdaten und endet bei Übertragung, Annahme, Archivierung, Korrektur und Export. Deshalb sollte ein Vergleich getrennt prüfen, welche Formate die Software erstellt, welche Eingangsformate sie lesen kann, wie Validierungsfehler erklärt werden und wie die Originaldatei später auffindbar bleibt.

ProzessphasePrüffrageGeeigneter Nachweis im Test
ErstellungWelche Profile und Versionen werden erzeugt?Beispieldatei mit dokumentiertem Profil
ValidierungWerden Syntax und Geschäftsregeln geprüft?Prüfbericht mit verständlichem Fehlerpfad
ÜbertragungWelche Kanäle sind wirklich integriert?Testsendung oder klare Produktdokumentation
EingangBleibt die strukturierte Originaldatei erhalten?Import, Anzeige und Export derselben Datei
KorrekturWie werden Storno und Berichtigung zugeordnet?vollständige Belegkette im Testfall
ArchivSind Datei, Metadaten und Nachweise exportierbar?vollständiger Datenexport

Eine PDF-Vorschau ist für Menschen hilfreich, beweist aber nicht, dass die XML-Daten vollständig sind. Umgekehrt kann eine formal valide XML-Datei fachlich falsche Empfänger-, Leistungs- oder Steuerdaten enthalten. Gute Software unterstützt beide Kontrollen und trennt technische Validierung von der inhaltlichen Freigabe.

Ausgang und Eingang getrennt bewerten

Manche Lösungen sind stark in der Erstellung, andere konzentrieren sich auf Empfang, Freigabe und Buchhaltung. Ein Unternehmen, das nur wenige Ausgangsrechnungen schreibt, hat andere Anforderungen als ein Betrieb mit vielen Eingangsbelegen und mehrstufiger Freigabe. Fragen Sie deshalb nicht nur „Kann das Programm E-Rechnung?“, sondern „Welche Aufgabe in unserem Prozess übernimmt es konkret?“.

Format und Kanal sind zwei Entscheidungen

XRechnung oder ZUGFeRD beschreiben das Dokumentformat. E-Mail, Portal, Webservice oder Peppol beschreiben den Übertragungsweg. Eine Software kann ein gültiges Format erzeugen, ohne den vom Empfänger verlangten Kanal integriert zu bedienen. Der Formatvergleich zwischen ZUGFeRD und XRechnung hilft bei der Dateiwahl; der konkrete Empfänger bestimmt weiterhin den Annahmeweg.

Mit realen Testfällen statt einer Demo-Rechnung auswählen

Eine einfache Rechnung mit einer Position und 19 Prozent Umsatzsteuer deckt nur einen kleinen Teil des Alltags ab. Ein belastbarer Produkttest verwendet anonymisierte, aber realistische Konstellationen. Dazu gehören mehrere Steuersätze, Rabatt oder Skonto, Leistungszeitraum, abweichende Rechnungsadresse, öffentlicher Empfänger, Rechnungskorrektur und ein Import in das nachgelagerte System.

  • Normale B2B-Rechnung mit vollständigen Stammdaten erzeugen und validieren.
  • ZUGFeRD-PDF und eingebettetes XML auf identische Summen prüfen.
  • XRechnung mit Käuferreferenz beziehungsweise Leitweg-ID testen.
  • Rabatte, Versand, mehrere Steuergruppen und Rundungen prüfen.
  • Storno oder Korrektur mit Bezug zur Ursprungsrechnung ausführen.
  • Originaldatei und Prüfbericht exportieren und erneut öffnen.
  • Fehlendes Pflichtfeld absichtlich testen und Fehlermeldung bewerten.

Dokumentieren Sie pro System, welche Schritte ohne Zusatztool funktionieren, wo manuelle Übergaben nötig sind und welche Tarifgrenze gilt. Ein objektiver Vergleich verwendet dieselben Testfälle und denselben Stichtag für alle Produkte. Funktionen aus unterschiedlichen Tarifen oder Produktversionen dürfen nicht zu einem scheinbaren Gesamtpaket vermischt werden.

Entscheidungskriterium: Ein verständlicher Fehler- und Korrekturprozess ist im Alltag oft wertvoller als eine erfolgreiche Einmal-Demo.

E-Rechnungssoftware ohne Medienbruch einführen

  1. Empfänger erfassenFormat, Kanal und benötigte Referenzen je Kunde beziehungsweise Behörde klären.
  2. Stammdaten bereinigenAdressen, USt-IdNr., Zahlungsdaten und Einheiten vereinheitlichen.
  3. Pilot definierenWenige repräsentative Kunden und interne Verantwortliche auswählen.
  4. Validierung und Annahme testenNicht nur Datei erzeugen, sondern den Zielkanal vollständig durchlaufen.
  5. Archiv und Export prüfenOriginaldateien, Prüfberichte und Versandnachweise dauerhaft auffindbar halten.
  6. Fehlerprozess schulenKorrektur, Storno und Empfängerablehnung anhand eines Beispiels üben.

Invoify erzeugt und validiert XRechnung sowie ZUGFeRD aus fertiggestellten Rechnungsdaten. Welche Profile und Kanäle für einen Empfänger passend sind, bleibt zu prüfen; ein pauschaler Netzwerkversand an jeden Empfänger wird nicht behauptet. Die Softwareauswahl sollte zudem Rechnungserstellung, Kontakt- und Artikeldaten, Zahlungsabgleich und Korrekturprozess gemeinsam betrachten, damit E-Rechnung nicht als isolierte Dateifunktion endet.

Für die gesetzlichen Übergänge und Ausnahmen ist die Seite E-Rechnung-Pflicht zuständig. Dieser Vergleich bewertet Auswahl- und Prozesskriterien und wiederholt deshalb nicht die vollständige Fristenübersicht.

Neutraler Vergleich:Die genannten Programme können je nach Tarif, Modul und Stand unterschiedliche Zielgruppen bedienen. Aktuelle Herstellerangaben und ein eigener Test sind für die Entscheidung maßgeblich.

Berechtigungen, Verfügbarkeit und Verantwortlichkeiten prüfen

E-Rechnungen enthalten Geschäfts- und Kontaktdaten. Prüfen Sie Rollen, Freigaben, Protokollierung, Datensicherung und Export. Nicht jede Person, die einen Entwurf erfasst, muss Rechnungen festschreiben, korrigieren oder Integrationen konfigurieren können. Ein nachvollziehbares Rollenmodell reduziert Fehlbedienung und erleichtert Vertretung.

BetriebsfrageWorauf achten?
FreigabeWer darf eine Rechnung finalisieren und versenden?
KorrekturWer darf Storno oder Berichtigung anlegen?
IntegrationWer verwaltet Shop-, Mail- oder Netzwerkzugänge?
AusfallWie werden Entwürfe, Originale und Versandstatus wiederhergestellt?
ExportKann das Unternehmen vollständige Daten ohne Herstellerzugriff sichern?

Für Cloud- und lokale Lösungen gelten unterschiedliche Betriebsaufgaben, aber dieselben Prozessfragen. Lokal bedeutet nicht automatisch wartungsfrei; Cloud bedeutet nicht automatisch vollständige Auslagerung der Verantwortung. Vergleichen Sie dokumentierte Leistungen und eigene Pflichten neutral anhand des geplanten Einsatzes.

Support mit einem echten Fehlerfall testen

Bewerten Sie nicht nur Antwortzeiten in einer Tarifliste. Stellen Sie eine fachlich konkrete Testfrage zu einem Validierungsfehler oder Korrekturprozess und prüfen Sie, ob die Antwort den nächsten Schritt erklärt. Bei kritischen Rechnungsläufen sollte außerdem klar sein, wie Statusmeldungen und bekannte Störungen kommuniziert werden.

Ein weiterer Prüfblock betrifft die Zusammenarbeit mit Steuerberatung oder Buchhaltung. Klären Sie, welche Originaldateien, Buchungsdaten und Belegbilder übergeben werden und ob Korrekturbezüge erhalten bleiben. Ein CSV-Export mit Summen ersetzt nicht automatisch die strukturierte Rechnung. Lassen Sie den geplanten Export mit einem realen Testbeleg einlesen und kontrollieren Sie Rückmeldungen, statt nur eine vorhandene Schnittstellenbezeichnung abzuhaken.

Bei Eingangsrechnungen sollte die Software Dubletten erkennen, ohne verschiedene rechtmäßige Dokumente mit ähnlichem Betrag zusammenzuführen. Prüfen Sie, wie Rechnung, Gutschrift, Storno und Anlage unterschieden werden und wie ein Nutzer eine fälschlich erkannte Dublette auflösen kann. Automatisierung benötigt einen transparenten Ausnahmeweg.

Prüfen Sie außerdem Mehrmandanten- und Länderfähigkeit nur dann, wenn sie wirklich benötigt wird. Ein DE-Prozess darf keine österreichischen Pflichtangaben oder Sätze übernehmen und umgekehrt. Marktprofile, Vorlagen und Steuerfälle müssen klar getrennt sein.

Für wiederkehrende Rechnungen wird getestet, ob jede Periode einen neuen Beleg mit eigener Nummer, aktuellem Leistungszeitraum und erneuter Validierung erzeugt. Eine alte XML-Datei darf nicht lediglich unter neuem Dateinamen versendet werden.

Bei Test und Einführung werden keine echten Zugangsdaten, produktiven Shopaktionen oder Kundendaten in Screenshots und Dokumentation veröffentlicht. Verwenden Sie anonymisierte Belege und klar gekennzeichnete Testempfänger.

Dokumentieren Sie nach dem Pilot außerdem, wer Formatversionen, Validatoränderungen und Empfängeranforderungen überwacht. Ohne feste Verantwortung kann ein einmal erfolgreicher Prozess trotz Softwareupdate oder neuer Portalregel unbemerkt veralten. Ein regelmäßiger Test mit einer repräsentativen Rechnung hält die Verfahrensbeschreibung aktuell.

Das Pilot-Ergebnis wird mit Muss-Kriterien, offenen Punkten und akzeptierten Grenzen schriftlich freigegeben. Dadurch bleibt später erkennbar, warum ein Programm ausgewählt wurde und welche Sonderfälle weiterhin einen manuellen Prüf- oder Freigabeschritt benötigen.

Häufige Fragen

Reicht eine normale PDF-Rechnung noch aus?

Für inländische B2B-Umsätze ist die PDF langfristig kein zulässiges Standardformat mehr: Der Empfang strukturierter E-Rechnungen ist seit 2025 Pflicht, die Ausstellungspflichten greifen schrittweise. Eine einfache PDF ist keine E-Rechnung im Sinne der Norm EN 16931.

Was muss eine E-Rechnung-Software mindestens können?

Strukturierte Rechnungen nach EN 16931 erzeugen (ZUGFeRD und/oder XRechnung), eingehende E-Rechnungen lesbar machen, Pflichtfelder wie Leitweg-ID für Behörden unterstützen und die Belege unveränderbar aufbewahren.

Was kostet E-Rechnung-Software?

Die Spanne reicht von kostenlosen Einstiegen bis zu Buchhaltungspaketen im zweistelligen Monatsbereich. Invoify ist während des Pre-Launch komplett kostenfrei; die aktuellen Preise der übrigen Anbieter stehen auf deren Produktseiten.

Kann Invoify E-Rechnungsdateien hochladen und lesen?

Ja. ZUGFeRD-/Factur-X- und XRechnungsdateien können manuell in die Belegbox hochgeladen und als CII beziehungsweise UBL technisch geprüft und strukturiert ausgelesen werden. Das ist kein überwachter Eingangskanal, keine automatische Lieferantenzustellung und kein vollständiger Freigabe- oder Buchungsworkflow.

Hinweis: Der Beitrag erläutert allgemeine Grundsätze und ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Bei Sonderfällen sind der konkrete Sachverhalt und die aktuellen gesetzlichen Vorgaben maßgeblich.